Die MILK macht`s! – Deine Jobmesse

Sie selbst bezeichnet sich als Europas größte Job- und Karrieremesse für Schwule; Lesben und Heteros – Die MILKMESSE. Und am 09. Juni 2012 findet sie zum dritten Mal statt. Wo? In Berlin natürlich.

Nicht nur Networking für gestandenen Unternehmen . die MILK bietet weit mehr. Die Messe bietet Euch die Chance neue berufliche Kontakte zu knüpfen, interessante Jobangebote zu erkunden und lehrreiche Vorträge und Workshops zu besuchen.

Ein Rahmenprogramm mit Speed Networking Sessions, Investorengesprächen, Karrierecoaching, Crazy Business Style Contest, Frauen Special, Business-Slam, Chill Out Lounge mit DJ Live Performance, CV-Checks, Weiterbildungsangebote und einer Abschlussparty runden den Tag ab.

Wer schon jetzt weiß, dass er vorbeischauen möchte, der kann sich auf der Homepage der MILKMESSE registrieren und sich jetzt sein Gratisticket sichern.

Wir werden Euch weiterhin über aktuelles zur MILK 2012 auf dem Laufenden halten.

Folgende Firmen warten bereits auf Euch: Allianz, Accenture, Accor, AoN, A.T. Kearney, Axel Springer Verlag, Bamik, The Boston Consulting Group, Camwik, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Deutsche Post DHL, Dell, ECE Projektmanagement, Enterprise Autovermietung, FORUM Berufsbildung, Freshfields Bruckhaus Deringer LLP,  fourlife consulting, Fullhouse-IT, Google, IBM, IHK Berlin, Ingenieure ohne Grenzen, Hertie School of Governance, Hugo Boss, madvertise, McKinsey & Company, mgm technology partners, NH Hotels, rubiq consult, SAP, Schütz Brandcom, Secretary Plus, Simmons & Simmons LLP, Steinbeis-Hochschule, telegate, Vangardist, Vodafone, Volkswagen Financial Services, Völklinger Kreis, Wirtschaftsweiber, White & Case LLP und die WHU. Die aktuellen Firmenprofile findet ihr hier: goo.gl/IRliL

Tatort Kommissarin rät Fußballern vom Outing ab

Nach dem bereits Philipp Lahm seine Bedenken zum Outing von Profifußballer geäußert hat (PRIDE1 berichtete) bekommt er jetzt Unterstützung von der Tatort Kommissarin Ulrike Folkerts.
Die Schauspielerin, die sich bereits selbst vor einigen Jahren outete, befürchtet das Schlimmste für denjenigen, der sich im deutschen Fußball outet.
Ihrer Ansicht nach ist das gepushte Outing, das ohne Konsequenzen sein soll, absoluter Quatsch.
Denn Sie glaubt, dass die Fans für solche Schritte noch nicht bereit sind.

Bereits in der Vergangenheit hat DFB-Präsident Theo Zwanziger immer wieder geäußert, dass er Spielern, die sich outen möchten, seine uneingeschränkte Hilfe zusichert und mit Ihnen diesen Weg gehen will. Bisher hat sich noch kein Profifußballer öffentlich geoutet. (Quelle: PRIDE1.de/hg)

Europäischer Gerichtshof korrigiert deutsche Gerichte

Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs lässt die Schwulen und Lesben in Deutschland aufhorchen. Ein Hamburger hatte bei seinem zuständigen Arbeitsgericht geklagt, dass es auf Grund seiner sexuellen Orientierung in Sachen Grundbezügen offensichtlich diskriminiert wird. Die Hamburger Richter reichten den Fall weiter an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) der wie folgt urteilte:

Die Freie Hansestadt Hamburg ist verpflichtet, die Verwirklichung einer Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf nach den allgemeinen Grundsätzen des Unionsrechts und von Art. 141 EG durchzuführen. Eine Diskriminierung aufgrund der sexuellen Ausrichtung ist dabei zu vernachlässigen.²

Die Stadt Hamburg berief sich vor den Richtern darauf, dass die staatliche Ordnung für den besonderen Schutz von Ehe und Familie verantwortlich sei. Da die Ehe eine Grundlage für die Familiengründung sei, so soll die höhere Grundversorgung im Alter die eindeutig höhere finanzielle Belastung wieder ausgleichen. Dies sahen die Richter des EUGH jedoch anders. Die Lebenssituation des Klägers, ist mit einer  Hetero-Ehe rechtlich und tatsächlich vergleichbar. Nach dem Gesetz sind Lebenspartner zur gegenseitigen Fürsorge und eventuellen Unterhaltszahlungen verpflichtet (Vgl.  § 2 LPartG und § 5 LPartG).

