CSD Darmstadt 2012 – Natürlich anders!

Der 2. CSD Darmstadt findet am 18.8.2012 unter dem Motto „Natürlich anders!“ statt. Zum ersten Mal wird es neben einem Fest auch eine Demo-Parade geben. Start des Demozuges ist um 12:00 Uhr auf dem Luisenplatz. Die Parade endet auf dem Riegerplatz. Hier beginnt um 14:00 Uhr das Straßenfest.

Das Bühnenprogramm wird um 15:00 Uhr durch den Schirmherrn Oberbürgermeister Jochen Partsch eröffnet. Neben Musikbands und Drag Queens wird es auch wieder eine Podiumsdiskussion geben.
Infostände, Gastronomie und eine Bannerausstellung erwarten die BesucherInnen auf dem Platz.
Im Schlosskeller Darmstadt findet im direkten Anschluss ab 22:00 Uhr eine CSD-Aftershowparty statt. Veranstalter des CSD Darmstadt 2012 ist wieder der Communityverein vielbunt e.V.

CSD Berlin – Go Ost!

Alles auf einen Streich – so könnten die Berliner sagen. Denn die Probleme der Streckenführung, die Bedenken zur Abschlusskundgebung und die Kollision mit anderen öffentlichen Veranstaltungen sind aus der Welt.

Am CSD Wochenende (23. und 24. Juni 2012) wird neben Europameisterschafts-Fanmeile und Fashion Week auch der bunte Paradezug Mittelpunkt der Hauptstadt sein.
Die Streitigkeiten und Sicherheitsbedenken eines zuständigen Bezirksstadtrats konnten ausgeräumt werden – Der CSD Berlin 2012 findet statt.

Aber nicht nur zwischen Siegessäule und Brandenburger Tor wird es bunt. Erstmals seit vier Jahren wird auch der Ostern der Hauptstadt wieder in die große Parade zum Christopher Street Day mit eingebunden.
„Mal Ost, mal West – so war es mal geplant. Dieses Jahr schaffen wir das Ziel wieder.“, so Robert Kastl vom Berliner CSD-Verein.
Die genaue Route steht allerdings noch nicht fest – Nur so viel: Das Brandenburger Tor gehört wieder uns!

Übrigens, wer noch Lust hat das GAYS.DE Team auf den CSDs in der Republik zu unterstützen, der ist herzlich eingeladen. Wir suchen noch GAYS.DE Reporter.
Ihr seid mit uns unterwegs und das auf einem CSD Eurer Wahl. Interesse, dann Mail an csd@office.gays.de .

Kylie Minogue feiert ihr Bühnenjubiläum mit Schwulen und Lesben


Pop-Ikone Kylie Minogue wird in diesem Jahr an der Parade des Mardi Gras im australischen Sydney teilnehmen. Damit wird sie gemeinsam mit Mitgliedern der homo-, bi- und transsexuellen Szene ihr 25. Bühnenjubiläum feiern.
Die Sängerin ist voller Vorfreude: „Ich kann es kaum erwarten und dies ist eine wunderbare Art und Weise, 25 Jahre einer solchen Unterstützung zu feiern.”, schwärmt Minogue. „Eure Unterstützung über die vergangenen Jahre war einfach phänomenal, und ich kann es kaum erwarten, nach Hause zu kommen und gemeinsam mit euch zu feiern. Ich sehe euch also im März.”, freut sich die Sängerin.
„Es gibt keinen Zweifel, dass zu unserer Gemeinschaft eine große Zahl an Kylie Minogue-Fans zählen, und sind daher hocherfreut, dass sie zum Beginn ihres 25. Jubiläums in der Musikbranche hier am Mardi Gras teilnehmen wird”, erklärt der Mardi Gras-Sprecher Michael Rolik.
„Frau Minogue nimmt in Australiens Herzen einen ganz besonderen Platz ein. Sie hat Fans auf der ganzen Welt, die sie verehren. Welcher Ort könnte besser sein als Sydney, Australiens Weltstadt, um ihr 25. Jubiläum in der
Unterhaltungsbranche zu feiern?”, erklärt Tourismusminister George Souris.
Der Mardi Gras findet in diesem Jahr vom 12. Februar bis 4. März statt. Die Parade ist am 3. März. (Quelle: Pride1/kt)

Belgrad: Paradeverbot war verfassungswidrig

Die Entscheidung des serbischen Verfassungsgerichts ist für die Behörden in Belgrad ein Schlag ins Gesicht. Diese hatten die Parade zum Christopher Street Day 2009 verboten und damit die Rechte von Homosexuellen stark denunziert.

