Dass die Zahl der Verbrechen aus Hass gegen Homosexuelle in London seit dem letzten Jahr um 18 Prozent gestiegen, zeigen neue zahlen von Scotland Yard. Nach den Statistiken,wurden insgesamt 1192 Straftaten gegen Homosexuelle in den letzten 12 Monaten verübt. Im Vergleich zu den 1008 im gleichen Zeitraum des Vorjahres ist dies ein Plus von 18,3 Prozent.
Die Nachricht kommt kurz nach dem Angriff auf Ian Baynham einem 62-jährigen homosexuellen Mann, der von Jugendlichen auf dem Trafalgar Square angegriffen wurde und dabei ums Leben kam. Er war mit einem Freund unterwegs, als er von einer Jugendlichen mit schwulenfeindlichen Parolen beschimpft wurde. Als er ein Gespräch suchte, fing die Jugendliche an ihn zu schlagen ein weiter junger Mann stieß Baynham zu Boden und trat auf ihn ein. Dabei erlitt der 62-Jährige lebensbedrohliche Kopfverletzungen, er starb an den folgen 2 Wochen später im Krankenhaus.
Scotland Yard ist nun auf der Fahndung nach den Jugendlichen, die auf ein Alter von 16 bis 20 Jahre geschätzt werden, außerdem wurden die Bilder der beiden verdächtigen, blonden Mädchen veröffentlicht, die von einer der unzähligen Londoner Überwachungkameras eingefangen wurden. Die steigenden Zahlen sieht Sir Paul Stephenson, Chef der Metropolitan Police allerdings als ein gutes Zeichen da mehr homophobe verbrechen gemeldet werden. Dies zeigt das Schwule und Lesben heute selbstbewusster seien und keine Angst mehr hätten, sich zu wehren.
In vielen bereichen der Gesellschaft werden Schwule und Lesben aber immer noch nicht akzeptiert und als gleichwertig angesehen. Zwar werden die beiden größten deutschen Städte von bekennenden schwulen Bürgermeistern regiert und mit Guide Westerwelle haben wir den ersten schwulen Außenminister in der Geschichte der Bundesrepublik, leider gibt es trotz dieser Fakten immer noch Pöbelein und körperliche Übergriffe gegen Menschen, die homosexuell sind.
Und dies sind leider immer noch zu viel, auch wenn sich die Zeiten geändert und Homosexuelle selbstbewusster auftreten. Gewalt, Diskriminierung und Ungleichbehandlung zeigen dennoch, dass Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender noch nicht vollkommen in unserer Gesellschaft angekommen sind. Auch der Gesetzgeber hat sich nach den letzten Aktionen noch nicht auf eine vollkommene Gleichstellung einigen können. Leider. (RZ)