Nationalspieler wollen sich nicht outen!

Mit Pauken und Trompeten hatte der schwedische Sportverband AIK seine Teilnahme an der Stockholm-Pride angekündigt. Doch es blieb ruhig um die im Vorfeld so große Aktion – Nationalspieler sollten an der Parade teilnehmen und so ihr öffentliches Outing wagen, zum anderen aber auch für Toleranz von Homosexualität im Sport werben.

Zeichen setzen

Zum ersten Mal in der 110-Jährigen Vereinsgeschichte des AIK, haben die Verantwortlichen den schwedischen Sportverband an der schwul-lesbischen Parade angemeldet. Für mehr Toleranz, Verständnis und vor allem für Menschenrechte, wollte man auf die Straße gehen und ein Zeichen setzen. Dies ist den Vereinsmitgliedern auch gelungen, ihr eigentlichen Plan: Homosexuelle Sportler zur Teilnahme zu bewegen, der hat nicht funktioniert. Der Rest war allerdings mehr als Medienwirksam.

Kein einziger schwuler Fußballer nahm an der Parade teil – verständlich wenn man bedenkt welch mediales Interesse an seiner Person an diesem Tag bestanden hätte.
Dennoch waren mehr als 35.000 Teilnehmer an der Parade beteiligt und machten den Zug zu einem einmaligen und bunten Erlebnis mit politischer Botschaft.

Auch in Schweden ist es also nicht zu vereinen Fußball und Schwule Männer. Viele Fans haben schon Wochen vor der Parade in diversen Internetforen über die angekündigte Teilnahme diskutiert. Ergebnis: Fußball und schwul sein – das passt nicht zusammen.

Kommentare

  1. Lust meint:

    es ist eigentlich nur noch lustig, wenns nicht so traurig wäre. Warum ist gerade Fußball und hier speziell die Fußballer so verbohrt, dass nicht sein kann, was nicht sein darf… würden wohl aus allen Wolken fallen, wenn auf einmal der Star des Teams mit seinem Freund zur Meisterfeier kommen würde! :-(

Trackbacks/ Pingbacks

  1. [...] Trainer und Experten sind bereit sich für ihre schwulen Spieler einzusetzen, doch ein offizielles Outing gab es bislang noch [...]

Ihre Meinung ist uns wichtig

*