Auch 2011 wurde die angemeldete Parade kurzfristig wieder abgesagt. Grund dafür: Die Behörden könnten die Sicherheit der Teilnehmer nicht garantieren. (GAYS.DE berichtete)

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass die Willkür der serbischen Behörden in keinster Weise nach zu vollziehen sei. Sie entschieden auf zu Gunsten der Schwulen und Lesben im Land und somit für die von der NGO „Zentrum für Menschenrechte“ eingereichte Klage aus den Vorjahren.

Organisatoren und Menschenrechtsverfechter sehen sich in ihrer Meinung bestätigt. Die öffentliche Meinung des Verfassungsgerichts sei ein Zeichen. Grad in dem von Homophobie und Intoleranz geprägten Land, sehen sie die Erklärung als zukunftsweisend an. „Damit wird erstmals ein Zeichen gesetzt, dass sich solche Entscheidungen in unserem Land nicht wiederholen dürfen.“, so ein Sprecher der NGO.

Übrigens: Die bisher erste Pride wurde in Belgrad 2010 unter Begleitung von heftigen Protesten der Bevölkerung durchgeführt. Damals kam es auch zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. (GAYS.DE berichtete)

Save the date: Neuer Film im Homosexuellen-Denkmal

Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin wurde 2008 der Öffentlichkeit übergeben. Initiatoren waren die Initiative »Der homosexuellen NS-Opfer gedenken« und der Lesben- und Schwulenverband (LSVD). Es entstand nach dem Entwurf des dänisch-norwegischen Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset. Bestandteil des Denkmals ist ein Film, der in Abständen durch Filme anderer Künstlerinnen und Künstler ersetzt werden soll. Am 26. Januar 2012 wird der zweite Film in einem Festakt der Öffentlichkeit präsentiert.

Ehe 2.0 – Nach den Pflichten jetzt die Rechte

Die CSD-Saison 2011 ist grade erst vorbei, doch die Veranstalter des Hambuger CSD haben bereits das Motto für 2012 stehen: “Ehe 2.0 – Nach den Pflichten jetzt die Rechte”.

Der Hamburger CSD 2012 stellt die Forderung nach der Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare in den Fokus. Damit soll auf den Missstand hingewiesen werden, dass mit der Eingetragenen Lebenspartnerschaft – umgangssprachlich „Homo-Ehe“ genannt – lesbische und schwule Paare zwar heiraten können, ihnen aber nicht die gleichen Rechte zustehen wie heterosexuellen Paaren.

„Diese Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung hat bereits das Bundesverfassungsgericht kritisiert und den Gesetzgeber aufgefordert, die Ungleichbehandlung zu beenden“, so Dr. Lars Peters, Erster Vorsitzender des CSD-Vereins Hamburg Pride e. V. „Dies kann entweder durch die Öffnung der Ehe für Homosexuelle geschehen oder über entsprechende Änderungen beim Lebenspartnerschaftsgesetz. In jedem Fall haben wir danach eine modernere und gerechtere Ehe, eben eine Ehe 2.0.“

Die Fokussierung des Hamburger CSDs 2012 auf dieses Thema deckt sich auch mit den Forderungen und Aktivitäten des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland, LSVD. „Wir erhoffen uns, durch die konzertierte Aktion im nächsten Jahr noch mehr Druck in dieser Angelegenheit auf die Politik auszuüben und so den Gesetzgebungsprozess zu beschleunigen“, so Peters.

Mehrere Länder haben bereits die Ehe für Homosexuelle geöffnet und damit deren Diskriminierung beseitigt. Neben generell liberalen Ländern wie den Niederlanden, Schweden oder Kanada gehört dazu auch das katholische Spanien.

Der Hamburger CSD 2012 wird vom 28. Juli bis 5. August 2012 stattfinden; die politische Parade zieht am 4. August auf der bekannten Route durch die Hamburger Innenstadt.

Rechts geht vor Recht!

Traurig aber wahr! – Die für Sonntag angekündigte Gay Pride in Belgrad (Serbien) – GAYS.DE berichtete – ist kurzfristig abgesagt worden. Die Begründung: Die serbische Gesellschaft ist noch nicht reif für eine solche Veranstaltung.

Nicht das der Staat an sich was gegen die angemeldete Demonstration gehabt hätte – die Diskussionen um ein Stattgeben oder ein direktes Verbot liefen dennoch über Wochen im Vorfeld. Letztendlich hatten die Veranstalter doch einen Erfolg zu verbuchen – die Genehmigung der Gay Pride in Belgrad. In letzter Minute wurde die von Schwulen, Lesben, Bisexuellen  und Transgendern so erwartete Demo-Veranstaltung aber doch abgesagt.

