“O’ zoapft is” – GAYfeiert wird im „Wiesnzelt“

PinkPants-Sicher Dir Dein Ticket jetzt!

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Zehn Tage noch dann startet das Oktoberfest in München und aus aller Herren Länder werden die Besucher über die Theresienwiese strömen. Aber damit nicht genug: Wenn am Abend die Zelte auf dem Oktoberfest schließen – zeihen Zehntausende weiter und landen am Stiglmaierplatz. „Das Wiesnzelt“ ist die Partylocation für eine After-Wiesn.

Das Dachten sich auch die Jungs von romeoliebtjulian und laden nun zur „PINK PANTS“ am Dienstag,  20. September in „Das Wiesnzelt am Stiglmaierplatz“. Unter dem Motto: „Männerpracht in Tracht“ wird gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und die ein oder andere Maas vernichtet werden. Und für alle diejenigen unter Euch, die auch noch was fürs Auge wünschen: Je kürzer und enger die Lederhosen, desto knackiger der Hintern^^.

Die erste ‚Wiesn-Gay-Sause‘ ist die einzige offizielle schwul-lesbische Wiesn-Party zum Münchner Oktoberfest 2011 – Und das ohne Sperrstunde.

Wenn knackige Jungs an den Start gehen, lassen sich die Veranstalter der „PINK PANTS“ natürlich auch etwas einfallen, um den Abend zu einem (denk-)würdigen Erlebnis zu machen! Schließlich soll er sich doch als fester Bestandteil des Wiesn-Terminkalenders der schwul-lesbischen Gemeinde etablieren. Lasst Euch also überraschen und bucht gleich online Euer Ticket zur „PINK PANTS“ – der GAYparty im Wiesnzelt.

Die Fakten:
Pink Pants – Männerpracht in Tracht
Datum: 20.09.2011
VA-Ort: Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, Nymphenburgerstr. 2, 80335 München
U1 oder Tram 20/21 Haltestelle Stiglmaierplatz
Eintrittspreis: 18 €
Öffnungszeiten: 18:30- Open End
Afterparty: 23:00 – open Ende

Tickets buchen.

Fünf Jahre PRIDE1 – Wir gratulieren!

Fünf Jahre anders hören – das könnt Ihr seit dem 1. September 2006 bei PRIDE1. Der Sender, der anfangs mit einem Programm für die lesbisch-, bi- und transsexuelle Zielgruppe an den Start ging, ist mittlerweile zu einer festen Größe in der LGBT-Medienlandschaft gewachsen.

Bis heute sendet das Webradio jeden Tag rund um die Uhr und vereint aktuelle Nachrichten aus Szene, Politik und Gesellschaft mit den aktuellen Hits und den beliebtesten Klassikern. Das Programm wird durch regelmäßige Live- und Sondersendungen ergänzt.

„Natürlich ist es auch heute noch wichtig und richtig, dass es einen Sender wie PRIDE1 gibt. Neben unseren politischen Meldungen und Themenbehandlungen aus dem LGBT-Bereich ist es uns aber mindestens genauso wichtig, einfach gutes Radio zu machen“, so Markus Leizbach, einer der beiden Sendeleiter bei PRIDE1.

Fünf Jahre PRIDE1 – fünf Jahre voll harter Arbeit, Engagement und Faszination. Alle Mitarbeiter des Online-Senders arbeiten ehrenamtlich in Ihrer Freizeit und das auf hohem Niveau. „Uns rührt es wirklich immer und immer wieder, wie stark sich die Menschen für unser gemeinsames Projekt engagieren. Wir sind mächtig stolz auf unser Team, dass nicht nur einen guten Job liefert – es sind schlichtweg die Besten!“, so Kai Tillmann, ebenfalls Senderleiter von PRIDE1.

Leizbach und Tillmann versprechen, dass sich PRIDE1 auch in Zukunft für die schwul-lesbische Community einsetzen werde. Mit aktuellen Sendethemen und gut recherchierten Beiträgen gepaart mit dem gewissen etwas zum „Anders hören“.

