Weg frei für Magnus-Hirschfeld-Stiftung

Der Haushaltsauschuss des Deutschen Bundestages hat die Mittel für eine Magnus-Hirschfeld-Stiftung eingestellt. Damit ist der Weg für die Gründung dieser Stiftung frei. Axel Hochrein, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) begrüßt den Beschluss. „Nun wird es darauf ankommen, welche Zielsetzung der Magnus-Hirschfeld-Stiftung eingeschrieben wird. Um der historischen Verantwortung gerecht zu werden, gehört es zu den ersten Aufgaben einer Magnus- Hirschfeld-Stiftung, sich aktiv für die Rehabilitierung der verfolgten Homosexuellen auch nach 1945 einzusetzen.“, so Hochrein.

Der FDP-Politiker Michael Kauch freut sich, dass damit ein weiteres Wahlversprechen der FDP eingelöst werden konnte. „Das ist ein großer Erfolg der liberalen Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die sich vehement und sehr persönlich für die Stiftung engagiert. Sie ist nun auch zuständig für die Umsetzung des Stiftungsvorhabens.“, erklärt Kauch. Die Stiftung soll durch interdisziplinäre Forschung und Bildung der Diskriminierung homosexueller Männer und Frauen entgegenwirken. Die Stiftung erhält für ihre Arbeit eine Zuwendung von 10 bis 15 Millionen Euro.

Namensgeber ist der Berliner Arzt und Sexualwissenschaftler Dr. Magnus Hirschfeld (1868 bis 1935). Er ist neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auch als Streiter für die Rechte der Homosexuellen hervorgetreten. (Quelle: PRIDE1/pm/td)

Trackbacks/ Pingbacks

  1. [...] Gestern Nachmittag wurde der Vorstand der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld durch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Berlin ernannt. Ab sofort wird Jörg Litwinschuh das Amt bewusst und mit besten Gewissen bestreiten. Bereits am 31. August 2011 hat das Bundeskabinett der Gründung der Stiftung zugestimmt. Seitdem befindet sich die Stiftung im Aufbau. (GAYS.DE berichtete) [...]

Ihre Meinung ist uns wichtig

*