Lambda Istanbul braucht Unterstützung!
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung setzt sich aktiv für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender ein. Nach den Ereignissen der letzten Woche, ist die Organisation weiterhin tief besorgt über die Situation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender in der Türkei. Human Rights Watch zufolge, wurde Ebru Soykan, eine bekannte Transgender-Aktivistin und Menschenrechtsverteidigerin am 10. März in Istanbul ermordet.
Ebru Soykan war Mitglied der Partnerorganisation Lambda Istanbul, deren Verbot erst Ende 2008 vom Obersten Gerichtshof in Ankara aufgehoben wurde. Erst im Juli 2008 war in Istanbul der Student Ahmet Yildiz erschossen worden. Auch er hatte sich bei Lambda Istanbul engagiert. Die türkischen Behörden haben sich in beiden Mordfällen trotz wiederholter Morddrohungen nicht ausreichend um den Schutz von Ahmet Yildiz und Ebru Soykan gekümmert.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat sich bereits vergangene Woche an den Botschafter der Türkei, Herrn Ali Ahmet Acet, gewandt und die Intensivierung der Aufklärungsbemühungen in beiden Mordfällen gefordert. Hassverbrechen an Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender muss entschieden entgegengetreten werden. Der Botschafter wird in dem Brief aufgefordert, sich bei der Regierung dafür einzusetzen, dass türkische Behörden die Sicherheit von homosexuellen Menschenrechtsverteidigern garantieren.
In 85 Staaten wird Homosexualität heute noch strafrechtlich verfolgt, in einigen Ländern der islamischen Welt sogar mit der Todesstrafe geahndet. Vielerorts sind staatliche Behörden an der Unterdrückung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender beteiligt, verweigern ihnen jeglichen Schutz vor Anfeindungen und Gewalt. Auch in Europa schlägt Homosexuellen mitunter noch Hass entgegen. Die Behörden einiger Staaten versuchen, sie in die gesellschaftliche Unsichtbarkeit zu zwingen und ihnen das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit wie auf freie Entfaltung der Persönlichkeit abzusprechen.
Die Hirschfeld-Eddy-Stiftung hat es sich zum Ziel gemacht, die Achtung der Menschenrechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender voranzubringen, international Menschenrechtsarbeit zu unterstützen, Menschenrechtsverteidigern aktiv zu helfen sowie Aufklärung und den Abbau von Vorurteilen zu fördern. Gegründet wurde die Hirschfeld-Eddi-Stiftung aus einer Idee des Lesben- und Schwulenverbandes im Juni 2007. Bis heute wird die Stiftungsarbeit organisatorisch vom LSVD unterstützt.
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