Innenminister Ivica Dacic begründete die Entscheidung mit dem Schutz der Teilnehmer, insbesondere der gesamten Bevölkerung. Eine Gruppe Rechtsextremer hätte mit einem konkret ausgearbeiteten Schlachtplan gegen die Parade für „Stimmung“ in Belgrad gesorgt. Dier Menschenrechte der eigenen Landsleute interessierten da weit weniger – „Es gibt eben wichtigeres als die Rechte von Schwulen und Lesben“, so Dacic. Die Rechtsradikalen hatten unter anderem gedroht, mehrere Brände in der Hauptstadt Serbiens zu legen und die Behörden, die für den Schutz der Demonstranten gedacht waren, zu sabotieren. Für die homosexuellen Teilnehmer der Demo waren selbstgebastelte Bomben angedacht.

Laut Behörden wurde mit der kurzfristigen Absage ein „Gemetzel und Chaos“ verhindert. Die für den Einsatz gedachten Polizeieinheiten hätten den Anforderungen nicht Herr werden können, wenn  die Rechten wirklich alle ihre Ankündigungen wahr gemacht hätten. Schade nur, dass bereits im Vorfeld sowohl Polizei als auch Regierung nicht immer hinter den Schwulen und Lesben des Landes standen. Schnell entsteht so der Eindruck, dass die Parade von vornherein nicht unter einem guten Stern Stand und die „rechtsextreme Gewaltfront“ nun als guter Vorwand genutzt werden kann.
Ebenfalls deutlich wird, dass der Staat in den letzten Jahren der Pride nichts dazu gelernt hat. Denn hätte er die Erfahrungen der Übergriffe der letzten Jahre genutzt, so hätte ein Sicherheitskonzept erarbeitet werden können, welches die Rechten weitläufig fernhält. Serbien ist eben noch nicht bereit für eine solche Veranstaltung. Welche Sanktionen nun aus Brüssel auf Serbien eintreffen bleibt offen.

Polizei muss CSD in Belgrad-Pride schützen

Am 2. Oktober 2011 soll in Serbien zum zweiten Mal eine Parade für die Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender stattfinden. (GAYS.DE berichtete) Da es in Belgrad bereits im Vorjahr zu gewaltsamen Auseinandersetzungen nach der Kundgebung kam und für diesen Tag mehrere nationalistische Organisationen Gegenveranstaltungen angekündigt haben, ist der Schutz der Veranstaltung für mehr Gleichstellung durch die Polizei umso notwendiger.

Im Vorfeld hatten einige radikale Polizeivertreter dafür geworben, den Dienst zu boykottieren. Die Kollegen sollen sich krankmelden und die „Parade der Schwuchteln“ nicht unterstützen.
Die Aufklärungs- und Präventionsarbeit zum Schutz von Minderheiten in Serbien steht erst am Anfang. Umso erfreulicher ist es, dass sowohl die serbische Regierung als auch die EU-Delegation und zahlreiche Botschaften der EU-Mitgliedstaaten sich hinter die Organisatoren stellen und an der Parade teilnehmen wollen.

Für das Land Serbien an sich wäre eine friedliche CSD Parade ein großer Erfolg. Denn nur wenige Tage nach der Parade soll der neue Fortschrittsbericht der EU-Kommission erscheinen. Serbien hofft, dass die Kommission darin dem Europäischen Rat im Dezember empfehlen wird, Serbien den Status eines EU-Beitrittskandidaten zu geben. Die Analyse, ob es Fortschritte bei der Umsetzung der Rechte von Lesben, Schwulen und Transgender gegeben hat, ist Teil des Fortschrittsberichtes und Basis für die Entscheidung der Kommission. Das friedliche Abhalten der Regenbogenparade ist somit ein mehr als wichtiger Punkt in dieser Analyse.

Brüssel setzt Serbien unter Druck: Gay Pride kann stattfinden

Wenn es nach der politischen Führungsriege in Serbien ginge, würde es am 2. Oktober wohl keinen Gay Pride geben. Dass die Parade nun doch wie geplant stattfinden kann, ist der EU-Kommission zu verdanken. Die Kommission prüft derzeit, ob das Land schon für eine Aufnahme in die EU bereit ist und dokumentiert das Ergebnis in einem Fortschrittsbericht.

Wie „die Standard.at“ unter Berufung auf die Tageszeitung „Danas“ berichtet, würde sich ein Verbot des Gay Pride negativ auf das Kapitel Menschenrechte in dem Bericht der EU-Kommission auswirken. Noch vor wenigen Wochen haben sich führende Politiker, darunter auch der regierende Bürgermeister Belgrads, gegen eine Durchführung der Parade ausgesprochen.

Der Gay Pride im vergangenen Jahr musste von ca.  5.600 Polizisten geschützt werden. Obwohl die Parade selbst reibungslos durchgeführt werden konnte, kam es zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mehr als 150 Verletzte wurden am Ende der Veranstaltung gezählt. (Quelle: PRIDE1.de/kt)