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Über die Begleitung des deutschen Außenministers Guido Westerwelle (FDP) durch seinen Lebenspartner Michael Mronz bei Auslandsreisen ist eine heftige Debatte entbrannt.

SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles hatte Mronz vorgeworfen, als Begleiter von Westerwelle geschäftlichen Nutzen aus diesen Reisen zu ziehen. Im Gegensatz zu begleitenden Wirtschaftsdelegationen läge hier eine Verquickung von privaten und geschäftlichen Interessen vor. Das wiederum brachte ihr den Vorwurf der versteckten Homophobie von der Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Silvana Koch-Mehrin (FDP), ein. Dem „Hamburger Abendblatt” zufolge sagte sie: „Anstatt zu begrüßen, dass Bundesaußenminister Guido Westerwelle seinen Lebensgefährten mitnimmt und so ein grandioses Zeichen für ein aufgeklärtes Europa setzt, bedient sie die niedersten Vorurteile gegen Schwule. Kein Hahn würde danach krähen, wenn Westerwelle verheiratet wäre und seine Frau mitgenommen hätte”. Koch-Mehrin ist Vorsitzende der Arbeitsgruppe des Präsidiums für Chancengleichheit im Europäischen Parlament.

Manfred Bruns vom LSVD erklärt ebenfalls, dass die Begleitung durch einen Partner im jeweiligen Fall keine Frage der sexuellen Orientierung sein dürfe. „Hier müssen gleiche Maßstäbe für homo- und heterosexuelle Partnerschaften gelten”. Volker Beck (Bündnis 90 / Die Grünen) vertritt in einer Erklärung die Ansicht, dass „ein solcher Auftritt ein Appell zu mehr Toleranz gegenüber Lesben und Schwulen sein” kann. Für die Begleitung durch seinen Lebensgefährten müsse sich Westerwelle aber genau so wenig rechtfertigen, wie ein Außenminister, der seine Ehefrau mitnimmt. (Quelle: PRIDE1.de/nb)

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