Rosa Wochenende

Rosa Tag 2010

Rosa Tag 2010

Ob der Rosa Tag im Heide-Park ins Wasser fällt können wir nicht sagen. Die Wettervorhersage lässt hoffen, dass am Samstag die Sonne die Oberhand gewinnen wird. Ob aber die Veranstaltung dennoch ins Wasser fällt oder nicht, dass liegt an Euch.

Seit mittlerweile sechs Jahren veranstaltet der CSD Nord e.V. das rosa Event im Heide-Park Soltau. In diesem Jahr scheint es keinen eigenen Tag für den schönsten CSD Abschluss im Jahr zu geben. Denn laut Homepage heißt es: „Den ganzen September über kommt Ihr als “flotter Dreier” zum Preis für zwei in den Heide-Park und unterstützt gleichzeitig die CSDs im Norden.“. Den entsprechenden Gutschein kann man(n) auf der Seite gleich mit runter laden. Und dennoch scheint es eine kleine aber feine Fan-Community geben, die sich via Facebook auf ihren Saisonabschluss freut. Denn da ist immerhin das Datum 10. September 2011 für den Rosa Tag zu finden.

CSD-Woche in Halle (Saale):

Am Montagabend wurde in Halle an der Saale die diesjährige CSD-Woche eröffnet. Bis zum großen Fest am Samstag laden die Veranstalter zu Vorträgen, Diskussionen und Lesungen ein. Am Samstag findet dann auf dem Marktplatz von 11 bis 18 Uhr ein buntes Bühnenprogramm statt, umrahmt von vielen Informationsständen. Musik- und Showdarbietungen unterhalten die Besucher ebenso wie eine Talkrunde zum Thema “10 Jahre Eingetragene Lebenspartnerschaft – Reif für die Ehe”.
Ab 21 Uhr wird zur Abschlussparty in die “Bel Etage” im Com-Center geladen, wo bis weit in die Nachtgetanzt und gefeiert werden kann. (Quelle CSD Halle: PRIDE1/nb)

PINK LAKE 2011

Nach 3 erfolgreichen Jahren PINK LAKE in Pörtschach am Wörthersee (GAYS.DE berichtete) wird das Event 2011 nach Velden übersiedeln. Gernot Riedel, GF der Wörthersee Tourismus GmbH, freut sich bekannt zu geben, dass eine neue Runde für die PINK LAKE in Velden eingeläutet wird. Der Termin wird für die sonnenhungrige Community nun noch eine Woche früher, vom 25. bis 28. August, sein.

Pörtschach, mit seinen historischen Villen, der wunderschönen Blumenpromenade, dem bunten Mix an historischem Charme und modernem Komfort, war für die PINK LAKE eine wunderbare Veranstaltungsidylle. Nach drei erfolgreichen Jahren ist es nun an der Zeit eine Veränderung herbeizuführen.

„Neue Partylocations, neue wunderbare Eindrücke von der Region kombiniert mit bewährten Konzepten – vieles neu für PINK LAKE 2011. In Pörtschach fand Ende Juni 2011 erstmals das World Bodypainting Festival statt, was uns dazu bewogen hat, nunmehr für PINK LAKE etwas Neues zu planen. Wir haben uns die Verbesserungsvorschläge der Besucher zu Herzen genommen und versuchen die Veranstaltung stetig zu verbessern. Zusammen mit der Veldener Tourismus GmbH, den Veldener Betrieben und neuen Ideen wird PINK LAKE auch in diesem Jahr ein Event der Superlative werden.“, so Gernot Riedel.

