Das WM-Qualifikationsspiel gegen Finnland ist heute Abend nicht mehr entscheidend für die Teilnahme der Deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2010 – Qualifiziert sind unsere Jungs bereits. Grund genug für den DFB und dem Verband der schwul-lesbischen Fanclubs „Queer Football Fanclubs“ (QFF), einen ersten gemeinsamen Schritt im Kampf gegen Homophobie im Fußball zu unternehmen. Ab 18.00 Uhr wird in Hamburg unter dem Motto. „Gegen Homophobie im Fußball“ gekickt und für mehr Toleranz geworben.
Hintergrund der Aktion ist die im Fußball bestehende Intoleranz gegenüber dem Thema Homosexualität. Besonders unter den Fans kommt es immer wieder zu homophoben Äußerungen. Verpatzt ein Spieler die Torchance, wird er als „Schwuchtel“ beschimpft. Situationen auf dem Rasen werden häufig mit schwulenfeindlichen Begriffen und Parolen tituliert. Aber nicht nur die Spieler werden mit unangebrachten Beschimpfungen „beworfen“. Auch auf den Tribünen der Stadien weht ein rauer Ton. DFB und QFF möchten bewirken, dass bei den Fans ein Bewusstsein für diese Art von Beleidung geschaffen wird. Schwule und lesbische Fangruppen und Paare, sollen sich ohne Angst im Stadion bewegen können und für ihren Lieblingsvereinen den zwölften Mann stehen können – wie ihre heterosexuellen Fan-Kollegen eben auch.
Im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels, hatten heute QFF, der Fan Club Nationalmannschaft und DFB-Präsident Theo Zwanziger zu einem offenen Gespräch ins Mannschaftshotel der Deutschen Elf eingeladen. Gemeinsam mit Vertretern schwul-lesbischer Fanclubs, ehemaligen Spielern und dem DFB-Sicherheitsbeauftragten Helmut Spahn, wurde diskutiert und eine Erklärung „Gegen Diskriminierung im Fußball“ unterzeichnet.
Vom 15. Bis 27. Oktober 2009 organisiert das Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (FARE) zudem Aktionen in und um Fußballstadien in ganz Europa. In insgesamt 40 Ländern wird gegen Diskriminierung und Rassismus Stellung bezogen werden. Der DFB hat für die FARE-Aktionswoche das Motto: „Viele Farben, ein Spiel – Gegen die Diskriminierung von Homosexuellen im Fußball“ gewählt. Mit 80.000 Flyern soll für mehr Toleranz gegenüber Schwulen und Lesben geworben werden. Weitere Aktionen sind geplant.
[...] ihrer Zielgruppe damit geweckt. Immerhin konnte man in den letzten Wochen immer wieder über Aktionen vom DFB und schwul-lesbischen Fanclubs lesen, die sich gegen Homophobie im Fußball engagieren. Die Medien [...]