Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) wird am 18. Juli in Frankfurt am Main den Felix-Rexhausen-Preis 2010 vergeben. Nominiert sind u. a. Beiträge von WDR5, der Neue Osnabrücker Zeitung und Radio Eins.
Die Preisverleihung wird von Mathias Münch moderiert und beginnt voraussichtlich um 15 Uhr auf der Hauptbühne des Christopher Street Day (CSD) auf der Konstablerwache.
Die Jury hat drei Einsendungen für den Medienpreis nominiert:
Günter Frorath, Michael Lohse und Roger Willemsen für ihre Betrachtung “Er sucht ihn — Männerliebe literarisch”, gesendet im Radiosender WDR 5 in der Reihe “SpielArt” am 14. Februar 2010
Cornelia Laufer für ihre Reportage “Zufrieden im Frauenverein”, erschienen in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 22. August 2009
Dorothee Hackenberg, Boris Kullick, Frauke Oppenberg, Steffen Seibel und Holger Wicht für ihre Berichterstattung “Die warme Welle — live vom CSD”, gesendet auf Radio Eins vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am 27. Juni 2009
Der lesbisch-schwule Medienpreis ist mit 500 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zum 13. Mal vergeben. “Nie zuvor gingen so viele Vorschläge ein wie in den vergangenen zwölf Monaten”, freut sich Jurymitglied Arnd Riekmann. Die Jury werde außerdem auch in diesem Jahr wieder einen Sonderpreis vergeben, kündigt er an.
Felix Rexhausen, der Namenspatron des Preises, wurde 1932 in Köln geboren und starb 1992 in Hamburg. Er war Mitbegründer zusammen mit Carola Stern und Gerd Ruge der deutschen Sektion von Amnesty international und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Schon zu Zeiten des alten Paragrafen 175 zeigte Rexhausen, dass er ein selbstbewusster schwuler Journalist war, indem er die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich, aber auch ironisch und selbstkritisch thematisierte. (Quelle: PRIDE1.de/ml)