„PINK LAKE 2011 ist für uns eine tolle Bereicherung und wir freuen uns schon, die Gay Community in Velden begrüßen zu können“, so Mag. Roland Sint, GF der Veldener Tourismus GmbH. „Wir können schon heute sagen, dass wir tolle Locations, coole Partys und die eine oder andere Überraschung auf Lager haben um Pink Lake  zu einem absoluten Highlight werden zu lassen. Der mondäne Flair und die vielfältigen Möglichkeiten des Jet Set Ortes am See werden für eine entspannte Atmosphäre und ein buntes Programm  sorgen.“

GAYS.DE sucht übrigens noch Reporter, die zur PINK LAKE unterwegs sind und ihre Eindrücke per Bild mit Ihrer Community teilen möchten. Wenn Ihr vor Ort seid, dann schickt uns doch ein paar Bilder, die wir – unter Nennung Eures GAYS.DE Reporter Namens – in Eurer Community und auf Facebook präsentieren können. Eure Bilder an: csd@office.gays.de

CSD in Siegen platzt aus allen Nähten

„Flagge zeigen“ – mit diesem Motto forderten die Siegener ihre Besucher auf am Christopher Street Day teilzuhaben. Und die Besucher kamen in Massen. Polizeiangaben zu Folge waren es erneut mehr als im Jahr davor. Für die Siegener ein voller Erfolg, wenn man bedenkt, dass aufgrund wachsender Besucherzahlen in den letzten Jahren bereits mehrmals der Veranstaltungsort umziehen musste. „Und auch im kommenden Jahr werden wir uns der Herausforderung stellen müssen, einen neuen Platz im Stadtgebiet zu nutzen.“, so Ansgar Cziba, Vorstand der Schwulen Initiative Siegen und Träger der Kompassnadel 2011 (GAYS.DE berichtete).

Neben verschiedenen Freizeitangeboten, präsentierten sich die ortsansässigen Vereine und Institutionen und die Besucherinnen und Besucher konnten sich über das Leben und „treiben“ der Community informieren. Die Siegplatte, auf der das Straßenfest nach der Parade stattfand, war bis auf den letzten Quadratzentimeter besetzt, was u.a. an dem herrlichen Wetter gelegen haben wird.

Die Suche nach einem neuen Standort für das Straßenfest, werden die Siegener in den kommenden Wochen angehen. Denn nach dem CSD ist ja auch schon wieder vor dem CSD.
„Gerade in der Provinz ist es wichtig, dass Schwule und Lesben, Bi- und Transsexuelle in die Öffentlichkeit gehen, um auf die Vielfältigkeit der Menschen in der Gesellschaft und deren Lebensformen aufmerksam zu machen“ , heißt es auf der Website zum CSD Siegen 2011. Drücken wir dem Orga-Team also schon mal die Daumen, fürs kommende Jahr.

Alle CSD im Überblick auf GAYS.DE

100.000 bei CSD-Parade in Hamburg

GAYS.DE - Liebe ist VielfaltMehr als 100.000 Menschen haben an der Parade zum 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg teilgenommen. Nach ein paar technischen Schwierigkeiten, haben auch wir es geschafft, endlich die Bilder der Parade online zu stellen. Bitte entschuldigt das lange Warten.

Neben mindestens 10.000 Teilnehmern begleiteten rund 90.000 Zuschauer den Umzug durch die Hamburger Innenstadt. Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz und Vertreter der Bürgerschaft hatten die Demonstration bis zum Hauptbahnhof angeführt. Rund 40 Trucks, PKW und Fußgruppen waren vom Stadtteil St. Georg aus durch die Hamburger Innenstadt gezogen. Der über zwei Kilometer lange Paradezug stand in diesem Jahr unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist In“. Damit sollten sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen.

„Wir freuen uns, dass erneut so viele Menschen am Hamburger CSD teilgenommen haben, um für die Rechte von Homo-, Bi- und Transsexuellen in Deutschland auf die Straße zu gehen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Das ist ein deutliches Signal, gerade auch an die Politik.“
Hamburg Pride e.V. ist ein schwul-lesbischer Verein mit Sitz in Hamburg und wurde 2003 gegründet. Der Verein ist Ausrichter des jährlichen Christopher Street Day (CSD) in Hamburg und verantwortlich für verschiedene weitere Aktionen in der schwul-lesbischen Szene der Hansestadt. Mit über 200 Mitgliedern ist Hamburg Pride der größte CSD-Verein Deutschlands.

Einen Überblick über die Bilder von weiteren Christopher Street Days in Deutschland, haben wir in unserer exklusiven Bildergalerie für Euch zusammen gestellt.

