15 Monate Haft für Boy George [korrigiert]

Gerichtsurteil

Gerichtsurteil

Die Richter eines Londoner Strafgerichts verurteilten
Boy George − alias George O’Dowd − zu 15 Monaten Gefängnis. Grund der hohen Haftstrafe ist das Verhalten des Künstlers gegenüber einem norwegischen Call-Boy. Diesen hatte der 47-Jährige, nach Aufnahmen von Nackt-Fotos, in seiner Londoner Wohnung angekettet und mit einer Metallkette geschlagen.

Bereits im Dezember 2008 wurde Boy George wegen Freiheitsberaubung schuldig gesprochen, allerdings ohne Festlegung des Strafmaßes. (GAYS.DE berichtete) Wie ein Richter verlauten ließ, ist die hohe Freiheitsstrafe Ergebnis „eines Aktes grundloser Gewalt” gegenüber dem 29-Jährigen Audun Carlsen.

Korrektur: Es sind natürlich 15 Monate, nicht 15 Jahre.

„Grundsatzentscheidung“ für eingetragene Lebenspartnerschaften

Kirchenbedienstete der rheinischen Landeskirche, die in eingetragenen Partnerschaften leben, haben ab sofort dieselben Ansprüche wie Ehepaare.
Damit weicht die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) vom Besoldungs- und Versorgungsrecht des Landes NRW und anderer Landeskirchen ab.

Zukünftig werden Kirchenbedienstete in eingetragenen Lebenspartnerschaften die gleichen Ansprüche zuteil, wie ihren heterosexuellen Kollegen. Damit wird Ihnen ein Anspruch auf Hinterbliebenenrenten sowie auf den Ortszuschlag (Ehegattenanteil) zugesichert.

Im Vordergrund der Entscheidung stand eine Grundsatzfrage, die heute von der Landessynode erörtert und beantwortet wurde. (GAYS.DE berichtete, 06. Januar 2009) „Derzeit existieren zwölf gleichgeschlechtliche Partnerschaften innerhalb der EKiR, die somit einen Mehraufwand von 19.740 Euro im Jahr ausmachen.”, so die Pressestelle.

“Expressing gay life – Dein Blick auf lesbisch/schwules Leben”

Siegerfoto 2008

Siegerfoto 2008

Noch bis zum 31. Januar habt ihr die Möglichkeit an dem Fotowettbewerb zur Gayvention 2009 teilzunehmen. Zu dem Motto: “Expressing gay life − Dein Blick auf lesbisch/schwules Leben” − sind alle Hobby- und Profifotografen dazu aufgefordert, ihre Werke einzusenden. Jeder Teilnehmer kann maximal drei Arbeiten in digitaler Form einreichen, die mit Hilfe konvetioneller Methoden bearbeitet wurden. Pornografische Darstellungen sind im Wettbewerb nicht erwünscht.

Wer gewinnt, entscheiden die Besucher der diesjährigen Gayvention. Vom 7. bis 8. März können in Hamburg die Stimmen abgegeben werden. Die Gewinner werden im Rahmen der Gayvention am letzten Veranstaltungsabend bekannt gegeben.

Desperate GAYS? – anscheinend nicht!

Erstmals seit Wochen konnten die GAYS.DE-Macher beobachten, dass die User-Aktivitäten ruhiger waren. Angaben des GAYS.DE Support-Teams zufolge, war der Start der fünften Staffel von „Desperate Housewives” der Grund für die „Windstille”. Pünktlich um viertel nach Acht verzeichneten die Community-Betreiber gestern einen Einbruch von mehr als 30 Prozent auf ihrer Seite. Kurz nach Ende der Serie, konnte die Gay-Community wieder steigende User-Zahlen registrieren.

Mehr als drei Millionen Zuschauer saßen gestern gebannt vor den Fernsehapparaten und verfolgten den Auftritt der „fünf Biester” aus der Wisteria Lane. Neben dem „Queer as Folk”-Star Gale Herold, sind in dieser Staffel noch weitere schwule „Highlights” zu erwarten.

