Die Schweiz ruft zur Arosa Gay Skiweek

Letzten Januar haben die Veranstalter knapp 400 Teilnehmer aus über 30 Ländern, von Australien bis Amerika willkommen geheißen! (GAYS.DE berichtete) Es wurden viele neue Freundschaften geschlossen und unvergessliche Abende erlebt. Vom Skifahren und Snowboarden in der wunderbaren Arosa Bergwelt über Sonnenbaden in der Tschuggenhütte bis zum Tanzen am Abend – kurz: es war eine fantastische Zeit, die erfolgreichste Arosa Gay Skiweek aller Zeiten!

Nachdem das Hotel Eden im Frühling abgerissen wurde, haben sich viele Teilnehmer und Aroser Leistungsträger gefragt, wie es mit der Woche wohl weitergehen werde, fungierte das Eden ja die ganzen Jahre über als Zentrum der Woche. Mit dem Robinson Club und dem Hotel Streiff konnten aber zwei neue Partnerhotels gefunden werden. Viele neue Programmpunkte werden entweder im Kongresszentrum, im Kursaal oder in der gemütlichen Seehof Lounge stattfinden.

Die Veranstalter werden nicht müde, sich immer wieder neue Themenpartys und Kultur-Highlights  auszudenken. So werden Ski- und Snowboardfahren für viele Besucher der „Arosa Gay Skiweek“ bald zur Nebensache, denn wo findet man schnell neue Freunde, wenn nicht im Urlaub? Um die Sache noch einfacher zu machen, organisieren die Veranstalter Single-Dinners für jene, die nicht schon bei der Willkommensparty Anschluss gefunden haben. Und spätestens während des Saunaabends mit dem verheißungsvollem Thema „1001 Nacht“ sollte es doch klappen. Die Nacht zum Tag machen kann man(n) zudem bei der  „I Love Disco“-Party, der „Splash Pool Party“ oder dem „White Snow Ball“.

Kein Mann ist mit Skiern unter den Füßen geboren, daher steht den Besuchern die ganze Woche das erfahrene Team der ABC Schneesportschule zur Verfügung. Allein die atemberaubende Winterlandschaft Arosas (Schnee garantiert!) sollte selbst den schüchternsten Sportmuffel überzeugen, einmal eine Abfahrt zu wagen. Erfahrene Ski- und Snowboardfahrer müssen sich aber nicht langweilen: sie finden auf anspruchsvolleren Strecken ihren Spaß und können sogar einen Skiausflug mit Helikopter nach St. Moritz buchen!

Wie nach einem ausgedehnten Tag an der See kann auch ein Tag in den Bergen (Sonnencreme nicht vergessen!) ganz schön schlauchen. Gut, dass Arosa mit Unterkünften für die unterschiedlichsten Ansprüche aufwartet. Ein Zimmer in einem der zehn Partnerhotels lohnt gleich doppelt: Die Hotels sind nicht nur auf das internationale Publikum vorbereitet, mit der Buchung des Hotelpakets erhält man außerdem den „Eventpass Gold“, der kostenlosen Zutritt zu allen Veranstaltungen verschafft und den Preis für die Skimiete im Bananas Ski- und Snowboardcenter Arosa noch einmal um zwanzig Prozent drückt.

Alle weiteren Infos zur Arosa Gay Skiweek.

 

VOLUME – ONE YEAR ANNIVERSARY

Herzlichen Glückwunsch zum ersten Geburtstag – In Hannover wird die junge Partyreihe VOLUME® am kommenden Wochenende ein Jahr alt und feiert dies mit der vierten Auflage.

Die VOLUME® Party in Hannover gehört nicht ohne Grund zu den zehn größten Queer-Events in ganz Deutschland, denn VOLUME® lockt immer mehr Gäste von Außerhalb. Sogar aus dem Ausland reisen Schwule & Lesben an, um VOLUME® live mitzuerleben.
Die Location: Das „Studio 6“ hat eindrucksvoll bewiesen, was die perfekte Location für VOLUME®  ausmacht. Keine Diskothek im Zentrum Hannovers ist größer – und bietet Platz für mehr Party-Gäste. Auch die technische Ausstattung der Location kann sich sehen lassen – eine bombastische Stimmung bis in die frühen Morgenstunden ist garantiert.

