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Ein kann man von vornherein sagen: Schwule und Lesben sind definitiv nicht die Touristen von morgen. Sie sind urlaubshungrige, ausgehfreudige und kulturinteressierte Menschen wie jeder andere auch und das gar von heute. Immer mehr Reiseveranstalter, Hotels und Regionen selbst entdecken die „neue Zielgruppe“ für sich. Dabei ist die Zielgruppe an sich nicht neu, die Marketingexperten haben lediglich erkannt, dass spezielle Angebote und Konzepte an die Frau oder den Mann gebracht werden können.

Bereits vergangene Woche haben wir über das Outing der ITB – der Internationalen Tourismus Messe in Berlin – berichtet. Nach einem jahrelangen Kampf vereinzelter Reiseveranstalter, gab es in diesem Jahr erstmals einen eigenen GAY & Lesbian Travel-Bereich auf der Messe. Zielgruppendenken eben.

Auch die Stadt Frankfurt hat Homosexuelle als die neue Zielgruppe für sich entdeckt. In dem im  März erschienenen „Frankfurt City Guide – Für Schwule und Lesben“ werden neben den allbekannten Sehenswürdigkeiten auch die wichtigsten Ausflugsziele für die queere Community vorgestellt. Ob spezielle Veranstaltungen, Ausgeh-Tips oder gayfriendly Übernachtungsmöglichkeiten, auf 20 Seiten findet man alles für ein gelungenes Wochenende in der Mainmetropole.

Wer sich über andere Städte und Länder informieren möchte, der ist mit dem SPARTACUS International Gay Guide gut beraten. Mehr als 1200 Seiten stark, listet das „Infobuch“ des Bruno Gmünder Verlags mehr als 22.000 Szene-Adressen weltweit. Auch der Reiseriese TUI hat sich mit seinem Magalog für schwule Männer an die „neue“ Zielgruppe herangetraut. In der Broschüre werden neben Hotelinformationen auch Expertentipps zu den einzelnen Urlaubsgebieten und deren Szene vorgestellt.

Kategorie : Reisen