Für das fünfjährige Jubiläum hat sich das PRIDE1 Team für Samstag ein ganz besonders Programm für die Hörerinnen und Hörer zusammengestellt. Was Euch zum Geburtstagsradio erwartet:

10 bis 12 Uhr – PRIDE1-GEBURTSTAGSBRUNCH mit Markus Leizbach
12 bis 14 Uhr – PRIDE1-SCHLAGERCASINO mit Kai Tillmann
14 bis 17 Uhr – PRIDE1-CHARTS Fünf Jahre Hörer-Charts mit Thorsten Dütsch
17 bis 19 Uhr – PRIDE1-RETRO mit Uli Nobbe
19 bis 20 Uhr – PRIDE1-BACKSTAGE Fünf Jahre PRIDE1 beinhalteten auch die ein oder andere Panne… mit Heiko Greilinger
20 bis 22 Uhr – PRIDE1-VIP-(Geburtstags)LOUNGE mit Ralf Kühne, Giudo Betzholz und Gästen…
Ab 22 Uhr – PRIDE1-NIGHTLIFE mit Martin Rapp

Cruising: Augen auf in Münchens Parks

Cruising birgt Gefahren – Schon mehrfach haben Wir Euch darüber informiert, dass in Parks, Wäldchen und auf Parkplätzen nicht immer alle Euer „bestes“ wollen. Beim cruisen solltet Ihr stets die Augen offen halten und wachsam sein.

In München warnt aktuell das SUB – Schwules Kommunikations- und Kulturzentrum München e.V. – vor unachtsamen cruisen.  „Vorsicht walten lassen, im Notfall die Polizei rufen.“, so Christopher Knoll, Leiter des Anti-Gewalt-Projektes für schwule Männer im Sub.

In den letzten Tagen kam es vermehrt zu Übergriffen und Raubtaten in der Nähe von Münchens Cruising-Plätzen. Besonders am Sendlinger Tor und Innsbrucker Ring wurden Männer angegriffen und nicht selten beraubt, wie die Münchner Polizei mitteilte. Auch gewaltsame Übergriffe waren in den letzten sommerlichen Nächten keine Seltenheit.

Das SUB bewertet die Vorfälle als geplante Übergriffe mit einem schwulenfeindlichen Hintergrund. „Pöbeleien und Körperverletzungen richteten sich fast ausschließlich gegen schwule Männer. Im Park am Sendlinger Tor und den benachbarten Straßen kam es darüber hinaus vermehrt zu Raubüberfallen.“, so Knoll weiter. Das Aktionsbündnis für Solidarität gegen Schwulen-, Lesben- und Transfeindlichkeit warnt: „Wir fordern schwule Männer auf, die Augen offen und verdächtige Personen im Auge zu behalten. Gegebenenfalls sollten sie die Polizei über die 110 verständigen und andere schwule Männer, falls anwesend, um Unterstützung bitten“.

Bedauerlicherweise gibt es aber auch immer wieder Konfrontationen mit der Polizei. So ist es verboten, Spielplätze zu betreten, die ja häufig Bestandteil öffentlicher Parkanlagen sind. Die Polizei nimmt dies leider zum Anlass für nächtliche Kontrollen. Insbesondere drei Stellen sind hier in München kritisch: der Spielplatz auf der Theresienwiese und insbesondere die Spielplätze am Sendlinger Tor Park (wo nachts der gesamte Park als Spielplatz gewertet wird) sowie im Englischen Garten. Hier gab es in der Vergangenheit immer wieder Situationen, die die Polizei als Hausfriedensbruch gewertet hat – auch wenn das Areal nicht durch einen Zaun gesichert ist – so zum Beispiel am Sendlinger Tor.

 

Lebenspartnerschaft: 23.000 sagten „JA“

Wie eine Erhebung des statistischen Bundesamtes ergeben hat, lebten im vergangen Jahr rund 23.000 Paare in sogenannten eingetragenen Lebenspartnerschaften. Dabei wurden nur die Paare berücksichtigt, die nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz registriert sind. Hinzu kommen rund 63.000 schwule und lesbische Pärchen, die in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft zusammen leben, diese aber noch nicht eintragen lassen haben.

Erhoben wurden die Daten aus den Ergebnissen des Mikrozensus 2010. Mit der großen jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa wird unter anderem der Familienstand abgefragt. Dieser aber erst seit 2006.

Im Vergleich zu den Vorjahren, leben heute rund 37 % der gleichgeschlechtlichen Paare in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Im Jahr 2006 waren es nur rund die Hälfte.

