Bundesregierung verurteilt Haftstrafen gegen Homosexuelle in Malawi

Die deutsche Bundesregierung hat die Haftstrafen gegen ein homosexuelles Paar in Malawi kritisiert. Wegen “unzüchtigen Verhaltens” und “naturwidrigen Handlungen” wurden die beiden Männer zu 14 Jahren Haft verurteilt. Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, sagte, dass das Urteil im Widerspruch zu internationalem Recht und zur Afrikanischen Charta für Menschen- und Bürgerrechte stehe. Er kritisierte das Urteil als Verstoß gegen Grundrechte.

Der südostafrikanische Richter verhängte nach Medienberichten die Höchststrafe, weil er mit dem Urteil „die Öffentlichkeit schützen wolle“. Die harte Strafe solle mögliche Nachahmer abschrecken, so der Richter weiter.

Die beiden 20- und 26-jährigen Männer wurden bereits im Dezember nach ihrer symbolischen und öffentlichen Trauung festgenommen (Medien wie PRIDE1.de berichteten). Homosexualität ist in dem afrikanischen Land verboten.(Quelle: PRIDE1.de/ml)

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