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Am Wochenende startet die bisher größte Weltausstellung aller Zeiten in Shanghai – Die Expo 2010. Auf den insgesamt 5,3 Quadratkilometern präsentieren sich mehr als 240 Länder und internationale Organisationen vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 entlang des Huangpu-Flusses. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 70 Millionen Besuchern – neue Dimensionen im Land der Mitte.

Neu ist auch, dass sich China zur Expo so offen wie noch nie präsentiert. So wurden die Einreisebestimmungen für Menschen mit HIV geändert (GAYS.DE berichtete). Auch beim Thema Homosexualität zeigt man sich weltoffener – zumindest versucht man es. Das lang gepflegte Tabu scheint zu bröckeln, ob nur im Hinblick auf die Weltausstellung oder generell bleibt abzuwarten.

Shanghai gilt schon länger als neue Metropole des schwulen Lebens in China. Es gibt Bars, Clubs und mittlerweile gar Sportvereine und Gruppen, die sich auf die Schwulen- und Lesbenszene der Metropole konzentrieren. Shanghai mausert sich zur offenen Stadt – anders als der Rest des Landes. Homosexualität gilt noch immer als Schande. Besonders deswegen, weil sich gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht fortpflanzen können. Die Fortführung der Ahnenreihe jedoch eine der höchsten Pflichten in der chinesischen Kultur ist. Kein Wunder, dass Homosexualität bis ins Jahr 2001 noch als Geisteskrankheit galt. Auch die bis dahin immer wieder durchgeführten Polizeikontrollen von Clubs und Bars gehört zunehmend der Vergangenheit an. Die Kontrollen sind zurückgegangen und die Szene hat zumindest die Möglichkeit sich zu etablieren. Der familiäre und soziale Druck der Gesellschaft scheint noch nicht vollständig gebannt – das Leben in der Millionenmetropole aber toleranter zu werden.

Kategorie : Reisen / Sonstiges

Ein Kommentar zu “Weltausstellung in der neuen schwulen Welt”