 

Prag hat sein erstes Mal – Saarbrücken begeistert 20.000

Die „Saison“ zum Christopher Street Day ist noch lange nicht beendet – Noch immer finden zahlreiche Veranstaltungen rund um die Rechte von Lesben und Schwulen auf der ganzen Welt statt. So soll es in diesem Jahr auch erstmals in Prag sein – Die tschechische Hauptstadt wird entjungfert. Zum ersten Mal in der Landesgeschichte findet eine Veranstaltung für die Rechte Homosexueller in der geplanten Größenordnung statt. Nicht das Schwule und Lesben in Prag nicht existieren – ihre Rechte und damit auch einen CSD haben sie bisher nur noch nicht öffentlich vertreten und somit feiern können.

Dabei ist Prag bekannt für seine Szene. Knackige Boys (vielen bestimmt auch bekannt aus den diversen Filmproduktionen in den Ü-18 Bereichen der Verleiher), der Club „Valentino“ als zentraler und angesagtester Treffpunkt im Herzen der Stadt und das Kneipenviertel Vinhorady mit seinen überaus günstigen Bierpreisen. Feiern kann man gut, die politische Situation hingegen ist noch etwas verklemmter im Vergleich zu Deutschland.

Hier gehen Schwule und Lesben bereits seit mehreren Jahrzehnten auf die Straße und kämpfen für Ihre Rechte. In den letzten Wochen haben wieder zahlreiche CSDs im gesamten Bundesgebiet stattgefunden. Eine Überraschung dabei. Der Christopher Street Day in Saarbrücken. Klein und verschlafen – das denkt man von der saarländischen Landeshauptstadt, aber alles andere ist der Fall. Bei der Parade am Sonntag, an der gerade mal 20 Wagen teilgenommen haben, waren mehr als 20.000 Besucher als Zuschauen, Demonstranten, Feierwütige und Neugierige dabei. Für den CSD Saarbrücken ein voller Erfolg.

Bilder aus Saarbrücken gibt’s bei Facebook – Mehr Informationen zu den CSDs in Eurer Nähe bei GAYS.DE http://www.gays.de/csd und tagesaktuell im Netz.

Ein Ziel: Gleichstellung – Doch an der Umsetzung scheitert es oft!

Am vergangenen Wochenende sind wieder Tausende in ganz Deutschland auf die Straßen gegangen, um für ihre Rechte zu Kämpfen. Das gemeinsame Ziel: nach Anerkennung und Gleichstellung zu greifen. Auf den Christopher Street Days in Bielefeld, Konstanz, Rostock und Weimar konnte dies am Wochenende erfolgreich demonstriert werden – auch wenn mit ganz unterschiedlichen Mitteln.

Die Hauptstadt Ostwestfalens ist unter dem Motto „GEOUTET“ beflaggt gewesen, denn sowohl am Wahrzeichen der Stadt – der Sparrenburg – als auch am Rathaus wehte die Regenbogenflagge. Zuvor war diese – nach einer kleinen politischen Diskussion – von den Bielefeldern und ihrem schwulen Oberbürgermeister erfolgreich verteidigt worden (GAYS.DE berichtete). Erstmals traten OB Pit Clausen und Lebensgefährte Thomas Sopp gemeinsam auf, um die Regenbogenflagge im Beisein von knapp 800 Gästen zu hissen. Anschließend zog sich eine Gruppe von mehr als 1.000 Personen (laut Polizeiangaben) und insgesamt 13 bunten Gruppen durch die Bielefelder Innenstadt hin zum Straßenfest. Für Bielefeld eine mehr als erfolgreiche Veranstaltung bei strahlendem Sonnenschein.

GAYS.DE Bilder Bilder bei weird Westfalen Blatt Neue Westfälische

In Rostock wurde der Christopher Street Day ebenfalls erfolgreich begangen. Unter dem Motto: „Gleiche Liebe – gleiche Rechte!?“ zog eine Parade mit fünf Wagen und jeder Menge Mitstreiter durch die Hansestadt und endete mit einem großen Straßenfest. Und auch in Konstanz wurde gefeiert und demonstriert. Beim einzigen Grenzübergreifenden CSD wurden nicht nur verschiedene sexuelle Identitäten angesprochen, sondern auch noch verschiedene Nationalitäten. Gemeinsam wurde gefeiert und der politische Gedanke an die Menschen am Straßenrand getragen. Denn Offenheit, das kennen Schwule und Lesben bereits – allen anderen wird es eben auf solchen Veranstaltungen näher gebracht.

