Am vergangenen Freitag war es soweit: Im Rahmen der 60. Berlinale wurde auch der weltweit wichtigste schwul-lesbische Filmpreis der TEDDY vergeben. Mehr als 50 Filme wetteiferten unter anderem in den Kategorien Bester Spiel- sowie Kurzfilm und Bester Dokumentarfilm um die begehrte Trophäe – Wer gewonnen hat, haben wir für euch kurz zusammengefasst:
In der Kategorie Bester Spielfilm, konnte sich der Film „The Kids Are Alright“ von Lisa Cholodenko durchsetzen. Der Film handelt von einem lesbischen Paar, dass gemeinsam zwei Kinder groß zieht. Nach einer ereignisreichen Teenangerzeit, versuchen die Kids, Joni und Laser ihren biologischen Vater ausfindig zu machen – ein neues Kapitel im Familienleben bahnt sich an.
Zentrales Thema des Besten Kurzfilms ist die Homophobie. In „The Feast Of Stephen“ schildert James Franco das Leben des homosexuellen Stephen. Ob Opfer homophober Gewalt oder toleranter Umgang miteinander – Franco bewältigt in seinem Beitrag zum diesjährigen TEDDY sein Gefühlsleben. Grundlage ist dabei das Gedicht von Anthony Hecht.
Als Bester Dokumentarfilm wurde der Beitrag von Pietro Mercello: „La bocca del lupo“ ausgezeichnet. Das Leben eines Kriminellen, der eine Liebesbeziehung zu seiner transsexuellen Lebensgefährtin Mary führt, ist ein poetisches Portrait der Stadt Genua und des Protagonisten zugleich.
Eine Auszeichnung für sein Lebenswerk – den SPECIAL TEDDY Award – hat in diesem Jahr Werner Schroeter für seine Leistungen in Theaterinszenierungen und filmischen Werken erhalten. (GAYS.DE berichtete)
Die Verleihung des Teddy Award ist seit der Entstehung 1987 ein fester Bestandteil der internationalen Filmfestspiele in Berlin – der Berlinale – und gilt als einer der wichtigsten internationalen Preise im schwul-lesbischen Filme-Buisness. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen und Filmpreisen, werden die Preisträger der Filmfestspiele nicht schon im Vorfeld gekürt, alle Beitrage treten jedes Jahr erst während der Festspiele gegeneinander an.