Dicke Luft an der FRONT

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FRONT Dezember 2008

In den Redaktionsräumen von FRONT herrscht momentan alles andere als eine ausgelassene Stimmung − bei dem Magazin für metrosexuelle und schwule Männer kriselt es gewaltig. Der Verlag L&E Media GmbH und Co. KG, in dem bis zu letzt das Hochglanzmagazin erschienen ist, hat Insolvenz angemeldet. Trotz der weitgehend positiven Entwicklung von FRONT, ist es den Machern nicht gelungen zahlungskräftige Investoren zu finden, um eine zweijährige Einführungsphase zu überstehen.

Seit Ersterscheinung im Oktober 2007, berichtet FRONT Monat für Monat über trendige Modefotografie und klassische Lifestyle-Themen. Anerkennung erhielt das Blatt unter anderem durch hochwertige Interviews mit Personen unserer Zeit. Im Gespräch mit Nationalspieler Philipp Lahm erörterte FRONT die Thematik von Homosexualität im deutschen Fußball und brachte sich − über  die Zielgruppe hinaus − ins Gespräch.

Einfach das Handtuch werfen? − Von Seiten der Medienmacher ertönt ein deutliches NEIN! Sie suchen bereits eifrig nach einer Lösung, um eine Zukunft der Zeitschrift doch noch sicherzustellen. Eins ist allerdings klar, FRONT wird inhaltlich am bisherigen Konzept festhalten und sich nicht in ein „Schmuddel-Blatt” entwickeln.

Kommentare

  1. Michael meint:

    Ich bin als Abokunde vom Insolvenzantrag des Magazins betroffen. Meine Meinung ist ganz klar: Wenn man nicht über das wirtschaftliche Grundverständnis verfügt, eine monatliches Magazin zu publizieren, sollte man die Finger davon lassen.
    Eine Entwicklung wie bei der FRONT passiert nicht plötzlich – sie ist absehbar und es ist besonders ärgerlich, wenn Kunden für die Unfähigkeit der Macher zahlen müssen.

Trackbacks/ Pingbacks

  1. [...] Entgegen dem Trend blickt der Berliner Verlag Bruno Gmünder in die Zukunft. Bereits in diesem Jahr möchte das Unternehmen expandieren. Der Erfolg vom schwulen Magazin „Männer” soll weiter ausgebaut werden. Das bereits  seit 1987 existierende Hochglanzmagazin für schwule Männer und Lifestyle-Anhänger, erscheint regelmäßig und soll nach Angaben der Medienmacher einen kleinen Bruder erhalten. Mit „Männer+” sollen viermal im Jahr HIV-Positive und mit Aids erkrankte Männer angesprochen werden. Zudem soll das neue Magazin Ärzte, die Wissenschaft, HIV-Infizierte und andere Interessengruppen zusammenführen und eine Art Forum für alle Beteiligten schaffen. [...]

  2. [...] mittlerweile einen Umfang von bis zu 150 Seiten. Die Erfolgsgeschichte des Magazins hält − trotz Flauten bei der Konkurrenz − weiter an. Die qualitativ hohe Berichterstattung einer unabhängigen Redaktion und eine mehr [...]

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