Das Programm: Sensationelle DJs, atemberaubende Liveshows und ein Tick von Live-Musik – das ist es, was die Begeisterung der Gäste an der VOLUME®  ausmacht. Und genau das ist es auch, was die Veranstalter den Gästen versprechen – das gewisse Etwas in Form des „wow“-Effektes. Das Gefühl, einen VOLUME® -Event unter keinen Umständen verpassen zu dürfen.

Das Geheimnis: Um größtmögliche Qualität zu gewährleisten, braucht jeder Event eine sehr lange Vorbereitungszeit. Deswegen findet VOLUME®  lediglich 3x pro Jahr statt. Jede Ausgabe der VOLUME®  ist zu 100% einzigartig. Keine Wiederholungen, viele neue Gesichter und coole erfrischende Acts aus der ganzen Welt. Mit den besten Blackbeats, startet die VOLUME® mit der aktuellen Ausgabe zusätzlich in eine neue Ära.

VOLUME IV – ONE YEAR ANNIVERSARY

Samstag, 8. Oktober 2011, ab 22 Uhr
Location: Discothek Studio 6, Raschplatz 6, 30161 Hannover
Dancefloors: 1. Charts, u.a. by HornyShakerz – 2. Electro/House, u.a. by Phil Merveille (NRW) – 3. Evergreens – 4. Blackbeat, u.a. bei DJ PA$CHA (Berlin)
Live Acts: Vocal Duo, Jungle Drumshow
Eintritt: 10 Euro AK, VVK: online

“O’ zoapft is” – GAYfeiert wird im „Wiesnzelt“

PinkPants-Sicher Dir Dein Ticket jetzt!

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Zehn Tage noch dann startet das Oktoberfest in München und aus aller Herren Länder werden die Besucher über die Theresienwiese strömen. Aber damit nicht genug: Wenn am Abend die Zelte auf dem Oktoberfest schließen – zeihen Zehntausende weiter und landen am Stiglmaierplatz. „Das Wiesnzelt“ ist die Partylocation für eine After-Wiesn.

Das Dachten sich auch die Jungs von romeoliebtjulian und laden nun zur „PINK PANTS“ am Dienstag,  20. September in „Das Wiesnzelt am Stiglmaierplatz“. Unter dem Motto: „Männerpracht in Tracht“ wird gemeinsam bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und die ein oder andere Maas vernichtet werden. Und für alle diejenigen unter Euch, die auch noch was fürs Auge wünschen: Je kürzer und enger die Lederhosen, desto knackiger der Hintern^^.

Die erste ‚Wiesn-Gay-Sause‘ ist die einzige offizielle schwul-lesbische Wiesn-Party zum Münchner Oktoberfest 2011 – Und das ohne Sperrstunde.

Wenn knackige Jungs an den Start gehen, lassen sich die Veranstalter der „PINK PANTS“ natürlich auch etwas einfallen, um den Abend zu einem (denk-)würdigen Erlebnis zu machen! Schließlich soll er sich doch als fester Bestandteil des Wiesn-Terminkalenders der schwul-lesbischen Gemeinde etablieren. Lasst Euch also überraschen und bucht gleich online Euer Ticket zur „PINK PANTS“ – der GAYparty im Wiesnzelt.

Die Fakten:
Pink Pants – Männerpracht in Tracht
Datum: 20.09.2011
VA-Ort: Löwenbräukeller am Stiglmaierplatz, Nymphenburgerstr. 2, 80335 München
U1 oder Tram 20/21 Haltestelle Stiglmaierplatz
Eintrittspreis: 18 €
Öffnungszeiten: 18:30- Open End
Afterparty: 23:00 – open Ende

Tickets buchen.

Der Papst kommt: Das Motto zur Demo?

Gemeinsam mit dem Bündnis „Der Papst kommt“ rufen wir für den 22. September 2011 zu einer Demonstration gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes in Berlin  auf. Für die Demo, die parallel zum politischen Besuch des Papstes im Bundestag stattfinden soll, wird nun ein Motto gesucht.

Ihr seid gefordert und könnt aus den 14 Vorschlägen Euren Favoriten wählen. Insgesmat sind mehr als 100 Vorschläge bei Pascal Ferro, Leiter der Koordinierungsstelle „Der Papst kommt“, eingegangen.  Zur Abstimmung.