Der Mikrozensus ist eine statistische Erhebung, bei der im Gegensatz zur Volkszählung nur nach bestimmten Zufallskriterien ausgewählte Haushalte beteiligt sind. Die Anzahl der Haushalte wird so gewählt, dass die Repräsentativität der Ergebnisse statistisch gesichert ist. Der Mikrozensus dient dazu, die im Rahmen von umfassenden Volkszählungen erhobenen Daten in kurzen Zeitabständen mit überschaubarem organisatorischem Aufwand zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren.

Schwules Open Air in der Kettengasse

Köln hat ein schwules Straßenfest mehr: Neben dem Veedelfest zu Beginn des ColognePride und dem großen Straßenfest zum Christopher Street Day Köln gibt es nun am letzten Augustwochenende eine dritte Alternative zum Indoorpartying: Das Fest in der Kettengasse, bereits in der zweiten Auflage.

Was als Lockmittel geplant war um die Gastronomie zu beleben, mausert sich so langsam zu einem eigenen Szeneevent in der Domstadt. Organisiert wird das Straßenfest unter anderem vom Café Morgenstern und dem Café era. Damit partytechnisch nichts schief gehen kann, haben sich die Jungs das VENUE Team ins Boot geholt. Der in Köln als IN-Szene-Club bekannte Laden aus der Hohen Straße, stellt am Freitag, 26. August sein DJ-Team der Twinkylicious, Gaycadamy, Secret Lovers und Gay Students Night auf die Straße und heizt Euch ordentlich ein. Und wenn das Fest in der Kettengasse um 22:00 Uhr zu Ende geht, wird im VENUE weiter gefeiert.

Am Samstag, 27.08.2011 geht’s dann um 14 Uhr weiter bevor am frühen Abend Miss Delicious, DjCK und weitere Superhereos die Showbühne übernehmen. An beiden Tagen gibt’s neben Cocktails und kühlem Bier – alles was das Herz begehrt an den Außenbars.

100.000 bei CSD-Parade in Hamburg

GAYS.DE - Liebe ist VielfaltMehr als 100.000 Menschen haben an der Parade zum 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg teilgenommen. Nach ein paar technischen Schwierigkeiten, haben auch wir es geschafft, endlich die Bilder der Parade online zu stellen. Bitte entschuldigt das lange Warten.

Neben mindestens 10.000 Teilnehmern begleiteten rund 90.000 Zuschauer den Umzug durch die Hamburger Innenstadt. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Vertreter der Bürgerschaft hatten die Demonstration bis zum Hauptbahnhof angeführt. Rund 40 Trucks, PKW und Fußgruppen waren vom Stadtteil St. Georg aus durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Der über zwei Kilometer lange Paradezug stand in diesem Jahr unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist In“. Damit sollten sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen.

„Wir freuen uns, dass erneut so viele Menschen am Hamburger CSD teilgenommen haben, um für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen in Deutschland auf die Straße zu gehen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Das ist ein deutliches Signal, gerade auch an die Politik.“
Hamburg Pride e.V. ist ein schwul-lesbischer Verein mit Sitz in Hamburg und wurde 2003 gegründet. Der Verein ist Ausrichter des jährlichen Christopher Street Day (CSD) in Hamburg und verantwortlich für verschiedene weitere Aktionen in der schwul-lesbischen Szene der Hansestadt. Mit über 200 Mitgliedern ist Hamburg Pride der größte CSD-Verein Deutschlands.

Einen Überblick über die Bilder von weiteren Christopher Street Days in Deutschland, haben wir in unserer exklusiven Bildergalerie für Euch zusammen gestellt.

 

Prag hat sein erstes Mal – Saarbrücken begeistert 20.000

Die „Saison“ zum Christopher Street Day ist noch lange nicht beendet – Noch immer finden zahlreiche Veranstaltungen rund um die Rechte von Lesben und Schwulen auf der ganzen Welt statt. So soll es in diesem Jahr auch erstmals in Prag sein – Die tschechische Hauptstadt wird entjungfert. Zum ersten Mal in der Landesgeschichte findet eine Veranstaltung für die Rechte Homosexueller in der geplanten Größenordnung statt. Nicht das Schwule und Lesben in Prag nicht existieren – ihre Rechte und damit auch einen CSD haben sie bisher nur noch nicht öffentlich vertreten und somit feiern können.

