IDAHO: RAINBOWFLASHS in ganz Deutschland

Am 17. Mai 2012, dem Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie setzen Schwule und Lesben, deren Freunde, Kollegen, Eltern und Geschwister in vielen Städten der Welt ein buntes Zeichen - lassen Luftballons in den Himmel steigen.

An diesem Tag vor 22 Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen.

Hier ein Überblick, wo Du aktiv und Deinen Ballon steigen lassen kannst:
Bielefeld: Siegfriedplatz, 19 – 22 Uhr
• Chemnitz: Rathausplatz (Roter Turm), 18 – 19 Uhr
• Dresden: Theaterplatz, 18 – 19 Uhr
• Hamburg: Rathausmarkt, 18.30 – 19.30 Uhr
• Hannover: Opernplatz, 18.30 – 19.30 Uhr
• Jena: Holzmarkt, 16 Uhr
Köln: Rudolfplatz, 17 – 18 Uhr
• Leipzig: Augustusplatz, 18 – 19 Uhr
• Magdeburg: Bahnhofsvorplatz (Willy-Brandt-Platz), 18 – 19 Uhr
• Schwerin: Südufer Pfaffenteich, 18.30 – 19 Uhr
• Stralsund: Weißen Brücken (am Knieperteich), 18.30 – 19 Uhr
• Wiesbaden: Schloßplatz, 18.30 – 19.30 Uhr

Weitere Infos auch auf: http://rainbowflash.info

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Euer GAYS.DE Team

Er sucht – Du findest IHN!

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So oder so ähnlich könnte die Kontaktanzeige lauten, die Du in einer schwulen Dating-Spalte gelesen hast. Den Richtigen getroffen, hast Du aber noch nicht. Wie auch, denn es gab “ihn” einfach noch nicht. Entweder entsprach “er” nicht Deinen Vorstellungen oder suchte nur das Abenteuer – Du aber nicht.

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Wir drücken die Daumen!!!

London will keine Schwulenfeindlichkeit auf Bussen

„Manche Leute sind schwul. Finde dich damit ab!“ – Diesen Spruch kann man seit dem ersten April auf einigen der beliebten roten Doppelstockbusse in London lesen. Verantwortlich für die neue Toleranzkampagne ist die Gruppe Stonewall, die sich für die Rechte von Schwulen und Lesben einsetzt.

Eine Gegenkampagne einer christlichen Organisation wurde nun von Londons Oberbürgermeister gekippt. Die Gruppe wollte den Spruch: „Not gay! Post gay, ex-gay and proud. Get over it!“ nutzen und Homosexualität als Krankheit darstellen von der man(n) geheilt werden kann. Übersetzt heißt dies soviel wie: „Nicht schwul! Schwul war früher, ex-schwul und stolz. Überwinde es!“

Die Londoner Verkehrsbetriebe waren ebenfalls gegen die homophobe Kampagne, denn sie spiegele nicht den „toleranten Geist Londons“ wieder. Die Homo-Gegner werfen London hingegen Zensur vor.

“mach’s mit”-Clip aus dem Verkehr gezogen

Junge Wilde andersrumNachdem die Szene ihre Geschütze aufgefahren hatte und gegen das neue Video der „mach’s mit“-Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gewettert hat, wird dieses nun (im wahrsten Sinne des Wortes) aus dem Verkehr gezogen.

Auf der Facebook-Seite der Kampagne heißt es seit Dienstagnachmittag: „Die umfangreiche Kritik zum Onlineclip „Ich will’s andersrum“ haben wir wahrgenommen und nehmen sie sehr ernst. Wir haben uns nach intensiver Diskussion dazu entschieden, diesen Clip jetzt aus der Kampagne zurück zu ziehen.“

In die Kritik geraten ist das Video, da es von vielen Schwulen als zu klischeehaft empfunden wurde. Der LSVD rechtfertigte sich in einem öffentlichen Brief zu seiner Meinung: „Mit Klischees zu arbeiten, kann ein Ansatz zur Antidiskriminierungsarbeit im Bereich Homophobie sein. Es verlangt allerdings Fingerspitzengefühl, damit Klischees wirklich bearbeitet und nicht nur bedient werden.“