Das Bündnis, hat bereits mehr als 4.000 Unterstützer aus Deutschland und Österreich gewinnen können. Auch prominente Unterstützer sind dem Bündnis „Der Papst kommt“ wohlgesonnen. Uta Ranke-Heinemann und David Berger (GAYS.DE berichtete) sowie Pohlmann, Nina Queer und weitere.

Das Bündnis „Der Papst kommt“ wurde Anfang des Jahres vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) initiiert, ihm gehören mittlerweile 54 Organisationen an – darunter Gliederungen von SPD, FDP und Grünen sowie der Berliner Landesverband der Partei DIE LINKE und GAYS.DE.  Die gemeinsame Demonstration des Bündnisses wird vom Berliner CSD e.V. organisiert.

PINK LAKE 2011

Nach 3 erfolgreichen Jahren PINK LAKE in Pörtschach am Wörthersee (GAYS.DE berichtete) wird das Event 2011 nach Velden übersiedeln. Gernot Riedel, GF der Wörthersee Tourismus GmbH, freut sich bekannt zu geben, dass eine neue Runde für die PINK LAKE in Velden eingeläutet wird. Der Termin wird für die sonnenhungrige Community nun noch eine Woche früher, vom 25. bis 28. August, sein.

Pörtschach, mit seinen historischen Villen, der wunderschönen Blumenpromenade, dem bunten Mix an historischem Charme und modernem Komfort, war für die PINK LAKE eine wunderbare Veranstaltungsidylle. Nach drei erfolgreichen Jahren ist es nun an der Zeit eine Veränderung herbeizuführen.

„Neue Partylocations, neue wunderbare Eindrücke von der Region kombiniert mit bewährten Konzepten – vieles neu für PINK LAKE 2011. In Pörtschach fand Ende Juni 2011 erstmals das World Bodypainting Festival statt, was uns dazu bewogen hat, nunmehr für PINK LAKE etwas Neues zu planen. Wir haben uns die Verbesserungsvorschläge der Besucher zu Herzen genommen und versuchen die Veranstaltung stetig zu verbessern. Zusammen mit der Veldener Tourismus GmbH, den Veldener Betrieben und neuen Ideen wird PINK LAKE auch in diesem Jahr ein Event der Superlative werden.“, so Gernot Riedel.

„PINK LAKE 2011 ist für uns eine tolle Bereicherung und wir freuen uns schon, die Gay Community in Velden begrüßen zu können“, so Mag. Roland Sint, GF der Veldener Tourismus GmbH. „Wir können schon heute sagen, dass wir tolle Locations, coole Partys und die eine oder andere Überraschung auf Lager haben um Pink Lake  zu einem absoluten Highlight werden zu lassen. Der mondäne Flair und die vielfältigen Möglichkeiten des Jet Set Ortes am See werden für eine entspannte Atmosphäre und ein buntes Programm  sorgen.“

GAYS.DE sucht übrigens noch Reporter, die zur PINK LAKE unterwegs sind und ihre Eindrücke per Bild mit Ihrer Community teilen möchten. Wenn Ihr vor Ort seid, dann schickt uns doch ein paar Bilder, die wir – unter Nennung Eures GAYS.DE Reporter Namens – in Eurer Community und auf Facebook präsentieren können. Eure Bilder an: csd@office.gays.de

CSD in Siegen platzt aus allen Nähten

„Flagge zeigen“ – mit diesem Motto forderten die Siegener ihre Besucher auf am Christopher Street Day teilzuhaben. Und die Besucher kamen in Massen. Polizeiangaben zu Folge waren es erneut mehr als im Jahr davor. Für die Siegener ein voller Erfolg, wenn man bedenkt, dass aufgrund wachsender Besucherzahlen in den letzten Jahren bereits mehrmals der Veranstaltungsort umziehen musste. „Und auch im kommenden Jahr werden wir uns der Herausforderung stellen müssen, einen neuen Platz im Stadtgebiet zu nutzen.“, so Ansgar Cziba, Vorstand der Schwulen Initiative Siegen und Träger der Kompassnadel 2011 (GAYS.DE berichtete).

