Die Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Paaren soll ein Ende haben – Das dachten sich auch mehr als 300 Lesben und Schwule am vergangenen Samstag in Karlsruhe. Unter dem Motto: „gleiche Liebe, gleiches Recht“, [GAYS.DE berichtete] verfolgten sei ein gemeinsames Ziel: Die vollständige Standesamtöffnung in ihrer Stadt. Derzeit ist es gleichgeschlechtlichen Paaren nicht gestattet, in einem der beliebtesten Räumlichkeiten der Stadt den wohl schönsten Tag des Lebens zu vollziehen. Lediglich eine `stumme Beurkundung´ der Lebenspartnerschaft ist in der dritt größten Stadt Baden-Württembergs möglich.
Oberbürgermeister Heinz Fenrich – der im Übrigen die Schirmherrschaft des schwul-lesbischen Kulturfestivals „Schrill im April“ übernommen hat – ist verantwortlich für die derzeitige Situation sich liebender gleichgeschlechtlichen Paare in Karlsruhe. Er selbst hatte bereits im Januar eine Abstimmung nach der Debatte zum Thema aus formalen Gründen verhindert. Anders als seine Kollegen in anderen baden-württembergischen Städten, sieht er „landesrechtliche Gründe gegen die Standesamtöffnung“.
An der Demonstration nahmen neben Politikern der großen deutschen Parteien auch Vertreter der ortsansässigen Vereine, Hochschulgruppe und des LSVD teil. Alle zusammen setzen ein Zeichen gegen die anhaltende Diskriminierung der Stadt- die Linkspartei kündigte zudem an einen neuen Antrag im Gemeinderat vorzubringen.