Ein traumatisches Erlebnis, bei dem die Mutter von Sequan ums Leben kommt, steht bereits am Anfang des heute in die Kinos kommenden Dramas. Dem Zuschauer werden zwar keine Bilder von der Sequans Vergangenheit geliefert, die Folgen des Erlebten werden dennoch nicht vernachlässigt. Nach dem Tod der Mutter muss der schmächtige Junge mit Brille sein geliebtes New York verlassen und in den provinziellen Süden der Staaten ziehen.
Als Neuling in der Provinz, aber auch durch seine Andersartigkeit, wird Sequan schnell als Außenseiter abgestempelt. Das Leben bei seiner Tante gestaltet sich als schwierig. Seine Mitschüler machen ihm das Leben zur Hölle, sein Cousin vergewaltigt ihn regelmäßig. Doch schwul ist er nicht – Sequan hingegen schon. Einen Weg, der Opferrolle zu entkommen sieht der junge New Yorker vorerst nicht.
Der mit kleinem Budget gedrehte Film von John G Young, befasst sich mit den unterschiedlichen Facetten des Lebens und spiegelt diese mit allen Widrigkeiten ebenso wieder, wie mit den kleinen Lichtblicken am Horizont. Neue Freundschaften scheinen sich zu entwickeln, neue Illusionen geschaffen. Doch Gewalt, Heuchelei und homophobes Gelächter holen Sequan immer wieder ein. Das eigene Coming-Out und das Heranwachsen werden zum Leitthema des Dramas.
Ein Film, der sich mitten im Leben abspielt, soziale Gefüge bloßstellt, im Kampf zwischen Gewalt und Macht polarisiert und bewusst provoziert.