Erst in der vergangenen Woche waren die neuen „mach’s mit“-Motive zur Prävention von HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen vorgestellt worden. (GAYS.DE berichtete)

SchwiP „Spring Awake“

Schwul-lesbische Partys gibt es viele, doch in Ostwestfahlen nur wenige, die noch von Tradition sprechen können. Da wären die legendäre Schlagernacht in der Hechelei, die Nacht des Grauens am ersten Weihnachtsfeiertag oder aber die SchwiP in Paderborn.

Und genau diese steigt am kommenden Samstag mal wieder. Unter dem Motto: „Spring Awake“ könnt ihr Euch ab 22 Uhr auf heiße Musik mit DjCK, fruchtige Cocktails und knackige Boys mit süßen Überraschungen freuen ;-)

Tickets können online bestellt werden.

Der, die, das SchwiP steht für Schwule in Paderborn und wurde bereits 1978 gegründet. Anfangs unter dem Namen „Paderborner Aktion Homosexualität“ engagiert man sich seither für schwule Kultur in OWL. Mitte der achtziger Jahre erfolgte dann die Umbenennung in SchwiP. Aus ihr sind die AIDS-Hilfe Paderborn hervorgegangen und auch der erste und bisher einzige CSD im katholisch geprägten Städtchen.
Zahlreiche schwul-lesbische Projekte folgten bis heute. So auch die traditionellen SchwiP-Partys.

Wir sind MR. GAY World 2012

Andreas Derleth heißt er. 32 Jahre jung, 1,90 m  groß,  muskelbepackt und verpartnert. Der aus Hassfurt stammende Wahl-Neuseeländer ist am Sonntagabend zum MR. GAY WORLD 2012 gekürt wurden.

Gegen 21 Konkurrenten konnte sich der Inhaber eines Schreibwarengeschäfts im südafrikanischen Johannesburg behaupten. Nun trägt er für ein Jahr den Titel „MR. GAY WORLD“ und ist als Botschafter für die Rechte von Schwulen und Lesben weltweit unterwegs. 20.000 Euro Preisgeld, Kleidung, Kosmetik und Schmuck sollen ihm sein Amt erleichtern und ihn für die Reisen auf die fünf Kontinente wappnen. Zudem gewann er eine Reise für zwei Personen nach Südafrika.

Derleth ist vor vier Jahren in Neuseeland „hängen geblieben“. Nach einem beruflichen Aufenthalt habe er sich in das Land verliebt und ist geblieben. Ein Grund könnte auch sein Partner Tom sein. Mit ihm lebt er in einer Eingetragenen Partnerschaft und betreibt ein Schreibwarengeschäft.

Die Wahl zum „MR.GAY. WORLD“ war bereits im Vorfeld mit Negativschlagzeilen aufgefallen. Zimbabwes Kandidat verzichtete auf die Teilnahme aus Angst um seine Mutter und auch der äthiopische Teilnehmer hatte familiäre Probleme. Er wurde von seinem Vater verstoßen, als dieser von seiner Teilnahme erfuhr. Ebenfalls Honk Kong schickte keinen Teilnehmer ins Rennen. Die Absage wurde mit „Angst vor der Staatsmacht“ den Juroren mitgeteilt.

Dass die Wahl im südafrikanischen Johannesburg stattfand war beabsichtigt. Denn in vielen Ländern des Kontinents steht Homosexualität unter Strafe oder wird von der Gesellschaft mit Ausgrenzung ‚bestraft’. Die Rechte von Homosexuellen sind weltweit stark unterschiedlich. Die Veranstalter meldeten, dass die asiatischen Teilnehmer in der Unterzahl waren. Muslimische Staaten schickten erst gar keine Teilnehmer zur Wahl.

Ein „afrikanischer“ Lichtblick: Die Eltern des namibischen Teilnehmers brachten ihren Sohn zum Flughafen, wünschten den ersten Platz und verabschiedeten ihren feierlich.

