In den Redaktionsräumen von FRONT herrscht momentan alles andere als eine ausgelassene Stimmung − bei dem Magazin für metrosexuelle und schwule Männer kriselt es gewaltig. Der Verlag L&E Media GmbH und Co. KG, in dem bis zu letzt das Hochglanzmagazin erschienen ist, hat Insolvenz angemeldet. Trotz der weitgehend positiven Entwicklung von FRONT, ist es den Machern nicht gelungen zahlungskräftige Investoren zu finden, um eine zweijährige Einführungsphase zu überstehen.
Seit Ersterscheinung im Oktober 2007, berichtet FRONT Monat für Monat über trendige Modefotografie und klassische Lifestyle-Themen. Anerkennung erhielt das Blatt unter anderem durch hochwertige Interviews mit Personen unserer Zeit. Im Gespräch mit Nationalspieler Philipp Lahm erörterte FRONT die Thematik von Homosexualität im deutschen Fußball und brachte sich − über die Zielgruppe hinaus − ins Gespräch.
Einfach das Handtuch werfen? − Von Seiten der Medienmacher ertönt ein deutliches NEIN! Sie suchen bereits eifrig nach einer Lösung, um eine Zukunft der Zeitschrift doch noch sicherzustellen. Eins ist allerdings klar, FRONT wird inhaltlich am bisherigen Konzept festhalten und sich nicht in ein „Schmuddel-Blatt” entwickeln.

Ich bin als Abokunde vom Insolvenzantrag des Magazins betroffen. Meine Meinung ist ganz klar: Wenn man nicht über das wirtschaftliche Grundverständnis verfügt, eine monatliches Magazin zu publizieren, sollte man die Finger davon lassen.
Eine Entwicklung wie bei der FRONT passiert nicht plötzlich – sie ist absehbar und es ist besonders ärgerlich, wenn Kunden für die Unfähigkeit der Macher zahlen müssen.