Dabei ist Prag bekannt für seine Szene. Knackige Boys (vielen bestimmt auch bekannt aus den diversen Filmproduktionen in den Ü-18 Bereichen der Verleiher), der Club „Valentino“ als zentraler und angesagtester Treffpunkt im Herzen der Stadt und das Kneipenviertel Vinhorady mit seinen überaus günstigen Bierpreisen. Feiern kann man gut, die politische Situation hingegen ist noch etwas verklemmter im Vergleich zu Deutschland.

Hier gehen Schwule und Lesben bereits seit mehreren Jahrzehnten auf die Straße und kämpfen für Ihre Rechte. In den letzten Wochen haben wieder zahlreiche CSDs im gesamten Bundesgebiet stattgefunden. Eine Überraschung dabei. Der Christopher Street Day in Saarbrücken. Klein und verschlafen – das denkt man von der saarländischen Landeshauptstadt, aber alles andere ist der Fall. Bei der Parade am Sonntag, an der gerade mal 20 Wagen teilgenommen haben, waren mehr als 20.000 Besucher als Zuschauen, Demonstranten, Feierwütige und Neugierige dabei. Für den CSD Saarbrücken ein voller Erfolg.

Bilder aus Saarbrücken gibt’s bei Facebook – Mehr Informationen zu den CSDs in Eurer Nähe bei GAYS.DE http://www.gays.de/csd und tagesaktuell im Netz.

„Liebe ist …“ – das war der CSD Köln 2011

Tatjana Taft und Claudia Roth beim Start der CSD Parade 2011. Weitere Bilder ...

Ein Wechselbad der Gefühle bot das CSD-Wochenende in Köln in diesem Jahr – und wie sollte es anders sein, dass Wetter hat mitgespielt. Auch nach 20 Jahren, konnte Petrus seine Tropfen fern halten.

Unter dem Motto „Liebe ist…“ zog gestern die CSD-Parade durch Kölns Innenstadt. Vielfältig und bunt setzten etwa 20.000 Teilnehmer das Motto um. Bei der Parade war Liebe manchmal ernst („…Verantwortung“), manchmal ethisch („…Gott sei dank, keine Schande“) manchmal witzig („…ein Lesben-Pfläumchen“), manchmal politisch („…diskriminierungsfrei“), immer aber kreativ umgesetzt.

Sabine Arnolds vom Vorstand des Kölner Lesben- und Schwulentags (KLuST) freut sich: „Selten sahen wir das ColognePride-Motto so durchgängig und mit unterschiedlichen Botschaften versehen auf der CSD-Parade. Das zeigt, der CSD Köln ist eben immer noch vor allem eine Demonstration für Akzeptanz und Toleranz vielfältiger Lebensstile.“ Genauso viele Zuschauer wie im letzten Jahr sahen das genauso. Nach veröffentlichten Berichten jubelten demzufolge etwa 900.000 Besucher am Paradeweg durch die Kölner Innenstadt.

Zur Abschlusskundgebung auf dem Kölner Heumarkt sprach Polit-Prominenz aus Berlin, Köln und Düsseldorf zum aufmerksam zuhörenden Publikum. Der umweltpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Michael Kauch gewann die Kölner mit dem herzhaften Bekenntnis: „Der Kölner CSD ist viel geiler als der Berliner“. Grünen-Chefin Claudia Roth und ihr Partei-Kollege Volker Beck, parlamentarischer Geschäftsführer und menschenrechtspolitischer Sprecher seiner Partei, gingen hart mit der aktuellen Bundesregierung ins Gericht und forderten diese auf, endlich die rechtliche Gleichstellung für Lesben, Schwule und Trans* zu vollenden. Roth sagte vehement: „Unsere Geduld ist zu Ende“.

Neben solchen Politikern, die schon seit langen Jahren den CSD unterstützen, gab sich erstmals auch die Regierungsspitze des Landes Nordrhein-Westfalen die Ehre zur politischen Abschlussveranstaltung: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sprach sich mit deutlichen Worten gegen die Diskriminierung unserer Minderheit aus. Außerdem kündigte sie weitere Initiativen des Landes über den Bundesrat an, dessen Präsidentin sie derzeit auch ist. Realistisch konstatierte Kraft: „Da sind dicke Bretter zu bohren, aber die muss man dann auch bohren.“