Helden des Alltags

Hilfsbereitschaft und Einsatz werden belohnt – Horst Köhler ehrte bei seinem Neujahrsempfang Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich engagieren. Marek Czerwinski, Vorstand der Aids-Hilfe in Halle an der Saale, ist einer von insgesamt 53 Bundesbürgern, die sich für gemeinnützige Projekte einsetzen. Köhler ehrte diese mit der Auszeichnung: „HELDEN DES ALLTAGS”.

Hauptanliegen von Czerwinski ist es, die Zahl der HIV-Neuinfektionen zu minimieren. Er engagiert sich in der Hallenser Aids-Hilfe und initiiert Präventionsprojekte für schwule und bisexuelle Männer. Die bundesweite Kampagne „Ich weiß was ich tu”, ist von ihm mitgestaltet und verfolgt das Ziel der HIV-Prävention und der gesundheitlichen Aufklärung von Männern, die gleichgeschlechtliche Sexualpartner haben. Für die nächsten zwei Jahre sind begleitende Aktionen der Aids-Hilfe Halle geplant.

Europaweite Gleichstellung von Homosexuellen

„Was lange währt, wird (endlich) gut”, heißt es in einer Redewendung − vier Jahre hat das Europäische Parlament (EP) benötigt, um festzustellen, dass die Grundrechte innerhalb der Europäischen Union auf vielen Ebenen verbesserungswürdig sind. Handlungsbedarf  besteht unter anderem in der Anerkennung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften. Giusto Catania, Mitglied des EP (Italien), ist verantwortlich für den Bericht über „Die Lage der Grundrechte in der Europäischen Union 2004 – 2008″. Eben dieser wurde in den vergangenen Tagen in einer Plenarsitzung vorgestellt.

Wichtiger Aspekt des Antrages ist die gegenseitige Anerkennung der bestehenden Rechtsvorschriften einzelner Mitgliedsstaaten in Bezug auf gleichgeschlechtliche Paare. Catania legt zudem einen Schwerpunkt auf die Verurteilung diskriminierender Äußerungen. Homophobe Bemerkungen − insbesondere die von religiösen Würdenträgern sowie von Persönlichkeiten des sozialen Lebens und der Politik − sollen zukünftig nicht weiter geduldet werden. Um die Akzeptanz und Toleranz gegenüber Homosexuellen weiter zu unterstützen, fordert das EP die verantwortlichen Gremien der Mitgliedsstaaten dazu auf, Vergehen weitreichend zu ahnden. Zudem sprach sich das Parlament für die französische Initiative zur weltweiten Entkriminalisierung der Homosexualität aus. Derzeit gelten homosexuelle Handlungen in 91 Ländern nach wie vor als Straftat, in einigen Fällen werden diese sogar als Kapitalverbrechen eingestuft.

In dem von Catania vorgetragenen Bericht, wurden unter anderem die Immigration und Integration sowie die Diskriminierung von Minderheiten aufgenommen. Der Antrag wurde von 401 Abgeordneten angenommen.

Obama schlägt Brücke zwischen den Ufern

Barack Obama

Barack Obama

Es sind noch sechs Tage bis zur Vereidigung des  neuen US-Präsidenten Barack Obama − im Mittelpunkt der US-Politik und der internationalen Medien steht er bereits jetzt.
Nach der heftigen Kritik über den homophoben Rick Warren, Sprecher des Gebets zur Amtseinführung, schlägt Barack Obama eine Brücke über den „Fluss der Empörung”. Er verbindet beide „Ufer” und verpflichtet  den schwulen Prediger Gene Robinson für die öffentliche Vereidigungsfeier.

Der offen schwul lebende Bischof ist überrascht über die Anfrage des neuen Präsidenten, sieht sich der Aufgabe aber gewachsen. Sein Gebet möchte er an die ganze Nation richten, jedoch nicht zu christlich und mit Bedacht. Er selbst lebt seit 2008 in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft und setzt sich aktiv für die Rechte von Schwulen und Lesben ein.

Obama selbst möchte eine Feier, die „alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht”, wie er durch sein Veranstaltungskomitee verlauten ließ. Wir können also gespannt darauf sein, welche Aktionen sich konservative US-Patrioten einfallen lassen und wie der neue Hoffnungsträger der USA diesbezüglich reagieren wird.

Es war einmal: SAFER SEX

Quelle: bzga.de

Quelle: bzga.de

Männer finden − ganz gleich ob homo oder hetero − den Gebrauch von Kondomen als lästig: Ergebnis einer Studie des „International Journal of STD & Aids“. (Men‘s Health berichtet; Ausgabe 02/09)

Obwohl man(N) das Präservativ lustvoll in den Akt der Liebe einbauen kann, lehnen 77 Prozent der Männer das Latex-Tütchen ab. Mehr als die Hälfte der Kondom-Gegner sind der Meinung, dass Sex kein gefühlsechtes Erlebnis mehr ist, wenn sich ein Pariser „dazwischen mogelt”.

Egal ob Gummischutzmittel, Überzieher oder Präser − Kondome sind keine Spielverderber. Wer seine Sexualpartner oft wechselt sollte sich bewusst darüber sein, welchem Risiko der Infektion er sich und andere aussetzt. Dabei besteht die Gefahr der Ansteckung nicht nur mit dem HI-Virus, auch allgemein verbreitete Geschlechtskrankheiten wie Syphilis oder Tripper werden nicht lange auf sich warten lassen.

Verhütungsmittel gibt es in den unterschiedlichsten Farb- und Geschmacksrichtungen sowie in verschiedenen Größen. Zudem kann man bei diversen Anbietern zwischen verschiedenen Intensitätsgraden wählen. Da dürfte also für jeden die passende „Lümmeltüte” dabei sein.

Desperate Housewives: Neues aus der Wisteria Lane

Die fünfte Staffel

Die fünfte Staffel

Nach langer Abstinenz ist es wieder so weit, die fünf Weibsstücke der Wisteria Lane sind zurück. Susann hat sich von Mike getrennt, Gabrielle und Carlos sind Eltern und Bree ist der neue Star am Herd. Lynette muss sich wie gewohnt allein um die Zwillinge kümmern und Edie − man kann es kaum glauben − hat geheiratet. Es wird also wieder spannend.

Besonders das schwule Publikum kann sich auf die neue Staffel freuen: Ein gut gebauter männlicher Oberkörper ist in jeder Folge garantiert. Brian Kinney, der Sex-Gott aus „Queer as Folk”, wird sicherlich dazu beitragen. Aber auch die Zwillinge der Scavos sind − wie sagt man so schön − nicht von schlechten Eltern und auf der Suche nach ihrer sexuellen Orientierung. Die DVD-Sammlung schwuler Nachbarn wirft weitere Fragen auf. Ein neuer Schwiegersohn in spe scheint akzeptiert zu werden, zumindest bis die wahre Identität ans Tageslicht kommt. Mysterien und Geheimnisse in der Nachbarschaft, Zündstoff für viele Gespräche, Pokerabende und Intrigen.

Mehr wird an dieser Stelle nicht verraten, ab viertel nach Acht kann sich jeder mittwochs selbst ein Bild vom Leben in der Wisteria Lane machen. Wir wünschen schon jetzt viel Spaß dabei!

Die Gerüchteküche brodelt…

Als Prominenter weiß man, wie man das Interesse der Medien auf sich zieht − aber was ist dran, an den neuen Gerüchten über David Hasselhoff? Medienberichten zufolge sind in letzter Zeit immer wieder Behauptungen aufgetreten, David sei schwul. Auch seine Ex-Frau Pamela Bach äußerte sich zu den Gerüchten. Ihr gegenüber hätte er von einer Beziehung zu einem männlichen Partner gesprochen. Alles nur Strategie, um sich wieder in den Medien zu platzieren? Oder steckt ein bisschen Wahrheit dahinter und David versucht neuerdings am anderen Ufer anzukommen? Wer was weiß, sollte uns daran teilhaben lassen.

Mitte der Achtziger war er für die “Foundation für Recht und Verfassung” im Einsatz. Gemeinsam mit Devon, Bonny und K.I.T.T., trug Michael Knight alias David Hasselhoff zur Aufklärung der mysteriösesten Verbrechen bei – natürlich schneller als die ortsansässige Polizei. Ab 1989 spielte Hasselhoff in der bisher erfolgreichsten US-Fernsehserie „Baywatch”. Als Lt. Mitch Buchannon war er − gemeinsam mit Darstellerinnen wie Pamela Anderson und Carmen Electra − auf Milliarden von Bildschirmen rund um die Welt zu sehen.