Neben verschiedenen Freizeitangeboten, präsentierten sich die ortsansässigen Vereine und Institutionen und die Besucherinnen und Besucher konnten sich über das Leben und „treiben“ der Community informieren. Die Siegplatte, auf der das Straßenfest nach der Parade stattfand, war bis auf den letzten Quadratzentimeter besetzt, was u.a. an dem herrlichen Wetter gelegen haben wird.

Die Suche nach einem neuen Standort für das Straßenfest, werden die Siegener in den kommenden Wochen angehen. Denn nach dem CSD ist ja auch schon wieder vor dem CSD.
„Gerade in der Provinz ist es wichtig, dass Schwule und Lesben, Bi- und Transsexuelle in die Öffentlichkeit gehen, um auf die Vielfältigkeit der Menschen in der Gesellschaft und deren Lebensformen aufmerksam zu machen“ , heißt es auf der Website zum CSD Siegen 2011. Drücken wir dem Orga-Team also schon mal die Daumen, fürs kommende Jahr.

Alle CSD im Überblick auf GAYS.DE

„Der Papst kommt“ – Nicht allein!!!

Das Bündnis „Der Papst kommt“ engagiert sich seit Anfang des Jahres für einen friedlichen Protest mit verschiedenen Aktionen anlässlich des Besuches des Oberhauptes der katholischen Kirche in Deutschland. Informationsveranstaltungen zur schwul-lesbischen Lebensweise, zum Thema sexuelle Identität und Religion, Kulturveranstaltungen, Kundgebungen und friedliche Demonstrationen am Rande der offiziellen Terminen von Papst Benedikt XVI.

Doch wie sollte es anders sein – Ersten kommt es anders und zweitens als man denkt. Die geplanten Demonstrationen, die sich gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes nicht aber gegen seine Person als Oberhaupt der katholischen Kirche richten sollte, wurde untersagt (GAYS.DE berichtete). Vor dem Brandenburger Tor dürfen Schwule und Lesben nun nicht ihrer Versammlungsfreiheit nachkommen.

„Eine friedliche Demonstration in Hörweite des Bundestages muss möglich sein. Den Papst vor der Hörbarkeit einer Protestkundgebung zu schützen, gehört nicht zu den Aufgaben der Sicherheitsbehörden. Das Brandenburger Tor befindet sich außerhalb der Bannmeile des Deutschen Bundestages. Wir wenden uns entschieden gegen eine Einschränkung unseres Rechtes auf Versammlungsfreiheit. Unser Protest ist friedlich und wird von zahlreichen anerkannten  Organisationen getragen. Wir lassen uns nicht diskreditieren.“, so Jörg Steinert, Geschäftsführer des LSVD Berlin-Brandenburg.

Anlässlich der Rede des Papstes im Deutschen Bundestag hat das Bündnis „Der Papst kommt“ für den 22. September um 16.00 Uhr zu einer Kundgebung vor dem Brandenburger Tor und anschließender Demonstration aufgerufen. Nun werden der LSVD BB und der Berliner CSD Verein gemeinsam als Kläger auftreten, um für die Rechte von Homosexuellen Bürgerinnen und Bürgern zu kämpfen.

Das Bündnis wurde Anfang des Jahres vom LSVD Berlin-Brandenburg initiiert, ihm gehören mittlerweile 54 Organisationen an – darunter Gliederungen von SPD, FDP und Grünen sowie der Berliner Landesverband der Partei DIE LINKE. Mehrere tausend Personen haben die Resolution des Bündnisses bereits unterzeichnet. Prominente Personen, wie z.B. Uta Ranke-Heinemann, werden bei der Kundgebung am 22. September eine Ansprache halten.

CSD Bielefeld – Geoutet!

Unter dem Motto Geoutet feiern Lesben, Schule, Transgender und Queers am 16. Juli 2011 den CSD in Bielefeld. Immer mehr Lesben und Schwule entscheiden sich – nach einem auch heute noch oftmals schwierigen Coming-Out – geoutet offen und selbstbewusst lesbisch und schwul zu leben.

Geoutet steht aber auch für die Bedrohung als lesbisch oder schwul geoutet zu leben und deshalb verspottet, gemobbt oder gar misshandelt zu werden. Geoutet verweist darauf, dass trotz aller Erfolge bei der Gleichstellung Heterosexualität nach wie vor die Norm ist und Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und Oueers von dieser Norm abweichen.

