Sowohl die CSU-Landesgruppe im deutschen Bundestag unter Vorsitz von Hartmut Koschyk, als auch die katholische Kirche sprechen sich öffentlich gegen eine Diskussion zu Homo-Adoptionen aus. Obwohl die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries vorgelegte Studie belegt, dass Kinder bei homosexuellen Elternteilen nicht im Geringsten benachteiligt sind (GAYS.DE berichtete), sind Koalitionspartner und katholische Kirche gegen Zypries Vorstoß. Vor allem die Union zeigt sich von den wissenschaftlich bestätigten Ergebnissen unbeeindruckt. Sie hält weiterhin an ihrem starren Weltbild fest und wirft Zypries vor, die bevorstehenden Wahlen so in eine Richtung drängen zu wollen.
Hartmut Koschyk äußerte sich gegenüber dem „Kölner-Anzeiger“: „Ich glaube, dass es für Kinder besser ist, wenn sie bei Mann und Frau aufwachsen!” – Alles eingefahrenen Verhaltensmuster oder Intoleranz einem sich wandelnden Gesellschaftsbild gegenüber? Koschyk wollte sich nicht äußern, diskriminieren wolle er jedoch nicht, teilte er mit.
„Kinder gehören zu Mutter und Vater”
Auch von Seiten der katholischen Kirche musste Zypries ein Veto entgegennehmen. Die von ihr angedachte Ausweitung des Adoptionsrechts für Homosexuelle wird aufs schärfste kritisiert. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sieht die vorgestellte Studie als falschen Umkehrschluss, die bestehenden Regelungen zu verändern. „In der ganzen Menschheitsgeschichte und in allen Kulturen ist es unbestritten, dass die Kinder zu Mutter und Vater gehören.”, so Schick. Der hohe Kirchenbeamte möchte jedoch – wie anscheinend jeder, der dann doch Kritik äußert – Schwule und Lesben in keinster Weise diskriminieren. Auch ihm geht es lediglich um das Beste für die Kinder!
Anmerkung der Redaktion:
Diskriminierung. NEIN! Das Beste für die Kinder: JA! In dem dieser Gedanke – auch nur in Ansätzen – einen Ursprung in den Köpfen der Kritiker findet, so wird offensichtlich diskriminiert. Betrachtet man die Situation alleinerziehender Mütter und Väter – so fehlt ein Elternteil. Also auch kein „heile Familie” , die für das Wohl des Kindes sorgt. Oftmals haben Alleinerziehende wenig Zeit, sich intensiv mit ihren Kindern zu beschäftigen. Sie verbringen den Großteil des Tages in entsprechenden Einrichtungen, da die Lebenshaltungskosten erst einmal erwirtschaftet werden müssen. Was ist also dagegen einzuwenden, wenn sich gleichgeschlechtliche Paare um das Kindeswohl kümmern. Elternzeit nehmen, für das Kind da sind. Der Sprössling erfährt Geborgenheit, Zuneigung, Wertschätzung – wichtige Bestandteile für eine ganzheitliche Entwicklung.
Welche Argumente findet ihr für/gegen Kinder in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften?