„Safer Sex ist sexy“ – das ist das Motto, unter dem das neue Aidspräventionsprojekt der Würzburger Toleranz Fabrik e.V. bereits am Freitag, 15. Januar startete.
Das Konzept ist gleichermaßen attraktiv, aufmerksamkeitsstark und informativ, so die Organisatoren in einer Mitteilung. Die „Roten Rebellen“ rebellieren gegen die Verbreitung von Aids! Sexy Tänzer, die den Diskothekenbesuchern des Airport, Boot, Odeon und Zauberberg einheizten, sorgen für die benötigte Aufmerksamkeit. Hinzu kommen Promoter, die gezielt die Besucher der Diskotheken ansprechen, aufklären und informieren werden. So entstehen die „Roten Rebellen“, ein perfekt integriertes Präventionsteam, das direkt anspricht und keinesfalls in Anonymität versinkt. Für den nachhaltigen Erfolg der Aufklärungsaktion mit dem Motto „Safer Sex ist sexy“ werden Kondome im Look der „Roten Rebellen“ und Flyer mit Kurzinformationen verteilt. Es wird also nicht nur informiert, sondern direkt zur Tat geschritten.
Allein durch die Präsenz der Promoter und Tänzer werden 3000 Jugendliche und junge Erwachsene angesprochen. Um die Reichweite des Projekts zu optimieren, gibt es außerdem Flyer, Infofolder und Plakate in prominenten Lokalitäten.
Starttermin der sexy Präventionskampagne war Freitag, der 15. Januar 2010. Im Laufe des Jahres werden weitere Veranstaltungen der „Roten Rebellen“ folgen. Finanziert wird dieses Projekt aus Geldern des „FASHION MENUE“.
Die Resonanz der Roten Rebellen war sehr groß. Neben Diskotheken haben auch Jungendliche und junge Erwachsene nachgefragt, wann die Aktion wiederholt wird. Eines ist dem Präventionsteam aber leider auch aufgefallen, dass die Gefahren von AIDS bei vielen Discothekenbesuchern vernachlässigt wird.
„Wir glauben, dass die Rote Rebellen ein wichtiger Baustein für die Aidsprävention in Würzburg sein können“, so Pressesprecher Markus Sieber. Das Team um den Projektleiter Tobias Eppler wird auch weiterhin rebellieren.
Die Zahl der Neuansteckungen in Deutschland ist nach wie vor alarmierend. Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts haben sich allein im letzten Jahr fast 3.000 Bundesbürger neu mit dem Virus infiziert. Die Gesamtzahl derer, die das HI-Virus in sich tragen beläuft sich auf über 60.000 Menschen. Jeder sechste dieser HIV-Träger leidet bereits an der Immunschwächekrankheit Aids, die nicht heilbar ist und letztendlich zum Tod führt. Bayern ist nach Nordrhein-Westfalen und Berlin drittstärkstes Bundesland, was die Zahlen der Neuansteckungen anbelangt. Fast 350 Erstdiagnosen wurden hier im Zeitraum von Januar bis Dezember 2008 gestellt.
Die Zahlen sprechen für sich: Aids ist nach wie vor nicht zu unterschätzen, sondern zu unterbinden. Hauptansteckungsquelle ist immer noch der Geschlechtsverkehr. Und das nicht nur für Aids, sondern auch für weitere sexuell übertragbare Krankheiten, wie Tripper, Syphillis oder Hepatitis C.
Daher gilt: “Safer Sex ist sexy“ und für diesen verantwortungsvollen Umgang mit den Themen Aids und Geschlechtsverkehr setzt sich die Präventionskampagne „Rote Rebellen“ ein.
Ausführliche Informationen, Wissenstest, Bilder zu den „Roten Rebellen“ und nützliche Informationen zu sexuell übertragbaren Krankheiten findet ihr unter www.rote-rebellen.de.(Quelle: PRIDE1.de/ml)