Der Bielefelder CSD fordert, dass Lesben, Schwule, Heterosexuelle, Bisexuelle, Transgender und Oueers ihre sexuellen und sozialen Identitäten gleichberechtigt, offen und selbstverständlich leben können. Coming-Out oder Outing sind dann überflüssig!

Zum Gelingen des Christopher Street Days in Bielefeld hat auch Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ein paar Worte finden können. In ihrem persönlichen Grußwort zum CSD 2011 zeigt sich die Kompassnadelträgerin optimistisch und appelliert an diejenigen, die noch nicht in einem offenen und toleranten Miteinander angekommen sind.

Das die Ostwestfalen einiges zu bieten haben, beweisen sie mit ihrer umfangreichen und vielfältigen Kulturwoche im Vorfeld der Parade und des Straßenfestes. So gab es bereits eine Warm Up Party, einen Kinoabend und einen Crash Tanzabend. Heute findet eine Fachtagung zum Thema  “Bi? – Homo? – Hetero? –oder was?” Sexuelle Identitätsentwicklung bei Kindern und Jugendlichen”  statt und am Abend laden die Veranstalter zu Kabarett und mehr  mit Vanessa Maurischat und Holger Edmaier. Die beiden Künstler präsentieren Sahneschnittchen aus ihren Soloprogrammen sowie einige Ausblicke auf ihr neues Programm „Nacktbaden“.

Am Samstag geht es dann weiter mit dem Hissend er Regenbogenflagge am Rathaus. Oberbürgermeister Pit Clausen wird die Parade anschließend feierlich eröffnen. Weiter geht’s dann auf dem bekannten „Siggi“ bevor es zur Abschlussparty ins Forum geht.

Alle Termine im Überblick gibt’s hier.

 

Hamburg erwartet 300.000 Besucher zum 31. CSD!

Unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ feiern Homo-, Bi- und Transsexuelle vom 30. Juli bis 7. August 2011 den 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Höhepunkte sind das CSD-Straßenfest an der Alster sowie die große CSD-Parade, die am Samstag, den 6. August ab 12 Uhr durch die Hamburger Innenstadt zieht. Eine festliche Eröffnungsgala, zahlreiche Infoveranstaltungen und verschiedene Partys runden das Programm ab. Schirmherr des CSD ist in diesem Jahr Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Der Hamburger CSD steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Coming-outs. Mit dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ sollen sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. „Viele haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit zu outen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Betroffenen Mut zu machen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Problemen nicht alleine sind.“

Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern werden Homo-, Bi- und Transsexuelle in Deutschland noch immer in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Der 31. CSD fordert deshalb die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, eine Öffnung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Ergänzung des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal „Sexuelle Identität“. Auch eine Reform des Transsexuellengesetzes sowie eine Entschädigung aller nach 1945 wegen homosexueller Handlungen verurteilter Menschen gehören zum Forderungskatalog.

Mit zahlreichen Fußgruppen, PKWs und Trucks zieht am Samstag, den 6. August die CSD-Parade durch die Hamburger Innenstadt. Um 12 Uhr startet die Demonstration in der Langen Reihe und zieht in die Mönckebergstraße, wo gegen 13:45 Uhr eine politische Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es über die Lombardsbrücke zum Jungfernstieg, wo die Parade gegen 15:30 Uhr endet.  Bereits am Freitag, den 5. August öffnet das CSD-Straßenfest auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm seine Tore. Bis einschließlich Sonntag sorgen zahlreiche Infostände, Gastronomiebetriebe und Musikinseln für ein buntes Treiben. Bands, Künstler, Politiker und führende Szenevertreter werden auf der Talk- und Musikbühne gegenüber der Europa-Passage erwartet. Das CSD-Straßenfest ist an allen Veranstaltungstagen bis 22/24 Uhr geöffnet.