Der KLuST machte in seiner politischen Auftaktrede deutlich, dass in Deutschland die rechtliche Gleichstellung weit vorangeschritten sei, aber auch hierzulande und sogar im liberalen Köln Schwule, Lesben und Trans* mit Vorurteilen zu kämpfen hätten. Der Veranstalter kündigte darüber hinaus an, die Initiativen der nordrhein-westfälischen Regierung kritisch zu verfolgen. Dennoch zeigte sich Sprecherin Sabine Arnolds erfreut und stolz über den hohen Besuch: „Die Ministerpräsidentin hat damit ein kraftvolles Zeichen für Toleranz und Akzeptanz gesetzt. Nach 20 Jahren zeigt die Regierungsspitze, dass Liebe – egal welcher Couleur – in Nordrhein-Westfalen willkommen ist. Selbstverständlich laden wir Frau Kraft heute schon ein, im nächsten Jahr wiederzukommen.“

Mehr zum CSD Wochenende in Köln und zum GAYS.DE CommunityCamp könnt Ihr in den kommenden Tagen lesen. Auch mit Bildern und kleinen Anekdoten werden wir Euch auf Facebook und twitter auf dem Laufenden halten. Das Datum für den ColognePride 2012 steht übrigens bereits fest: Der Auftakt wird am 23. Juni sein, das CSD-Wochenende vom 6. bis 8. Juli 2012. (Bild: dpa)

Bielefeld – …und die Flagge wird hängen!

In Bielefeld wurde heute heftig darüber diskutiert, ob das Hissen der Regenbogenflagge zum Christopher Street Day rechtens ist und ob somit nicht andere Vereine, Interessengemeinschaften, etc. das Recht auf Gleichbehandlung erhalten müssten.

In einem, vom Netzwerk lesbischer und schwuler Gruppen in Bielefeld e.V. und GAYS.DE organisierten, stillen Protest, wurde heute pünktlich zur Sitzung des Haupt- und Beteiligungsausschusses, die Meinung der Schwulen und Lesben in Bielefeld erfolgreich vertreten. Mehr als 50 Teilnehmer waren vor dem Bielefelder Rathaus zusammengekommen, um gemeinsam gegen das Vorhaben der BfB (Bürger für Bielefeld) zu protestieren. (GAYS.DE berichtete)

Auf die Anfrage der BfB, ob die Flagge nun zum Christopher Street Day 2011 am Rathaus gehisst werde, hatte Oberbürgermeister Pit Clausen nur eine klare Antwort: „JA! Denn ich finde dies ist eine wunderbare Möglichkeit symbolisch auszudrücken, dass Bielefeld eine moderne Großstadt ist, in der die Menschen einander ohne provinzielle Ressentiments begegnen.“. In seiner weiteren Stellungname vor den teilnehmenden Fraktionen gab er klar zu verstehen, dass der CSD weder Brauchtum noch Party sei. „Im Gegenteil, denn ein Christopher Street Day ist ein Festtag, Gedenktag und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern. Gefeiert und demonstriert wird für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung.“, so Clausen.

Die Teilnahme von Oberbürgermeistern und anderen Politikern an CSD Veranstaltungen ist durchaus nichts Besonderes. In Köln wird der Christopher Street Day durch OB Jürgen Rothers eröffnet. In Düsseldorf ist OB Dirk Elbers Schirmherr und in Dortmund übernimmt Ministerpräsidentin Hannelore Kraft das „Amt“. In München lädt das Stadtoberhaupt Christian Ude sogar zum Rathaus Clubbing, einer Riesenparty in den Sitzungssälen und dem Innenhof des Rathauses.

„Als moderner Oberbürgermeister einer modernen Großstadt zeige ich mit der Beflaggung meine Zustimmung zu einer Botschaft. Ich zeige damit, dass in Bielefeld die Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung willkommen sind. In Bielefeld wird die Liebe respektiert – egal ob hetero oder schwul oder lesbisch. Dabei bin ich mir der Zustimmung der Bielefelder und Bielefelderinnen sicher.“, so Clausen in seiner weiteren Ausführung.

Mit diesem Statement steht das Stadtoberhaupt aber nicht alleine da. Auch die Grünen begrüßen die klaren Worte und wünschen Ralf Schulze gar eine gute Genesung. Unterstützung erhielt Clausen auch aus den Reihen von der Linken und FDP.

Bielefeld hat heute gezeigt, wo Lesben und Schwule stehen. Die Diskriminierung die mit den Nationalsozialisten begonnen hat, darf in der heutigen Zeit nicht fortgeführt werden. Allein deshalb ist es nur umso erfreulicher zu verkünden: Die Regenbogenflagge wird auch weiterhin in Bielefeld zum Christopher Street Day gehisst werden!

