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Dez

Gehaltserhöhung

…dann gibt es sie immer noch! Gemeint sind Menschen, die sich immer wieder mit ihren Äußerungen selbst ins Aus katapultieren. Egal ob Politiker, Kollege, Dozent, Sportler oder einfach nur Nachbar, Kioskbetreiber oder Eisverkäufer – immer wieder müssen Homosexuelle Sprüche einstecken und Selbstbewusstsein und Toleranz ausstrahlen. Immer wieder werden Schwule und Lesben in der Öffentlichkeit diskriminiert, geächtet oder im schlimmsten Fall gar gewaltsam angegriffen.

Erst kürzlich hat eine Lehrbeauftragte der Universität Köln in Ihrer Vorlesung mit Protest ihre Unterschrift unter die „Marburger Erklärung für Freiheit und Selbstbestimmung“ verteidigen müssen.  Frau Prof. Edith Düsing hatte einen Gesprächstermin mit dem Lesben- und Schwulenreferat der Uni Köln zuvor abgelehnt und wollte sich zu Ihrer Meinung nicht äußern. Die Erklärung beinhaltet unter anderem, die Ansätze, dass Homosexualität therapiert werden könne.
Ganz aktuell dagegen der Fall aus Krefeld. Medienberichten zufolge hat ein Dozent der Hochschule offensichtlich gegen Homosexuelle und deren Lebensweise gewettert. Seiner Meinung nach sind Schwule und Lesben krank, da sie nicht der Selbst- und Artenerhaltung dienen. Die Studienvertreter haben bereits reagiert und forderten den Dekan auf, einzuschreiten. Eigene Aktionen zum Vorfall sind bereits geplant.

Auch in der Politik kam es in den letzten Wochen zu einem kleinen aber feinen Landeseklat.
W. Leicht, CDU-Mitglied in Meersburg, wetterte bei einer Versammlung seines Ortsverbandes gegen Homosexuelle. Als „pervers“ und „krank“ bezeichnete er gleichgeschlechtlich Liebende. Reaktion des CDU-Ortsverbandes: Vorerst keine, nach einem breiten öffentlichen Interesse gab es dann schließlich doch eine Stellungnahme. Die Aussage eines einzelnen Mitgliedes könne man nicht bestätigen, hieß es gegenüber den Medien. Diese berichteten bereits vom homofeindlichen Baden-Württemberg und der „neuen Angst“ der Community. Leicht trat zurück.
Im Sport – besonders aber im Fußball – ist Homosexualität schon lange ein Thema. Der DFB hat eigenen Kampagnen initiiert und möchte sich stärker engagieren. Schade nur, dass anscheinend nicht alle mit Bedacht denken, sprechen und handeln. So bezeichnete Bielefelds Co-Trainer Frank Eulberg einen Schiri als „schwule Sau“, weil er seiner Meinung nach falsch gepfiffen hat. Dumm nur, dass es ein Medienvertreter mitbekommen hat und die Schlagzeile des Tages geboren war. Es folgten mehrere Entschuldigungen und eine Richtigstellung. Eulberg habe eben erst gesprochen und dann gedacht…

Intoleranz und Provokation begegnet Homosexuellen immer wieder. Leider. Zeit für Vereine und Verbände noch offensiver zu handeln und noch mehr Aufklärungsarbeit zu leisten. Was denkt ihr darüber? Wie schaffen WIR es endlich ohne homophobe Worte und Taten miteinander auszukommen?

Kategorie : Klatsch&Tratsch / Medien / Sonstiges

Ein Kommentar zu “Und wenn sie nicht gestorben sind…”


mySCOUT!com 15. Dezember 2009

Und Friede auf Erden :-)
Ich persönlich finde ein bisschen Provokation gar nicht so verkehrt. Man erkennt dann auch, dass man ein bisschen was besonderes ist, im großen ganzen Fluss. Nur Gewalt und Diskriminierung – ob verbal oder nonverbal – ist ein Punkt, den man klar entgegentreten muss.
Schön ist es doch, dass inzwischen homophobe Aussagen von Poliikern entsprechende Konsequenzen tragen. Und das, obwohl Homosexualität doch erst sein 1994 – also seit 15 Jahren in Deutschland “erlaubt” ist :-) Für dieeee kurze Zeit hat man doch einiges g’schafft, wenn auch noch nicht viel erreicht.

Grüße aus dem Schwabenland!
mySCOUT!com