Ein seit 1. Januar vorgeschriebener HIV-Test bei Schwangeren in Österreich hat die Aidshilfe auf den Plan gerufen, weil eine Diskriminierung befürchtet wird. Wie der ORF berichtet, ist der Test vorgeschrieben, um eine rechtzeitige Behandlung der werdenden Mütter zu ermöglichen und zugleich das Kind vor einer Ansteckung zu schützen.
Für Günther Nagele von der Kärntner Aidshilfe kommt diese Eintragung im Mutter-Kind-Pass einer Stigmatisierung gleich: „Die Art und Weise ist der Weg, wie man es nicht macht.”
Im gleichen Bericht wird auf das ebenfalls in Österreich bestehende Verbot der Blutspende für Homosexuelle hingewiesen. Dazu wird Nagele vom ORF wie folgt zitiert: „Das Risiko ist ja nicht die Homosexualität, sondern das Verhalten, das praktiziert werden könnte. Dieses Verhalten gibt es aber natürlich auch bei Heterosexuellen. Wenn wir es ganz schnittig eingrenzen wollen, gibt es schon eine Gruppe, die man ausschließen kann: Ich bin dafür, Besucher von Swingerclubs teilweise ausschließen. Viele Swinger gehen sehr häufig in Swingerclubs. Deshalb muss man davon ausgehen, dass sie sehr häufig nicht nur wöchentlich, sondern sogar mehrmals täglich oder stündlich ihre Partner wechseln.” (Quelle: PRIDE1.de/kt)
Die Diskussion wird sicher noch nicht beendet sein. Warten wir es, welche Personengruppen sich in dieser Woche zu Wort melden – Denn ausgeschlossen oder eben auich “betroffen” kann ja im Grunde jeder werden. (Anmerkung der Redaktion)