Von verschwitzten Männerkörpern und wenn das Ding drin ist …

Schwuler Fußball?

Homosexualität und Fußball?!

Das Interesse scheint die Überschrift bereits geweckt zu haben, aber lassen wir die (mit Sicherheit) ausgelösten Wünsche und Sehnsüchte einmal offen. Sicher, es geht um Fußball − genauer noch um Homosexualität im deutschen Fußball − aber lest selbst:

Immer noch ein Tabu-Thema, immer noch scheinen die Spieler und Funktionäre
nicht darüber reden, geschweige denn nachdenken zu wollen.
Homosexualität im Fußball − weltweit schweigt man bei diesem Thema.
Es möchte sich keiner outen, die Angst vor der öffentlichen Meinung scheint zu groß. Angst vor Diskriminierung und Abgrenzung. Erinnerungen an Marcus Urban werden wach.
Der ehemalige Mittelfeldspieler hatte das Versteckspiel satt, aber sein Coming-out war alles andere als karrierefördernd.

Wann wird sich der erste Bundesliga-Profi outen? Mit Sicherheit gibt es einen, wenn nicht sogar zwei, drei oder viele… Der DFB steht in jedem Fall hinter seinen Sportlern und sichert Unterstützung und „Rückendeckung” zu. Aktionen zu Länderspielen der Nationalelf sind bereits in Planung. Auch bei der Frauenfußball-WM 2011 sollen zahlreiche Aktionen stattfinden, die die derzeitig existierende Homophobie abbauen sollen. Ein Outing im deutschen Fußball − vielleicht die Geburtsstunde einer neuen Kultfigur für Homosexuelle. Ein schwuler Fußballer, der Star für die homosexuelle Fangemeinde. In jedem Fall würden sich die Medien und Werbeträger um diese Person reißen.

Die DSF-Dokumentation „Das große Tabu − Homosexualität im Fußball” ist die bisher umfangreichste Produktion zum Thema. Der Ex-DDR-Fußballer Marcus Urban ist die Leitfigur der Dokumentation. Entgegen seiner Trainer und mit Ausblick auf eine erfolgreiche Karriere, entschied sich der damals 20-Jährige gegen diese und stand zu sich und seiner Homosexualität. Ein beeindruckendes Werk von Aljoscha Pause, der dafür vom Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) den Felix-Rexhausen-Preis 2008 erhielt.

Veranstaltungstipp:
„Das große Tabu – Homosexualität im Fußball”
Zusehen ist die DSF-Doku am 17. Februar in der Uni Mainz. Ab 20:00 Uhr kann im Hörsaal N3 ein spannendes Filmwerk bestaunt werden. Im Anschluss daran findet eine Diskussionsrunde mit Vertreten des deutschen Prof-Fußballs statt. Unter anderem werden DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Christoph Daum (Köln) anwesend sein.

Foto: Jutta Rotter/PIXELIO

Kommentare

  1. fabianus meint:

    Ein Thema wie man es nicht besser formulieren kann !
    Sport , MÄNNER , Kultfigur des Sports -der Fussballer !
    Ein Sportler , noch Profi dazu – Schwul -das gibt es nicht noch diese letzte grosse Institution angreifen ?
    Sport ist Männersache ! Schwule , Homosexuelle sind das Männer ,?
    Ja . leider gibt es da genügend Männer , die leider nicht den vollkommenen Vorstellungen des Präsidiums entsprechen , weil diese zu gut sind und vollen Einsatz auch als Schwule zeigen !
    Doch die Zeit wird auch dort nicht still stehen , weil wenn einmal angesprochen , GOTT-SEI-DANK – lässt man da auch nicht mehr locker!
    Nur eines sage ich persönlich auch dazu, die , die Betroffen sind , sollen ,können und dürfen nicht einfach “angegriffen” werden , weil jeder soll und darf das Recht haben, sich selbst vor der Öffentlichkeit zu outen !
    Fabianus

  2. grauer meint:

    eigentlich hat man die ganze problematik der “lieben kirche” zu verdanken vorm christentum gab es keine probleme mit homosexualität erst die kirche machte frond dagegen obwohl gerade sie reichlich in ihren reihen hat . was für uns nicht schlimm ist aber umso schlimmer für sie denn sie verstossen permanent gegen das verbot DU SOLLST NICHT LÜGEN arme schweine!!!!!!! grauer

  3. fußballfan meint:

    schwule haben ncihts im fußball zu suchen!!!

  4. G.kickt meint:

    lieber fußballfan…

    schwule sind schon “im fußball”, um es mal bei deiner wortwahl zu belassen ^^

    schwul-sein ist keine krankheit und keine einschränkung!!! die spieler, die du als fußballfan so anhimmelst, von deren gala-dribblings, traumflanken und genialen freistößen du nachts träumst, sind nicht plötzlich schwul, wenn sie es in einem interview zugeben würden, sie waren es schon wärend sie das fallrückzieher-tor geschossen oder den ball mit den fingerspitzen aus dem dreiangel gerettet haben!!!

    wenn schwule auf demselben niveau fußballspielen wie die heteros, “die starken männer”, dann LASST SIE DOCH !!! darauf kommt es doch an!

    es geht darum, was sie auf dem platz zeigen und nicht, mit wem sie am abend händchen halten, wer sie unter der bettdecke wärmt oder wer ihnen vor dem weg zum training einen abschiedskuss gibt!

    es müsste eine aktion der UEFA geben, die den titel hätte:

    “du bist, was du bist”

    DU bist fußballer, DU bist ein idol, DU bist schwul !!!

    ICH bin fußballfan, ICH verehre dich, ICH bin tolerant !!!

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