USA: Homo-Ehe als unterschätzter Wirtschaftsfaktor

Das Aufgebot bestellen, die Wahl der richtigen Trauringe, die mehrstöckige Hochzeitstorte − alles Symbole und Bestandteile des womöglich schönsten Tag des Jahres: Der eigenen Hochzeit.
Auch immer mehr Schwule und Lesben kommen in den Genuss und zelebrieren ihren gemeinsamen Tag im großen Stil.

Allein im US-Bundesstaat Massachusetts haben bisher 37 Prozent der gleichgeschlechtlichen Paare ihren Bund fürs Leben geschlossen. Das entspricht etwas mehr als 12.000 neu geschlossenen Homo-Ehen. Eine Studie der Universität Massachusetts in Amherst, unter Leitung von Wirtschafts-Professorin Lee Badget, untersucht derzeit die Wirtschaftlichkeit der Homo-Ehe. Schon jetzt sind interessante Ergebnisse bekannt geworden.

Bis zu 20.000 US-Dollar für den schönsten Tag

In Sachen Hochzeitsvorbereitung, Durchführung und Erinnerung, unterscheiden sich homosexuelle Paare wohl kaum von ihren heterosexuellen Mitstreitern. Geld wird reichlich ausgegeben und für den schönsten Tag im Leben zweier sich Liebenden, scheint Geld eher nebensächlich zu sein.
In den letzten fünf Jahren − seit der offiziellen Einführung der Homo-Ehe − konnte die Massachusetter  Wirtschaft einen Gesamtumsatz von mehr als 100.000 Millionen US-Dollar verzeichnen. Badget gab weiterhin bekannt, dass homosexuelle Paare im Durschnitt zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar für ihre eigene Hochzeit einplanen. Geld spielt eben keine Rolle − Hauptsache Einladungen, Hotelzimmer  und Champagner  sind qualitativ für den Tag der Tage perfekt aufeinander abgestimmt.

Die gleichgeschlechtliche Ehe ist gewollt!!!

Gerade bei homosexuellen Paaren ist der Wunsch nach der Eheschließung groß, erzählt Budget in einem Interview. Interessant findet sie auch die zahlreichen Aufgebote, die aus den Nachbar-Bundesstaaten bestellt werden. Viele Paare kommen zur Eheschließung nach Massachusetts und verbringen gleich mehrere Tage mit Freunden und Verwanden in einem Hotel − gutes Omen für die Wirtschaft vor Ort, die Umsatzzahlen stiegen. Mittlerweile haben wohl auch viele Gegner der Homo-Ehe erkannt, dass Toleranz und Akzeptanz angebracht ist. Gerade in schwierigen Zeiten, können sich viele Gewerbetreibende nicht immer aussuchen, welchen Kundenstamm sie lieber betreuen würden. In Massachusetts wurde aus der „wirtschaftlichen Not” allerdings mehr gewonnen als nur neue Kundengruppen − Die bisher bestehenden Vorurteile gegenüber Schwulen und Lesben konnten vielerorts bereits deutlich abgebaut werden. Die Akzeptanz gegenüber gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften nimmt innerhalb der Massachusetter Bevölkerung stetig zu, wie die Studie ebenfalls belegt. Gleichgeschlechtliche Ehen sind also nicht nur von Mann und Mann sowie Frau und Frau gewollt − sie tragen zudem dazu bei, dass das Ansehen von Homosexuellen innerhalb der Gesellschaft bestärkt wird.

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Kommentare

  1. SamureiALEX meint:

    mhhh interessant, interessant….

    dann muss ich jetzt wohl mal Geld ausgeben gehen, damit ich auch hier in Deu dazu beitrage, und das obwohl ich unverheiratet bin…

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