Unterstützung für Homosexuelle aus der Mongolei

In einem aktuellen Aufruf bittet die Hirschfeld-Eddy-Stiftung um die Mithilfe aller in der westlichen Welt lebenden Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender.
Hintergrund der heute gestarteten Aktion ist, dass es Homosexuellen in der Mongolei derzeit nicht möglich ist, offen „anders” zu leben als die Mehrheit der Bevölkerung. Einvernehmliche homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen sind in dem Staat Ost- und Zentralasiens zwar nicht strafbar, dennoch haben Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung derzeit weder Rechte, noch können sie sich sozial absichern.

Die Diskriminierung und Verfolgung von sich gleichgeschlechtlich Liebenden, gehört in der Mongolei zum alltäglichen Leben dazu. Das 2007 ins Leben gerufene „Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Centre” in Ulan Bator setzt sich aktiv für einen sozialen, rechtlichen und institutionellen Wandel im Land ein. Die erste Organisation, die nicht von der Regierung unterstütz wird, hat seit ihrer Gründung mit der Machtwillkür eben dieser zu kämpfen. Bis heute ist die LSBT-Organisation nicht offiziell anerkannt. Eine Begründung für die Verweigerung der amtlichen Anerkennung ist, dass der Name „Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Centre” eine Bedeutung innehat, die den Bräuchen und Traditionen der Mongolei wiederspreche. Zudem äußerte das Justizministerium bedenken, dass Jugendlichen eine falsche Vorbildfunktion vermittelt werden könne.
Leitbild und Zielsetzung des „Lesbian, Gay, Bisexual and Transgender Centre” zielen jedoch lediglich auf den Schutz sowie die Förderung der Menschenrechte sexueller Minderheiten ab. Zudem bieten die meist ehrenamtlichen Mitarbeiter Informationen und Aufklärungsarbeit innerhalbe der mongolischen Gesellschaft an und beantworten Fragen zur eigenen sexuellen Identität und Orientierung.

„Wir möchten alle, denen Menschenrechte und Anerkennung der LSBT-Community am Herzen liegen, bitten, uns zu unterstützen. Wir möchten endlich eine offizielle Anerkennung erwirken, wie es internationale Menschenrechtsstandards festlegen.”, so ein Sprecher der Organisation.

Wer sich dieser Aktion der Hirschfeld-Eddy-Stiftung anschließen möchte, findet hier einen vorgefertigten Musterbrief, adressiert an den Justizminister der Mongolei sowie an den Vorsitzenden der nationalen Menschenrechtskommission, der unterzeichnet und per Fax abgeschickt werden kann: Zum Musterbrief.

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