(Bild: www.mrgayworld.org)

Podcast Folge 3: Interview mit Tatjana Taft

Am vergangenen Wochenende bot sich spontan die Gelegenheit, unsere Edel-Drag Tatjana Taft zu ihrem außergewöhnlichen Beruf zu befragen.

Wir sprechen darüber, wie man Drag Queen wird, warum auch dieser Job mehr ist als abends im Fummel durch die Szene zu streifen und welche Erfahrungen und Erlebnisse Tatjana in den vergangenen Jahren gemacht hat. Ein kurzer Streifzug in die Geschichte der “Damendarsteller” sowie häufige Missverständnisse und Verwechslungen zwischen Drag Queens und Damenwäscheträgern beendet unser Interview.

Viel Spaß beim Hören wünscht Euer GAYS.DE Team

Heterosexuelle Grüße von Cordula Drechlser

Volker Beck mit Tatjana Taft - ColognePride 2011

Volker Beck mit Tatjana Taft - ColognePride 2011

Wie die Leipziger Volkszeitung berichtete hat eine FDP-Ratsfrau den homosexuellen Politiker Volker Beck in einem Brief offen bedroht. Beck fordert Parteiausschluss, die FDP ist erbost über ihr ehemaliges Mitglied und distanziert sich von Cordula Drechsler, Stadträtin aus Bad Lausick, Sachsen.

In Ihrem Schreiben an Grünen-Politiker Beck betont die konservative Gemeinderätin: „[...] Leute wie sie Herr Beck braucht das deutsche Wählervolk beim besten Willen nicht.“ Auch greift Drechsler die Vorfälle in Russland auf. Mit Ihrer Wortwahl droht sie Beck regelrecht ein schweres Leben aufgrund seiner Homosexualität an.
Ihren verbalen Höhepunkt findet Drechsler allerding am Ende. Sie schließt mit „heterosexuellen Grüßen aus dem erzkonservativen Freistaat Sachsen“.

Beck reagierte umgehend und wandte sich an den Vorsitzenden der FDP, Herrn Dr. Philipp Rösler. In seinem Brief fordert er die Klärung der Anfeindung und die kompromisslose Entlassung von Frau Drechsler aus der Partei.

Die schriftliche Konversation zwischen Volker Beck und Dr. Rösler zum Nachlesen.

Die FDP Parteiführung reagierte umgehend und distanzierte sich ausdrücklich von Frau Cordula Drechsler. Laut eigenen Angaben ist diese seit 2010 nicht mehr Mitglied der Partei. Rechtliche Schritte gegen Frau Drechsler werden bereits vom Präsidenten des Bundesschiedsgerichts geprüft, wie die FDP mitteilte.

Stadionverbot für homophobe Ultras

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Schwulenfeindlichkeit im Fußball – Davon brauchen wir nicht wirklich berichten denn es gibt sie zur Genüge. „Schwule Sau“ und Co. sind allgegenwärtig in deutschen Stadien.

Den BVB hat es nun getroffen. Aufgrund von schwulenfeindlichen Äußerungen von Fans wurde die Borussia zu einer Geldstrafe verdonnert. (GAYS.DE berichtete)
Der Verein hat nun reagiert und ein Stadionverbot für die Ultras verhängt.

Mit dem Verbot zieht die Borussia Konsequenzen aus den beleidigenden und homophoben Transparenten im Stadion. Als Zeichen für einen toleranten Umgang – „[...]  und für ein deutliches Zeichen gegenüber Homophobie“ – wird mehreren Anhängern der Ultra-Fangruppierung der Zutritt für drei Jahre ins Stadion verweigert.

Nach Bekanntwerden des Urteils des DFB haben sich Vertreter der Borussia mit den Urhebern getroffen und deutlich gemacht, dass Schwulenfeindlichkeit und Hassanprangerungen nichts in der Dortmunder Arena zu suchen haben.

Mehr zum Thema Homophobie im Fußball findet Ihr in den GAYS.DE News.