25
Feb

Mit zum Teil drastischen Bildern möchte das Anti-Gewalt Projekt MANEO aus Berlin weiterhin zum Nachdenken und zur Diskussion anregen. Prellungen, tiefe Schnittwunden, Knochenbrüche, blaugehauene Körper − Ergebnisse schwuler Gewalttaten in unserer angeblich so ‚zivilisierten‘ Gesellschaft.
Doch die „ZEUGNISSE SCHWULENFEINDLICHER GEWALT” lassen sich nicht leugnen.

In der durch Deutschland tourenden Wanderausstellung, zeigen die Initiatoren ein Abbild der Wirklichkeit und entführen die Besucher in die Realität. Die Bilder dokumentieren die Auswirkungen, der in Deutschland immer noch existierenden schwulenfeindlichen Gewalt. „Wir erleben, dass oftmals Menschen ungläubig vor den Bildern stehen. Für viele ist es unfassbar, dass es Gewalt gegen Homosexuelle heute noch immer gibt.”, erklärt MANEO-Projektleiter Bastian Finke.

Die Öffentlichkeit weiß fast nichts über die andauernde homophobe Gewalt in der Bundesrepublik. Die Medien berichten nicht darüber oder verschweigen oftmals den eigentlichen Tathintergrund. Angaben der Polizeidirektion Berlin zufolge, werden die wenigsten Straftaten und Übergriffe mit schwulenfeindlichem Hintergrund überhaupt zur Anzeige gebracht. Grund genug für die MANEO-Gruppe weiter zu machen und neue Ausstellungsräume und Interessenten zu suchen.

Ab Mittwoch, 4. März 2009 ist die aktuelle Ausstellung im Münchner Sub − Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. zu sehen. In der bayrischen Landeshauptstadt wurden im Jahr 2008 insgesamt 75 Fälle schwulenfeindlicher Angriffe verzeichnet. In nahezu 75 Prozent der antihomosexuellen Gewalttaten wurden Schwule öffentlich bedroht und beleidigt. Fast jeder zweite Überfall endete mit körperlichen Angriffen, nicht selten ohne schwere Verletzungen. (Bild: MANEO Berlin)

Kategorie : Events / Sonstiges

3 Kommentare zu “Gewalt gegen Schwule immer noch Thema”


fabianus 1. März 2009

Hat einer gesagt das wir und andere Gruppen frei von Gewalt und Unannehmlichkeiten von anderen Gewalttaten bis zur Diskriminierung sind !
Keiner , wer dies leugnet oder verharmlost , macht sich selber was vor , jedoch wurde auch viel erreicht und das wichtigste gesetzlich geregelt , um sich gegen Schwulenfeindlicher Attacken zu erwehren !
KeineVerharmlosung , aber dann auch innerhalb der Menschen , die sich schwul nennen , und manchmal sich so benehmen und versuchen sich zu profilieren , das man sagt , HALLO ist das noch normal !
Es wird immer ständig einen Kampf geben und man muss wachsam sein und aufpassen , das diskriminierende Gruppen , oder anderst denkende von der Masse abhebend , geschützt und besondere Fürsorge brauchen !
Hierbei kommt es aber auch darauf an , wie diese Gruppen untereinander mit sich umspringen , und das allerwichtigste , sich der Öffentlichkeit präsentieren !
Der Staat ist gefragt und die Zivilcourage , wobei natürlich ein MITEINANDER UND FÜREINANDER der Bestandteil des Erfolges nur sein kann !
Es gibt viel zu tun , und jeder ist gefragt , wie er sich in der Gesellschaft einbringt und das Recht mit bestimmt durch Rat und Tat und seinem Engagement im Bereich dessen wo er lebt und seine Würde als dessen was er vertritt einsetzt !