Offiziell eröffnet wird der Hamburger CSD bereits am 30. Juli mit der PRIDE NIGHT, der festlichen Gala in den „Fliegenden Bauten“. Stars des Abends sind unter anderem Travestieikone Elke Winter und TV-Moderatorin Kim Fisher. Beginn ist um 19:30 Uhr. Im Anschluss steigt in den „Fliegenden Bauten“ ab 23 Uhr die offizielle CSD-Opening-Party, die erstmals in Kooperation mit der größten Hamburger Szenepartyreihe Pink INC stattfindet. Bis zum 7. August stehen mehr als  100 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Lesungen, Diskussionen, Partys und ein Open-Air-Kinoabend im Schanzenpark. Zentraler Veranstaltungsort der Pride Week ist das CVJM-Haus an der Alster, das vom 31. Juli bis 4. August als „Pride House“ täglich ab 17 Uhr geöffnet hat.

Der erste Hamburger ELECTRO PRIDE startet am Freitag, den 5. August um 23 Uhr im Uebel&Gefährlich. Headliner ist das international gefeierte DJ-Duo M.A.N.D.Y. (Get Physical Music, Berlin). Aber auch nach der Parade darf noch einmal bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Im Edelfettwerk beginnt am Samstag, den 6. August um 22 Uhr der PRIDE DANCE, die größte CSD-Abschlussparty der Stadt. Auf drei Floors, zwei Chillout-Lounges und einer Outdoor-Area sorgen insgesamt acht DJs für eine lange Nacht. Unter anderem dabei: Ben Manson (Walkgroup/La Demence, Brüssel), Frau Hoppe (Wunderbar) und DJ Berry E. (Pop The Floor).

Alle CSD Termine aus Deutschland und Europa findet Ihr auch im GAYS.DE CSD & Pride Guide. Zudem alle Bilder der GAYS.DE Reporter sowie von ausgewählten Veranstaltungen.

Kompassnadel für Hannelore Kraft

Im Rahmen des ColognePride ist es mittlerweile eine feste Tradition am Samstagnachmittag zusammen zukommen, wenn das Schwule Netzwerk NRW und die AIDS-Hilfe NRW zum CSD Empfang ins Gürzenich laden. Gleich zu Beginn des Empfangs gratulierte Klaus-Peter Schäfer, Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW, dem Partnerverband Schwules Netzwerk NRW zum 20-jährigen Bestehen und lobte dessen Professionalität und Basisverbundenheit in der aktiven Minderheiten- und Akzeptanzpolitik zugunsten schwuler und schwul-lesbischer Projekte. „Die AIDS-Hilfe NRW ist stolz, mit einem solch lebendigen und kompetenten Partner in der HIV- und Aidsprävention zusammenarbeiten zu können.“ Angeregt vom Motto des ColognePride 2011 „Liebe ist …!“ sprach er sich auch für einen offenen Dialog mit tabubesetzten Modellen mann-männlicher und käuflicher Liebe aus. „Weder ein Kondomzwang noch andere ordnungspolitischen Maßnahmen sind wirksame Mittel der Prävention. Nur Lebensstilakzeptanz und eigenverantwortliches Handeln führen zum Erfolg“, so Schäfer.

Das Schwules Netzwerk NRW zeichnet Ministerpräsident Hannelore Kraft für ihr besonderes prominentes Engagement bei der Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen und lesbischen Minderheit, mit der Kompassnadel 2011 aus. In ihrer Regierungserklärung ging Hannelore Kraft selbstverständlich auf die Belange der schwulen und lesbischen Minderheit ein. Als Ministerpräsidentin einer rot-grünen Landesregierung verankerte sie schwul-lesbische Themen als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen politischen Handelns. Der gerade entstehende Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ministerien sowie den Schwulen-, Lesben- und Transsexuellenorganisationen an einen Tisch, um notwendige Maßnahmen für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg zu bringen.

Eine zweite Kompassnadel 2011 für besonderes, langjähriges ehrenamtliches Engagement in schwulen Zusammenhängen ging an Ansgar Cziba, Vorstandsmitglied der Schwulen Initiative Siegen (SIS). Maßgeblich hat er zur Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen in Siegen und Umgebung beigetragen, indem er dort ein Begegnungszentrum für Lesben und Schwule, eine hauptamtlich geführte Beratungsstelle und ein jährliches Straßenfest zum CSD mit auf den Weg gebracht hat. (PI)

Bilder: ©GAYS.DE: (1) Tatjana Taft und Volker Beck; (2) Blick in den Saal nach dem Empfang; (3) Anna Luca, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Tatjana Taft (vlnr)