Wir sind MR. GAY World 2012

Andreas Derleth heißt er. 32 Jahre jung, 1,90 m  groß,  muskelbepackt und verpartnert. Der aus Hassfurt stammende Wahl-Neuseeländer ist am Sonntagabend zum MR. GAY WORLD 2012 gekürt wurden.

Gegen 21 Konkurrenten konnte sich der Inhaber eines Schreibwarengeschäfts im südafrikanischen Johannesburg behaupten. Nun trägt er für ein Jahr den Titel „MR. GAY WORLD“ und ist als Botschafter für die Rechte von Schwulen und Lesben weltweit unterwegs. 20.000 Euro Preisgeld, Kleidung, Kosmetik und Schmuck sollen ihm sein Amt erleichtern und ihn für die Reisen auf die fünf Kontinente wappnen. Zudem gewann er eine Reise für zwei Personen nach Südafrika.

Derleth ist vor vier Jahren in Neuseeland „hängen geblieben“. Nach einem beruflichen Aufenthalt habe er sich in das Land verliebt und ist geblieben. Ein Grund könnte auch sein Partner Tom sein. Mit ihm lebt er in einer Eingetragenen Partnerschaft und betreibt ein Schreibwarengeschäft.

Die Wahl zum „MR.GAY. WORLD“ war bereits im Vorfeld mit Negativschlagzeilen aufgefallen. Zimbabwes Kandidat verzichtete auf die Teilnahme aus Angst um seine Mutter und auch der äthiopische Teilnehmer hatte familiäre Probleme. Er wurde von seinem Vater verstoßen, als dieser von seiner Teilnahme erfuhr. Ebenfalls Honk Kong schickte keinen Teilnehmer ins Rennen. Die Absage wurde mit „Angst vor der Staatsmacht“ den Juroren mitgeteilt.

Dass die Wahl im südafrikanischen Johannesburg stattfand war beabsichtigt. Denn in vielen Ländern des Kontinents steht Homosexualität unter Strafe oder wird von der Gesellschaft mit Ausgrenzung ‚bestraft’. Die Rechte von Homosexuellen sind weltweit stark unterschiedlich. Die Veranstalter meldeten, dass die asiatischen Teilnehmer in der Unterzahl waren. Muslimische Staaten schickten erst gar keine Teilnehmer zur Wahl.

Ein „afrikanischer“ Lichtblick: Die Eltern des namibischen Teilnehmers brachten ihren Sohn zum Flughafen, wünschten den ersten Platz und verabschiedeten ihren feierlich.

(Bild: www.mrgayworld.org)

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