Die amerikanische Metropole New York ist die Wiege des Christopher Street Day (CSD). Im Stadtteil Manhattan begehrten 1969 Homosexuelle gegen die ihrer Ansicht nach schikanösen Polizeirazzien in den Schwulenkneipen auf. Als es am 22. Juni erneut zu einer Polizeiaktion in der Szenekneipe «Stonewall Inn» in der Christopher Street kam, setzten sich die Schwulen zum ersten Mal gemeinsam und erfolgreich zur Wehr.
Die amerikanische Metropole New York ist die Wiege des Christopher Street Day (CSD). Im Stadtteil Manhattan begehrten 1969 Homosexuelle gegen die ihrer Ansicht nach schikanösen Polizeirazzien in den Schwulenkneipen auf. Als es am 22. Juni erneut zu einer Polizeiaktion in der Szenekneipe «Stonewall Inn» in der Christopher Street kam, setzten sich die Schwulen zum ersten Mal gemeinsam und erfolgreich zur Wehr. Es gab tagelang Unruhen, die immer mehr Homosexuelle in die Christopher Street zogen, so dass die Polizei schließlich weichen musste. Die Nachricht vom erfolgreichen Widerstand verbreitete sich in der Szene wie ein Lauffeuer. Dieser Tag gilt als die Geburtsstunde der Emanzipations- und Bürgerrechtsbewegung der Homosexuellen. Daran wird seither jedes Jahr weltweit mit CSD-Paraden erinnert. In den USA und in den westeuropäischen Ländern, in denen die Akzeptanz homosexueller Lebensweisen in den vergangenen 20 Jahren spürbar zunahm, hat sich der CSD von einem politischen Ereignis hin zum «homosexuellen Feiertag» entwickelt. Im vergangenen Jahr verfolgten rund 600 000 Zuschauer die CSD-Parade in Köln. Der Kölner Umzug gilt inzwischen als eine der weltweit größten Demonstration schwul-lesbischen Selbstbewusstseins.