Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus fordert der Lesben- und Schwulenverband auch Konsequenzen. Günter Dworek, der Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD), fordert eine Rehabilitierung und Entschädigung für nach Nazi-Strafrecht verfolgte Homosexuelle.
Das Nazi-Strafrecht gegen Homosexuelle bestand in der Bundesrepublik noch jahrzehntelang fort. Der von den Nationalsozialisten 1935 massiv verschärfte Homosexuellen-Paragraph 175 blieb in der NS-Fassung bis 1969 unverändert in Kraft. Die Verfolgung durch Polizei und Justiz ging ungebrochen weiter.
Es gab im demokratischen Staat über 50.000 Verurteilungen Homosexueller nach Nazi-Recht. Das ist ein monströser Schandfleck unserer Demokratie, so Günter Dworek.
„Dieses dunkle Kapitel muss endlich aufgearbeitet werden. Wir fordern die Aufhebung der Unrechtsurteile sowie die Rehabilitierung und Entschädigung der in Deutschland wegen homosexueller Handlungen verfolgten Menschen.“, erklärt der LSVD weiter. (PRIDE1.de/kt)