Im April sorgte Franz-Josef Overbeck, der Bischof von Essen, mit Aussagen in der TV-Talkshow „Anne Will“ für Schlagzeilen. Overbeck stellte hier klar, dass „Homosexualität eine Sünde ist“ und sich „gegen die Natur“ richte (GAYS.DE berichtete).
Nun hat sich der Bischof in Essen mit Schwulen und Lesben zu einer Aussprache im Rathaus getroffen. Nach der Talkshow hagelte es eine heftige Kritik gegen den Bischof. Speziell im Bistum Essen kam es zu überdurchschnittlich hohen Kirchenaustritten.
Bei seinem Treffen mit Lesben und Schwulen betonte Overbeck nun, dass er nach der heftigen Kritik im Anschluss an die Sendung „tief betroffen“ war. Es sei ihm darum gegangen, die Lehrmeinung der Kirche zu vertreten. Ihm gehe es um das friedliche Zusammenleben aller Gruppen der Gesellschaft – er wolle auch der Bischof aller sein, so ein Bericht von „dermerkur.de“.
Eine Rücknahme seiner Aussagen oder eine Entschuldigung gab es nicht. Allerdings lenkte Overbeck ein: Die Kirche verstehe sich als eine „lernende Kirche“ – aus medizinischer und humanwissenschaftlicher Sicht gebe es eine andere Sicht und Einschätzung, als die der Kirche. Eine Weiterentwicklung sei daher hier erforderlich. (Quelle: PRIDE1.de/ml)