Beleidigungen, Pöbeleien und Gewalt gehören zum Alltag vieler Lesben und Schwuler weltweit. Täglich kommt es zu neuen Zwischenfällen – täglich werden Homosexuelle auf offener Straße Opfer verbaler oder körperlicher Gewalt. Paul Harfleet war selbst einmal das Opfer – an einem Tag wurde er in gleich mehrere Übergriffe verwickelt. Grund genug für ihn, mit seinem Künstlerdasein ein Zeichen zu setzen: „The Pansy Project”.
Erinnerung auf Zeit
Harfleet setzt seit mittlerweile 5 Jahren Zeichen – nicht nur in den Metropolen der Welt sind seine Stiefmütterchen zu Hause. Überall auf der Welt stehen einsame kleine Pflänzchen und erinnern an Übergriffe auf Lesben und Schwule. Einzeln gepflanzt, einzeln fotografiert – so präsentiert Harfleet seine „Mahn-Blümchen” auf seiner Website und in seiner facebook-Gruppe. Das als Kunstprojekt geplante Vorhaben, breitet sich mittlerweile über den gesamten Globus aus. Immer mehr „Mit-Künstler” beteiligen sich an der Aktion, immer mehr Bilder werden online gestellt – immer mehr Schauplätze homophober Gewalt werden sichtbar: Alles vergänglich – wie vielleicht auch bald homophobe Gewalt vergeht.
Erstaunt ist Harrfleet über die Reaktionen von Pasanten. Vor allem Heterosexuelle sind immer wieder erstaunt, wieso Homosexuelle von anderen nicht toleriert werden. Genau der andere Teil ist aber ebenso für die homophoben Übergriffe verantwortlich.
Wer sich an der Aktion von Harfleet beteiligen möchte, ist aufgefordert, ein Stiefmütterchen an einem Ort des Geschehens zu pflanzen, es zu fotografieren und Paul Harfleet zukommen zu lassen.