Bewusst provokant: Plakatkampagne gegen Homophobie

Anlässlich des bevorstehenden Christopher Street Day in Leipzig, haben sich die Organisatoren und Studenten der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) etwas einfallen lassen. Mit einer bewusst provokanten Plakatkampagne möchte man auf die immer wieder vorherrschende Intoleranz der Gesellschaft reagieren. Gemeinsam soll auf die alltägliche Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender aufmerksam gemacht werden – Gemeinsam sollen die Menschen zum Nach- und vor allem Umdenken angeregt und ermuntert werden.

„Wir hoffen, dass über unsere Plakatkampagne Vorurteile abgebaut werden und gleichzeitig zivilcouragiertes Verhalten zur Verhinderung von Übergriffen und Diskriminierung gefördert wird.”, so Prof. Markus Dreßen. Unter seiner Leitung wurden sechs verschiedene Motive gestaltet, die den Betrachter mit gekonnten Fragen zum kurzzeitigen Nachdenken anregen. Dann entdeckt eben dieser aber auch schon „das Kleingedruckte” – Jetzt denkt er wirklich darüber nach, was er gerade gelesen hat. Mission erfüllt!

Kommentare

  1. huaterle meint:

    hallo,

    ich finde die plakataktion absolut klasse.
    eine sehr gute idee die da umgesetzt wurde in leibzig.
    es bleibt nur zu hoffen dass diese plakate ihren zweck erfüllen und auch wirklich zum nachdenken bei den betrachtern/innen anregen.

    gruss,

    huaterle

  2. Peter meint:

    Absolute Klasse!! Großes Lob für diese Aktion.

    Soetwas ist längst überfällig in unserer Gesellschaft, welche sich doch so modern und erhaben zeigt. Vor allem dem Ausland gegenüber.

  3. Benson meint:

    Bitte mehr davon…
    Die Aktion sollte nicht nur der Leipziger Öffentlichkeit erreichen. Finde es gut, denn endlich werden auch die konservativen Heten angesprochen. Denn eigentlich bleibt doch jezt die Frage offen: “Was macht eigentlich mein jahrelanger Bekannter so? Kennen wir uns denn wirklich?”

    JA auch Heteros haben etwas an sich, was man erst auf den zweiten Blick entdeckt….

    Gute Aktion….

  4. hengstformemuc meint:

    Hallo,

    die Aktion ist gut, auch wenn ich glaube, sie nützt nicht viel.

    Es kommt hin, dass bestimmte Gruppen diskriminiert werden, aber genau diese Gruppen diskriminieren selbst. Besitzen eine Toleranz des Wegsehens, Weglaufens, Verachtens.
    Kann mann jedesmal erleben, wenn man in die Szene geht.
    Gesprochen wird untereinander nur, wenn der Personalausweis das verspricht, was ich möchte, das Label den Wert nachweist, den ich mir vorstelle, wenn die cm dem entsprechen was ich möchte, wenn auch nur der Grund dafür ist, dass ich selbst vor lauter Oberflächlichkeit nur noch die Situation nutze, aber den Menschen nicht geniesse.
    Verantwortung unter Schwulen ? In München greift Bareback immer weiter um sich, dabei wird aus Eigennutz nicht einmal mehr eine Absprache getroffen, ob der andere überhaupt ohne Gummi möchte.
    Behinderte werden gemieden, sie entsprechen ja nicht der “Fashion”.
    Meine Meinung ist, wer Toleranz und ‘Respekt erwartet, sollte die auch selbst bieten.
    Wenn ich erwarte, dass die Welt bunt sein darf, muss ich auch lernen, mit den Farben verantwortungsvoll umzugehen.

    CSD werden auch nur noch genutzt, um Spass zu bringen ( sogenannte High-Heels-Rennen) und weil sie ein wirtschaftlicher Faktor sind, aber weniger, um den intoleranten zu zeigen, auch wird nicht ein normaler Teil der Gesellschaft, der sich nicht nur unterscheidet.
    In München wird in Parks gejagt, aber taucht die Polizei auf, rennt mann weg, damit ja keine Personalien erfasst werden können. Auswirkung “viele Polizisten sind der Meinung, keinen Respekt haben zu müssen”.

    Solange die betroffenen Gruppen nicht echtes faires Selbstbewusstsein zeigen, wird auch keine Plakataktion helfen. Haben wollen, solange andere dafür den Kopf hinhalten, wird nie stabile Werte schaffen. Wohin scheinbare Toleranz führt, war deutlich unter Hitler zu sehen. Auch Juden wurden einmal toleriert, als man sie brauchte. Und wohin hat es geführt, als man die Meinung vertrat, sie seien nicht mehr notwendig ?
    Ich will hier keine Diskussion über Hitler anstosssen, eher überdie Frage “Toleranz ohne Akzeptanz?”.
    Ich selbst toleriere Mensche, die ich auch akzeptiere.Für mich taucht keine Frage auf, was was sie sind oder tun, solange sie nicht der Meinung sind, ein Nein von meiner Seite hätte keinen Wert. Solange meine Intimsphäre gewahrt bleibt und niemand an Leib oder Leben verletzt, darf jeder das sein und machen, was ihm gefällt.
    Trotzdem wünsche ich der Aktion viel Erfolg.

    lg

  5. Micha meint:

    “Ich wüßte von Herrn Professor Markus Dreßen gern, ob die Plakate, entsprechend geändert, auch für andere CSD`s und ähnliche Veranstaltungen, einschlägiger Organisationen, verwendet werden dürfen!”

Ihre Meinung ist uns wichtig

*