Bilder Rostock Bilder Konstanz

In Weimar dagegen haben die Veranstalter schon mit einer Pleite gerechnet bevor es eigentlich los ging. Zwei Tage vor dem Parade- und Straßenfestwochenende hat die Stadt einen Ordnungskatalog verfasst, der es in sich hat. So durften die Weimarer keine Musik auf dem eigenen Paradewagen spielen, lediglich politische Botschaften und Parolen waren behördlich gestattet. Auch durfte auf dem Straßenfest kein Alkohol verkauft werden. Eine weitere Auflage der Stadt, die von den Besuchern aber erfolgreich ignoriert wurde. Nahegelegenen Verkaufsstände und Kioske haben somit Ihren Nutzen vom Verbot gehabt. „Mensch sein“ konnten die Jungs und Mädels in Weimar zwar – aber als gleichwertig wurden sie von der Stadt wohl nicht angenommen, obwohl zuvor zum Empfang geladen und die Regenbogenflagge gehisst war.

Bilder

 

Anbaden zum CSD Bielefeld 2011

„Wir sind alle nackt“ lautet der erste Satz auf der Homepage zum neuen Programm von Vanessa Maurischat und Holger Edmaier. Zum Baden gehen hat es gestern Abend in Bielefeld zwar nicht gereicht, aber mit ihrem Programm „Anbaden“ boten die beiden Künstler einen Querschnitt ihres Repertoires, der durchaus auch bei einem erholsamen und wohltuendem Schaumbad genossen werden kann. Nur leider fehlte uns das Quietscheentchen.

Anbaden“ ist aber eigentlich nur ein Vorgeschmack auf das was kommt, denn baden gehen wir in der Regel nackt. Vollkommen ohne, meist allein, manchmal zu zweit und oftmals viel zu lange. Wir öffnen uns, lassen uns gehen… So auch im realen Leben. Fern ab von Badezimmer, den eigenen vier Wänden und dem Schutz des Alleinseins. „Gläserne Menschen schieben sich durch Nacktscanner, bezahlen online mit ihren payback-Punkten und posten das Ganze dann bei Facebook, um ihr Leben im Vorratsspeicher der Leaks und Tweets zu verbringen. FKK war gestern – heute ist NACKTBADEN!“, so Holger Edmaier zum neuen Programm der beiden. Vanessa will aber mehr. Zumindest hat sie es gestern Abend gemeinsam mit dem Bielefelder Publikum versucht – Ein Antrag mitten im laufenden Bühnenprogramm: „So zum Steuern sparen und so. Wär doch praktisch oder? Wo auch noch rein zufällig ein Pfarrer unter den Gästen ist.“ – Holger war sich unsicher, aber wer weiß was kommt…

Mit „Nacktbaden“ gehen Vanessa und Holger ab Herbst auf Tour. Start ist der 1. Oktober in Braunschweig, weitere Termine und ein möglicher Gastauftritt in Bielefeld folgen.

Zu den Bildern  von Anbaden – Kabarett und mehr mit Vanessa Maurichat und Holger Edmaier

Wer mehr zum Programm des CSD Bielefeld 2011 erfahren möchte, kann sich auf der Homepage zum Motto „GEOUTET“ und allen Veranstaltungen informieren. Bilder und Co bietet die CSD Facebookgruppe.

 

 

CSD Bielefeld – Geoutet!

Unter dem Motto Geoutet feiern Lesben, Schule, Transgender und Queers am 16. Juli 2011 den CSD in Bielefeld. Immer mehr Lesben und Schwule entscheiden sich – nach einem auch heute noch oftmals schwierigen Coming-Out – geoutet offen und selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben.

Geoutet steht aber auch für die Bedrohung als lesbisch oder schwul geoutet zu leben und deshalb verspottet, gemobbt oder gar misshandelt zu werden. Geoutet verweist darauf, dass trotz aller Erfolge bei der Gleichstellung Heterosexualität nach wie vor die Norm ist und Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Oueers von dieser Norm abweichen.