Zu den Bildern

ColognePride – Drei Tage Programm auf drei Bühnen

1991 zogen zum ersten Mal wenige Hundert Menschen zur jährlichen CSD-Parade durch Kölns Straßen, dieses Jahr werden wieder hunderttausende Besucher und viele tausend Teilnehmer dabei sein. Ergänzend bietet der CSD Köln ab 1. Juli wieder ein buntes Programm mit viel Spaß, aber auch politischem Tiefgang. Am Freitag um 18 Uhr eröffnet Oberbürgermeister Jürgen Roters gemeinsam mit dem KLuST-Vorstand und dem Moderatorenpaar Natascha Balzat und Malte Fuhrer auf der Hauptbühne am Heumarkt offiziell das CSD-Straßenfest. Anschließend beginnt das Bühnenprogramm: heiße Rhythmen, musikalische Highlights, aber auch leisere Töne.

Die drei CSD-Bühnen auf dem Heumarkt, dem Alter Markt und vor dem Gürzenich bieten wieder drei Tage lang ein abwechslungsreiches Programm. Zu den vielen Künstlern, die ohne Gage auftreten, gehören unter anderem auf der Hauptbühne Frida Gold, Kim Fisher und Cascada, auf der Politurbühne Katja von Kessel, Hajo Päffgenrath oder Männertreu. Auf der Tanzbühne heizen den Partybegeisterten Turntable-Virtuosen wie DJ Hildegard, DJ Rony und Glaucio Duarte ein. Die Politurbühne auf dem Alter Markt bietet außerdem wieder Raum für politische Diskussionen zu den Themen HIV und Aids, Menschenrechte, Regenbogenfamilien und Coming-out.

Am 2. Juli 2011 verleiht der CSD Köln zum zweiten Mal die Kölner Lesben- und Schwulentrophäe (KLuST). In diesem Jahr geht die Auszeichnung an Dirk Bach (GAYS.DE berichtete). Gegen 19 Uhr nimmt der Comedian und Schauspieler auf der Hauptbühne am Heumarkt die „KLuST“ persönlich entgegen. Die Laudatio hält seine Freundin und Weggefährtin Hella von Sinnen, die vor zwei Jahren als erste die „KLuST“ erhielt. Dirk Bach setzt sich seit vielen Jahren für die Rechte von Lesben und Schwulen ein, besonders engagiert unterstützt er Einrichtungen wie das Lebenshaus der Aidshilfe Köln.

Zur Abschlusskundgebung auf der Hauptbühne am Sonntag ab 17:10 Uhr erwarten wir erstmals die Spitze der Landesregierung NRW. Ministerpräsidentin Hannelore Kraft besucht den CSD Köln und nimmt an der Kundgebung teil. Mit dabei sein werden außerdem Bürgermeisterin Elfi Scho-Antwerpes, Claudia Roth, Volker Beck (Bündnis 90/Die Grünen) und Michael Kauch (FDP). Sonntagabend ab 19:05 Uhr gehört die Hauptbühne dem WDR4 Schlagerstündchen. Mit dabei sind Stars wie Katja Ebstein, Ute Freudenberg, Ingrid Peters und Mary Roos. Aktuelle Infos zum Programmablauf auf den Bühnen.

Das GAYS.DE Team bei der Parade 2010

Das GAYS.DE Team bei der Parade 2010

Gemeinsam für gleiche Rechte – CSD-Parade am Sonntag

Höhepunkt des ColognePride und des CSD-Wochenendes ist auch 2011 die Parade. Am Sonntag, den 3. Juli, gibt Oberbürgermeister Jürgen Roters um 12 Uhr auf der Deutzer Brücke den Startschuss. Über 100 Teilnehmergruppen sind dabei. GAYS.DE wird mit der Startnummer 51 vertreten sein und freut sich über Euren Besuch und Eure Teilnahme.  Alle, die keine Gelegenheit haben, die CSD-Parade vor Ort zu sehen, können sie im Fernsehen oder über den Browser verfolgen.
Der Kölner Sender Center.TV strahlt die Parade auch in diesem Jahr wieder live aus.

Alle Termine, bei denen Ihr das Team von GAYS.DE treffen könnt im Überblick.