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Das Entwicklungshilfeministerium plant, die Mittel für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria drastisch zu kürzen.
Für die kommenden drei Jahre sollen anstatt der bisherigen 600 Millionen nur 200 Millionen Euro bereitgestellt werden. Mit unterschiedlichen Aktionen wollen
verschiedene Organisationen gegen die geplanten Kürzungen demonstrieren.

Den Auftakt macht ÄRZTE OHNE GRENZEN am Donnerstag, 9. September 2010 um 10 Uhr vor dem Bundeskanzleramt.
Am 15. September 2010 wird der Entwicklungshilfeetat im Bundestag diskutiert. Anfang Oktober wird Deutschland auf der Geberkonferenz des Globalen Fonds in
New York seinen Beitrag für die nächsten drei Jahre bekannt geben.
ÄRZTE OHNE GRENZEN fordert die Regierungschefin dazu auf, sich von den Kürzungsplänen zu
distanzieren und Zusagen einzuhalten, die sie im Rahmen der G8 gemacht hat.

Der Globale Fonds ist das wichtigste Finanzierungsinstrument im Kampf gegen die drei großen Infektionskrankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria, an denen jährlich
5 Millionen Menschen sterben. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 konnten mit Hilfe des Fonds 5,7 Millionen Menschenleben gerettet werden. (Quelle: PRIDE1.de/ml)

Kategorie : Krankheit & HIV / Pride1 berichtet