Der Bielefelder CSD fordert, dass Lesben, Schwule, Heterosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Oueers ihre sexuellen und sozialen Identitäten gleichberechtigt, offen und selbstverständlich leben können. Coming-Out oder Outing sind dann überflüssig!

Zum Gelingen des Christopher Street Days in Bielefeld hat auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ein paar Worte finden können. In ihrem persönlichen Grußwort zum CSD 2011 zeigt sich die Kompassnadelträgerin optimistisch und appelliert an diejenigen, die noch nicht in einem offenen und toleranten Miteinander angekommen sind.

Das die Ostwestfalen einiges zu bieten haben, beweisen sie mit ihrer umfangreichen und vielfältigen Kulturwoche im Vorfeld der Parade und des Straßenfestes. So gab es bereits eine Warm Up Party, einen Kinoabend und einen Crash Tanzabend. Heute findet eine Fachtagung zum Thema  “Bi? – Homo? – Hetero? –oder was?” Sexuelle Identitätsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen”  statt und am Abend laden die Veranstalter zu Kabarett und mehr  mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier. Die beiden Künstler präsentieren Sahneschnittchen aus ihren Soloprogrammen sowie einige Ausblicke auf ihr neues Programm „Nacktbaden“.

Am Samstag geht es dann weiter mit dem Hissend er Regenbogenflagge am Rathaus. Oberbürgermeister Pit Clausen wird die Parade anschließend feierlich eröffnen. Weiter geht’s dann auf dem bekannten „Siggi“ bevor es zur Abschlussparty ins Forum geht.

Alle Termine im Überblick gibt’s hier.

 

Hamburg erwartet 300.000 Besucher zum 31. CSD!

Unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ feiern Homo-, Bi- und Transsexuelle vom 30. Juli bis 7. August 2011 den 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Höhepunkte sind das CSD-Straßenfest an der Alster sowie die große CSD-Parade, die am Samstag, den 6. August ab 12 Uhr durch die Hamburger Innenstadt zieht. Eine festliche Eröffnungsgala, zahlreiche Infoveranstaltungen und verschiedene Partys runden das Programm ab. Schirmherr des CSD ist in diesem Jahr Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Der Hamburger CSD steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Coming-outs. Mit dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ sollen sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. „Viele haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit zu outen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Betroffenen Mut zu machen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Problemen nicht alleine sind.“

Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern werden Homo-, Bi- und Transsexuelle in Deutschland noch immer in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Der 31. CSD fordert deshalb die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, eine Öffnung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Ergänzung des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal „Sexuelle Identität“. Auch eine Reform des Transsexuellengesetzes sowie eine Entschädigung aller nach 1945 wegen homosexueller Handlungen verurteilter Menschen gehören zum Forderungskatalog.

Mit zahlreichen Fußgruppen, PKWs und Trucks zieht am Samstag, den 6. August die CSD-Parade durch die Hamburger Innenstadt. Um 12 Uhr startet die Demonstration in der Langen Reihe und zieht in die Mönckebergstraße, wo gegen 13:45 Uhr eine politische Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es über die Lombardsbrücke zum Jungfernstieg, wo die Parade gegen 15:30 Uhr endet.  Bereits am Freitag, den 5. August öffnet das CSD-Straßenfest auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm seine Tore. Bis einschließlich Sonntag sorgen zahlreiche Infostände, Gastronomiebetriebe und Musikinseln für ein buntes Treiben. Bands, Künstler, Politiker und führende Szenevertreter werden auf der Talk- und Musikbühne gegenüber der Europa-Passage erwartet. Das CSD-Straßenfest ist an allen Veranstaltungstagen bis 22/24 Uhr geöffnet.

