Seit dem Vorfall in der New Yorker Christopher Street 1969, werden überall auf der Welt Paraden, Demonstrationszüge und Straßenfeste abgehalten, die an die Vorfälle erinnern sollen.
Wir erinnern uns: Damals – in den frühen Morgenstunden des 28. Juni – setzten sich Homosexuelle und andere sexuelle Minderheiten erstmals der Polizeiwillkür entgegen, der Stonewall-Aufstand war geboren. Bis zu diesem Tag gab es immer wieder gewalttätige Übergriffe der Polizei in und auf Szenebars, -Clubs und Einzelpersonen. Zum Gedenken an dieses Ereignis etablierten sich die mittlerweile unzähligen Veranstaltungen rund um den Globus.
Alljährlich gehen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender auf die Straße, um für ihre Rechte zu Demonstrieren. Gemeinsam wird gegen die immer noch anhaltende Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund der eigenen sexuellen Identität gekämpft. Toleranz und Anerkennung gegenüber Homosexuellen – Ziele einer jeden Veranstaltung der LGBT-Community.
„Schwuchtel!“ und schon flogen Steine
Erst am Wochenende ist es wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Paradeteilnehmern und Gegendemonstranten gekommen. Die erste politische Demonstration sollte es werden – doch in Bratislava flogen Steine, Flaschen und derbe Sprüche.
Der für Samstag geplante Demonstrationszug durch die slowakische Hauptstadt musste abgebrochen werden. Selbst anwesende Politiker und Redner wurden auf der Hauptbühne von diversem Wurfmaterial getroffen. Die anwesenden Einsatzkräfte konnten nicht mehr für umfassende Sicherheit der Pride-Teilnehmer garantieren. Bereits im Vorfeld hatten Konservative, aus Politik und Wirtschaft, sich gegen ein Stattfinden der Rainbow Pride ausgesprochen und massive Proteste angekündigt. Die Behörden waren demnach vorgewarnt. Und dennoch sahen sich die Veranstalter in Bratislava gezwungen die Veranstaltung abzubrechen. Die Homo-Gegner wurden einfach nicht weit genug von der friedlichen Regenbogenparade fern gehalten, es kam zu mehreren Auseinandersetzungen.
Tränengas wurde eingesetzt und Passanten wurden gebeten, schwul-lesbische Symbolik verdeckt zuhalten, um weitere Ausschreitungen zu vermeiden. Einen kleinen Einblick in die Situation vom Wochenende gibt folgendes Video: