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Aug
Bundesrichtung Vaughn Walker (Kalifornien)

Vaughn Walker

Die vor einigen Stunden veröffentlichte Entscheidung zur ‘Proposition 8′ hat möglicherweise (und hoffentlich) weitreichende Konsequenzen. ‘Proposition 8′ ist der Versuch kalifornischer Konservativer, die gleichgeschlechtliche Ehe verfassungsrechtlich zu verbieten. Bundesrichter Vaughn Walker gab nun die weitreichende Entscheidung bekannt – es gibt in Kalifornien keinen Grund, zwischen gleichgeschlechtlicher und verschiedenengeschlechtlicher Ehe zu differenzieren. “Proposition 8 liefert keinen stichhaltigen Grund, schwulen Männer und lesbischen Frauen die Eheschliessung zu verweigern”, schreibt Walker in seiner 136-seitigen Erklärung.

Die beiden Anwälte Theodore Olson und David Boies, die über ein Jahr an diesem Fall arbeiteten, äußerten sich nach der der Entscheidung vor dem Gerichtsgebäude: “Dieses Ergebnis stärkt die Stabilität und den Wert der Ehe in unserer Gesellschaft”.

In seiner Entscheidung zerlegte Walker systematisch die Substanz des Antrages, in dem übliche Klischees bedient wurden, so z.B. Schwule und Lesben seien zu langfristigen Bindungen im Allgemeinen nicht in der Lage, es sei grundsätzlich schädlich für Kinder, durch gleichgeschlechtliche Eltern aufgezogen zu werden, Homosexuelle seien verantwortlich für viele Krankheitsübertragungen, und vieles mehr. Auch Gouverneur Arnold Schwarzenegger kündigte an, gegen Walkers Urteil keine weiteren rechtlichen Schritte zu unternehmen.

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