Offiziell eröffnet wird der Hamburger CSD bereits am 30. Juli mit der PRIDE NIGHT, der festlichen Gala in den „Fliegenden Bauten“. Stars des Abends sind unter anderem Travestieikone Elke Winter und TV-Moderatorin Kim Fisher. Beginn ist um 19:30 Uhr. Im Anschluss steigt in den „Fliegenden Bauten“ ab 23 Uhr die offizielle CSD-Opening-Party, die erstmals in Kooperation mit der größten Hamburger Szenepartyreihe Pink INC stattfindet. Bis zum 7. August stehen mehr als  100 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Lesungen, Diskussionen, Partys und ein Open-Air-Kinoabend im Schanzenpark. Zentraler Veranstaltungsort der Pride Week ist das CVJM-Haus an der Alster, das vom 31. Juli bis 4. August als „Pride House“ täglich ab 17 Uhr geöffnet hat.

Der erste Hamburger ELECTRO PRIDE startet am Freitag, den 5. August um 23 Uhr im Uebel&Gefährlich. Headliner ist das international gefeierte DJ-Duo M.A.N.D.Y. (Get Physical Music, Berlin). Aber auch nach der Parade darf noch einmal bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Im Edelfettwerk beginnt am Samstag, den 6. August um 22 Uhr der PRIDE DANCE, die größte CSD-Abschlussparty der Stadt. Auf drei Floors, zwei Chillout-Lounges und einer Outdoor-Area sorgen insgesamt acht DJs für eine lange Nacht. Unter anderem dabei: Ben Manson (Walkgroup/La Demence, Brüssel), Frau Hoppe (Wunderbar) und DJ Berry E. (Pop The Floor).

Alle CSD Termine aus Deutschland und Europa findet Ihr auch im GAYS.DE CSD & Pride Guide. Zudem alle Bilder der GAYS.DE Reporter sowie von ausgewählten Veranstaltungen.

Kompassnadel für Hannelore Kraft

Im Rahmen des ColognePride ist es mittlerweile eine feste Tradition am Samstagnachmittag zusammen zukommen, wenn das Schwule Netzwerk NRW und die AIDS-Hilfe NRW zum CSD Empfang ins Gürzenich laden. Gleich zu Beginn des Empfangs gratulierte Klaus-Peter Schäfer, Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW, dem Partnerverband Schwules Netzwerk NRW zum 20-jährigen Bestehen und lobte dessen Professionalität und Basisverbundenheit in der aktiven Minderheiten- und Akzeptanzpolitik zugunsten schwuler und schwul-lesbischer Projekte. „Die AIDS-Hilfe NRW ist stolz, mit einem solch lebendigen und kompetenten Partner in der HIV- und Aidsprävention zusammenarbeiten zu können.“ Angeregt vom Motto des ColognePride 2011 „Liebe ist …!“ sprach er sich auch für einen offenen Dialog mit tabubesetzten Modellen mann-männlicher und käuflicher Liebe aus. „Weder ein Kondomzwang noch andere ordnungspolitischen Maßnahmen sind wirksame Mittel der Prävention. Nur Lebensstilakzeptanz und eigenverantwortliches Handeln führen zum Erfolg“, so Schäfer.

Das Schwules Netzwerk NRW zeichnet Ministerpräsident Hannelore Kraft für ihr besonderes prominentes Engagement bei der Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen und lesbischen Minderheit, mit der Kompassnadel 2011 aus. In ihrer Regierungserklärung ging Hannelore Kraft selbstverständlich auf die Belange der schwulen und lesbischen Minderheit ein. Als Ministerpräsidentin einer rot-grünen Landesregierung verankerte sie schwul-lesbische Themen als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen politischen Handelns. Der gerade entstehende Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ministerien sowie den Schwulen-, Lesben- und Transsexuellenorganisationen an einen Tisch, um notwendige Maßnahmen für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg zu bringen.

Eine zweite Kompassnadel 2011 für besonderes, langjähriges ehrenamtliches Engagement in schwulen Zusammenhängen ging an Ansgar Cziba, Vorstandsmitglied der Schwulen Initiative Siegen (SIS). Maßgeblich hat er zur Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen in Siegen und Umgebung beigetragen, indem er dort ein Begegnungszentrum für Lesben und Schwule, eine hauptamtlich geführte Beratungsstelle und ein jährliches Straßenfest zum CSD mit auf den Weg gebracht hat. (PI)

Bilder: ©GAYS.DE: (1) Tatjana Taft und Volker Beck; (2) Blick in den Saal nach dem Empfang; (3) Anna Luca, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Tatjana Taft (vlnr)