In der Geschäftsstelle der Kölner Gay Games am Rudolfplatz laufen gerade jetzt zum Jahresende die Drähte heiß. „Etwa 150 E-Mail-Anfragen und unzählige Telefonate laufen täglich hier auf“, erzählt Co-Präsident Michael Lohaus. „Wir sind, dank der Stadt Köln, personell gut aufgestellt und können die vielen Anfragen zeitnah bearbeiten.“ Das Ergebnis spiegelt sich in den Anmeldezahlen wieder. 3500 Sport- und Kulturbegeisterte aus 39 Ländern haben sind aktuell bereits angemeldet. Dazu gehören auch Registrierungen aus Bulgarien, Russland, Indonesien oder Afghanistan.
„Es ist nicht der exotische Klang der Ländernamen, sondern die politische Situation in diesen Staaten, die die Teilnahme so besonders macht.“ erläutert Annette Wachter, Co-Präsidentin der VIII. Gay Games Cologne 2010, das Besondere der Veranstaltung. Die Kölner Gay Games unterstützen über 100 Teilnehmer aus Osteuropa bei Anreise, Unterkunft und Aufenthalt während der Spiele. Weitere 350 aus anderen Regionen werden von der Federation of Gay Games, dem Weltverband der schwul-lesbischen Sportvereine, gefördert.
Im Organisationsteam für die Sportwettbewerbe freut man sich ebenfalls über die wachsenden Anmeldezahlen. „Das gibt uns Planungssicherheit. Wir sind mit einigen Verbänden in Verhandlung über die Ausrichtung bestimmter Wettkämpfe“, erläutert Dagmar Ziege eine ihrer derzeitigen Hauptaufgaben. Unterschriftsreif sind auch im Bereich Event und Kultur einige Veranstaltungen. So wird es nach der Eröffnungszeremonie im RheinEnergieStadion eine Eröffnungsparty in der LanxessArena geben. „Das Jüdische Köln“ und „Homosexualität im Tierreich“ sind die neuesten Programmpunkte im Begleitprogramm „Fans & Friends“.
In 222 Tagen wird sich zeigen, dass sich die viele Arbeit im Vorfeld gelohnt hat: Dann werden 12.000 Teilnehmer und 34.000 Besucher im RheinEnergieStadion die VIII. Gay Games Cologne 2010 eröffnen.
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