USA: Einreiseverbot für HIV-Infizierte aufgehoben

iStock_000004513750SmallNach 22 Jahren ist es endlich soweit: Das für die USA bislang gültige Einreiseverbot für HIV-Infizierte ist Geschichte. Mit dem heutigen 4. Januar, hat das seit fast einem viertel Jahrhundert existierende Verbot seine Gültigkeit verspielt. Barack Obama kündigte bereits im Oktober 2009 an, dass sich ab Januar für HIV-Infizierte die Einreisebestimmungen ändern werden.

Sein Ziel war und ist es, die Vorurteile gegenüber Betroffenen abzubauen. Die Angst vor der Krankheit ist größer, als das Wissen über Verbreitung und Verlauf. “Im Kampf gegen die weltweite Aids-Pandemie sind wir weltweit führend, aber wir sind noch immer einer von nur einem Dutzend Staaten, der Menschen mit HIV die Einreise verwehrt”, so Obama gegenüber den Medien im vergangenen Oktober. Mit dem heutigen Tag, können die Vereinigten Staaten von Amerika von dieser Liste gestrichen werden. Wer in die USA einreisen möchte, kann dies nun ungehindert für 60 Tage. Einzig ein in englischer Sprache verfasstes Attest vom behandelnden Arzt muss mitgeführt werden, damit die Behörden die mitgeführten Medikamente dem jeweils Einreisenden eindeutig zuordnen können.

Nach Bemühen eines US-Senators, trat das Verbot der Einreise HIV-Infizierter am 31. Mai 1987 in Kraft. Sechs Jahre später wurde es gesetzlich verankert und hatte bis zum heutigen Tag ausnahmslos Bestand. Bereits unter der Regierung George W. Bush, wurde über eine Aufhebung diskutiert. Der Bitte von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist die Regierung Obamas demnach nachgekommen.

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