Jubiläumsveranstaltung zu 25 Jahren AIDS-Hilfe NRW im Landtag

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann würdigte die AIDS-Hilfe NRW, die in den vergangenen 25 Jahren sowohl Ideengeberin als auch Motor für die Aidsbekämpfung im Land gewesen sei. Bei dem gestrigen Jubiläumsempfang im Düsseldorfer Landtag, sprach Laumann von neuen Maßstäben für die Aidsprävention: „Die Arbeit der AIDS-Hilfe NRW hat einen wesentlichen Beitrag geleistet, dass in Nordrhein-Westfalen eine beispielhafte Aidspräventions- und Hilfestruktur entstanden ist“.

Landtagspräsidentin Regina van Dinther begrüßte die rund 300 Gäste aus Politik und Verwaltung, dem Verbandswesen, der Kultur und Presse sowie Vertreterinnen und Vertretern zahlreicher Mitgliedsorganisationen des Landesverbands in der Bürgerhalle des Landtags. Damit, so van Dinther, wolle das Parlament ein Zeichen setzen, dass Menschen mit HIV und Aids nicht am Rande der Gesellschaft, sondern in deren Mitte stehen sollten. Van Dinther dankte den Aidshilfen, die seit 25 Jahren in Nordrhein-Westfalen Menschen mit HIV Mut mache, ihnen Unterstützung zukommen ließe, gegen Vorurteile anginge und sich Tag für Tag für deren Belange einsetze. „Die Aidshilfen in unseren Städten und Gemeinden werden auch weiterhin gebraucht“, betonte die Landtagspräsidentin.

In seiner Begrüßung dankte Landesvorsitzender Klaus-Peter Hackbarth besonders den anwesendenVertreterinnen und Vertretern der 42 Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW, die ihre Kompetenz und ihren Erfahrungsschatz immer wieder in den Verband einbringen. „Ohne Euch wäre die AIDS-Hilfe NRW nicht das, was sie ist: Ein bunter, aktiver und effektiver Verband“, so Hackbarth.

Bei allen Erfolgen, die in 25 Jahren Aidshilfearbeit erreicht worden seien, dürfe man die nicht aus dem Blick verlieren, die heute immer noch am Rand der Gesellschaft stünden, etwa Menschen in Haft, Drogen Gebrauchende oder Migrantinnen und Migranten. Die Herausforderung für die Zukunft sei, sich immer der Realität zu stellen, Emanzipation und Selbstbewusstsein zu fördern, moderne Prävention lustvoll zu gestalten und dabei phantasievoll und unbequem zu bleiben wie das Leben selbst, betonte Hackbarth.

In diesem Jahr überreichte der Landesvorstand den Ehrenamtspreis „merk|würdig“ an Kornelia Hocke, langjährige ehrenamtliche Mitarbeiterin der AIDS-Hilfe Leverkusen, sowie an Thomas Schachten, seit langem engagiert in der Positivenselbsthilfe POSITHIV HANDELN und der landesweiten Präventionskampagne HERZENSLUST. Kornelia Hocke sei aus der Aidshilfearbeit Ihrer Stadt kaum wegzudenken, sagte die Landtagsabgeordnete Ursula Monheim in ihrer Laudatio. Sie streite unermüdlich für die Interessen der Menschen mit HIV und Aids, für Prävention, betreibe aktiv Öffentlichkeitsarbeit und sei die Integrationsfigur der Aidshilfe in der Stadt Leverkusen. Der Abgeordnete Rainer Bischoff würdigte das Engagement Thomas Schachtens, die Interessen HIV-Positiver bei der Konzeption neuer Präventionsansätze der AIDS-Hilfe NRW zu vertreten. Positive Männer als Buddys in das „Beratung und Test“-Projekt einzubeziehen, geht wesentlich auf seine Idee zurück. Damit stehe er für eine innovative Weiterentwicklung der Aidshilfearbeit im Land.

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