Die Welt der sozialen Netzwerke schläft nicht! Immer mehr Menschen – egal ob homo- oder heterosexuell – bewegen sich in sogenannten Communitys und geben nicht selten interessante Details von ihrem Privatleben preis. Nicht nur die Angaben im eigenen Profil, die eingestellten Urlaubsbilder und Mitgliedschaften in diversen Gruppen verraten so einiges über die Person. Auch die Freundesliste kann Aufschluss darüber geben, welche sozialen Kontakte man pflegt oder welche sexuelle Orientierung der Profilinhaber auslebt. Unser virtuelles Auftreten wird immer dichter im „Netzwerk“ verflochten.
„Gaydar“ heißt ein aktuelles Forschungsprojekt von Carter Jernigan und Behram Mistree, das sich mit der sexuellen Orientierung eines Profilinhabers befasst. Die MIT-Studenten haben eine Software entwickelt, die es ermöglicht, die Freundesliste eines Profils zu analysieren – mit dem Ergebnis: Homo oder Hete. Dabei hinterfragt das Programm drei Profilinformationen, die gegeneinander abgewogen werden: Geschlecht, Freunde und ‚interessiert an‘. Aufgrund der erhobenen Informationen können die Personen sozusagen als schwul geoutet werden, auch wenn diese Information nicht im Profil hinterlegt ist.
Wie es funktioniert? Das Programm durchforstet die Profilangaben und schlussfolgert: Wer viele schwule Kontakte gespeichert hat, ist homosexuell. Was allerdings nicht einwandfrei funktioniert, ist die Abfrage nach Bisexualität oder Lesben.
Stellt sich nur die Frage, ob die Software jetzt auch einen sinnvollen Zweck erfüllt. Dass in der Welt der sozialen Netzwerke jeder für sich selbst verantwortlich ist, dürfte jedem bekannt sein. Denn was wir von uns preisgeben, ist schließlich immer noch uns überlassen. Und wenn ich mich eindeutig zu einer Gruppe, einer Person oder einer sexuellen Neigung bekenne, dann sollte ich selbst keine Probleme damit haben, zu dieser Profilangabe auch zu stehen. Zumindest darf ich mich nicht wundern, das mein Kollege oder Kommilitone vielleicht mehr über mich weiß, als mir lieb ist…
Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
Schuldigung, aber was für ein Schwachsinn ist das denn bitte schön?!
Als wenn meine Freunde Aufschluss über meine sexuellen Vorlieben geben könnten….
Naja vielelicht bin ich jetzt hetero, weil ich beruflich mehr Heten kenne als Homos. Dann weiß ich auch warum ich immer noch single bin – so ein mist!!!