In der Boulevardzeitung B.Z. vom 18. Februar 2010 hat der Journalist Gunnar Schupelius die „Initiative sexuelle Vielfalt“, die sich gegen die Diskriminierung von Lesben und Schwulen richtet, als überflüssig kritisiert. Schupelius behauptet: „In Berlin können Schwule und Lesben doch wirklich unbehelligt leben… Wir Berliner brauchen wirklich keinen Toleranz-Unterricht von Herrn Wowereit und seinen Kollegen. Außerdem ist dieser Unterricht zu teuer.“
Dazu erklärt Alexander Zinn, Pressesprecher des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V.: Es ist traurig, wie die B.Z. versucht, auf dem Rücken einer Minderheit Stimmungsmache zu betreiben. Statt haltlose Behauptungen zu verbreiten, sollte sich Herr Schupelius auf sein journalistisches Handwerkszeug besinnen. Und das heißt: Erst recherchieren, dann schreiben. Unser Tipp für Herrn Schupelius: Gehen Sie einmal Hand in Hand mit B.Z.-Chefredakteur Peter Huth durch Berlin. Wir sind gespannt, ob Sie danach immer noch der Meinung sind, dass Schwule und Lesben in Berlin „doch wirklich unbehelligt leben“.
Zum Artikel in der BZ vom 18. Februar 2010.
Schwule und Lesben werden leider auch in Berlin immer wieder mit Hass, Diskriminierung und Gewalt konfrontiert. Das Schwule Überfalltelefon Maneo berichtet Jahr für Jahr von etwa 200 Übergriffen auf schwule Männer. Die Dunkelziffer liegt nach Schätzungen der Berliner Polizei bei 90 Prozent. Besonders unter Jugendlichen sind Vorurteile gegenüber Lesben und Schwulen weit verbreitet. Die Folgen sind teilweise dramatisch: So ist die Selbstmordrate homosexueller Jugendlicher überdurchschnittlich hoch. All das haben verschiedene Studien wiederholt gezeigt. Es ist die Pflicht des Berliner Senats, auf diese Situation zu reagieren. Und es gehört zu den Aufgaben der Presse, darüber sachlich zu berichten. (Quelle: PRIDE1.de/ml)
“Erst recherchieren, dann schreiben” oh wäre das schön wenn bei journalisten das mal in mode käme
auch wäre es sehr schön wenn die presse es mal als ihre pflicht ansehe
sachlich zu berichten
zu teuer? guter journalismus ist das vermutlich eher