Ein Strategiepapier der Jungen Union, also der Jugendorganisation der CDU/CSU, sorgt derzeit für Wirbel. Der JU-Kreisverband Göppingen fordert darin eine „konservative Erneuerung“ der beiden Parteien. „Die eingetragene Partnerschaft, ist im Interesse des Staates und seiner Zukunft falsch und unsinnig. Und sie widerspricht christlichen Grundsätzen zutiefst“, heißt es u. a. in dem Papier, dass nach Angaben der Verfasser mehrheitsfähig ist.
Die „christlichen Wurzeln“ der Union werden in dem Strategiepapier in besonderer Form hervorgehoben. Die Junge Union fordert eine Rückkehr zu dieser Gesinnung.
Für die SPD ist das Papier ein Skandal. „Die CDU blockiert schon seit langem weitere Verbesserungen in der Politik für Lesben und Schwule – Fortschritte konnten nur gegen den Widerstand der Union erreicht werden. Alle Fortschritte, die unser Land – nicht nur aus schwul-lesbischer Sicht – in den letzten Jahren erreicht hat, werden nun in Frage gestellt oder ganz und gar verurteilt. Dass dies von jungen Christdemokratinnen und Christdemokraten kommt, ist umso schockierender“, so Ansgar Dittmar, der Bundesvorsitzende der Lesben und Schwulen in der SPD.
Dittmar fordert von der JU auf Landes- und Bundesebene, aber auch von der Mutterpartei eine klare Stellungnahme. „Mutterpartei und Jugendorganisation müssen sich deutlich von den Positionen des JU-Kreisverbandes distanzieren. Alles andere wäre skandalös und nicht tragbar!“ (Quelle: PRIDE1.de/ml)
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