Pups kommentiert zum Wochenende:
Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich meinen Senf zum Besten gebe. Daher hab ich mir gedacht, ich unterhalte euch mal wieder ein wenig.
Egal wohin man schaut, alle zerreißen sich seit Mittwoch den Mund über unseren Außenminister und wer`s glaubt oder nicht – immer wieder wird seine Homosexualität mit ins Spiel gebracht. Schon komisch wenn über die Wirtschaft unseres Landes philosophiert und debattiert wird und die sexuelle Identität unseres Vizekanzlers dahingehend Entscheidungsträger zu sein scheint. Leicht sarkastische – um nicht zu sagen homophobe – Anmerkungen der Politiker sind da wohl eher mehr als bewusst gewählt und kein Zufall. So hörte man am politischen Aschermittwoch auf dem CSU-Treffen gar die Worte: „Es ist keine Tsunami, der auf uns zu kommt – Es ist eine Westerwelle!“ Schon arg komisch, den Herrn Westerwelle, wegen politischen Differenzen zu Feminisieren. Als ob sein Können, Wirken und Handeln einzig und allein auf seine Homosexualität zurückzuführen sind.
Welche Rolle spielt sie denn, die sexuelle Identität, Orientierung oder wie man sie auch immer nennen mag? Wer entscheidet darüber, dass die eigene Sexualität zum zentralen Thema in unserer Gesellschaft aufsteigt?! Allem Anschein nach, die Aktualität des Themas.
Denn auch im Fußball, scheint das Thema wieder einmal ein Aufmacher zu sein. Erst spricht der DFB wochenlang von neuem Engagement und Sensibilisierung. Kommt es hart auf hart – wie in den vergangenen Tagen – wird sich „tot geschwiegen“. Scheint fast so, als liegt da der Hund begraben. Homosexualität und Fußball – Nein Danke! – so scheint die Aussage vieler Anhänger des Machosports.
Wenn jeder sein so oft angepriesenes Engagement einmal ernst meinen und handeln würde, dann wäre das Thema kein Thema mehr. Man könnte sich selbst nicht mehr inszenieren, die Berichterstattung über „Mein Sein als Mauerblümchen“ gibt es nunmal nicht. Also auf den Zug aufgesprungen, drei Worte über Antidiskriminierung, Homophobie und Anerkennung in die Runde geworfen und schon ist das mediale Interesse wieder hergestellt….
Heiße Luft, mehr kommt da nicht! Und das sage ich so wie ihr es in diesem Moment gelesen habt. Egal ob Politik oder Aktionsbündnis, wirklich bewirken, geschweige denn sich ehrlich für das Thema interessieren – sobald die Reporter weg und die Kameras aus sind, gelangt alles wieder in die Schublade. Bis der nächste Lückenfüllen oder Aufmacher her muss…
Ich wünsche an dieser Stelle ein charmantes Wochenende und verabschiede mich mit rosa Grüßen
Euer Pups
Hi Pups, wenn jemand etwas gut gemacht hat, wie Du jetzt gerade mit diesem Artikel, dann schweigen fast alle. Wir Deutsche sind eben in vielen Fragen ein sehr komisches Völkchen geworden.
Nicht nur in der Gruppe – Gegen gewalt an Schwule – gab es dafür (Deinem Artikel) viel Zustimmung. Das wollte ich Dir hiermit durchreichen.
Wie sagte mein Lehrer früher: Ein drauf mit Mappe.