Wie des LSVD berichtet, können mit dem heutigen Urteil alle verpartnerten Beschäftigten die ihnen vorenthaltenen Leistungen bis zum 3.12. 2003 nachfordern. „Das gilt auch für die Bundesländer, die ihre verpartnerten Beamten und Richter schon gleichgestellt haben, aber nicht rückwirkend zum Dezember 2003.“, so Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes. Laut dem Urteil vom EuGH, kann jeder Benachteiligte sein Recht „[…] geltend machen, wobei er nicht abwarten muss, dass der nationale Gesetzgeber diese Bestimmung mit dem Unionsrecht in Einklang bringt.“. Für den Deutschen Gesetzgeber heißt dies nun, dass eine dringende Nachbesserung der rechtlichen Regelungen erfolgen muss.

Der LSVD hält auf seiner Webseite Mustertexte bereit, mit der die Betroffenen die ihnen rechtwidrig vorenthaltenen Leistungen einfordern können.

Das Urteil, Schlussanträge und Ersuchen nachlesen. Mehr zum Thema Recht in den GAYS.DE News.

² Urteil ( C-147/08) des EuGH (Große Kammer) vom 10. Mai 2011 unter Berücksichtigung  der Allgemeinen Grundsätze des Unionsrechts – Art. 157 AEUV – Richtlinie 2000/78/EG

Empörte Reaktionen nach Berufsverbot für katholischen Religionslehrer

Nach dem verhängten Berufsverbot gegen den offen schwulen, katholischen Theologen David Berger durch den Kölner Kardinal Meisner reagieren Politik und Verbände mit Empörung und Unverständnis. (GAYS.DE berichtete vergangenen Woche)

Für Manfred Bruns, Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) ist dies ein Versuch der katholischen Kirche, mit Sprech- und Berufsverboten ihre Lehrmeinung durchzusetzen. „Hier wird ein erfahrener Theologe aus dem Haus geworfen, weil er sich den Anforderungen der Bigotterie verweigert und offen zu seiner Homosexualität bekannt hat. David Berger hat die Doppelmoral der katholischen Amtskirche angeprangert und aufgedeckt, wie unheilig der Alltag vieler Amtsträger aussieht.“, so Bruns.

Der LSVD begrüßt den Mut und die Tapferkeit von David Berger. „Er kommt aus dem inneren Zirkel der katholischen Kirche. Es ist typisch für die katholische Amtskirche, dass sie sich nicht mit ihren Kritikern auseinandersetzt, sondern diese mundtot zu machen versucht.“, erklärt Bruns weiter. Der LSVD wünscht sich, dass alle Theologen, die sich privat von der menschenfeindlichen Sexualmoral der katholischen Kirche distanzieren, es ihm nach tun. „Wenn das Volk Gottes aufsteht, helfen auch Berufsverbote und Maulkörbe nichts mehr.“, heißt es abschließend.

Der Grünen-Politiker Volker Beck verbindet diesen Fall mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. „Meisner spricht einem profilierten Theologen die Kompetenz ab, weil er nicht asexuell lebt. Wäre die katholische Kirche nur bei Fällen sexuellen Missbrauchs halb so konsequent gewesen. Antisemitismus, Homosexuellenfeindlichkeit und antidemokratische Tendenzen machten dem Kardinal offenbar weniger Sorgen als ein Mensch, der offen zu seinem Leben steht”, so Beck in einer Mitteilung.

Die Mitglieder des Europäischen Forums christlicher LGBT-Gruppen nehmen mit Unverständnis und Betroffenheit zur Kenntnis, dass dem katholischen Theologen David Berger die Lehrerlaubnis entzogen worden ist. „Nach unserem Verständnis der christlichen Botschaft sind auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Queers als Christen dazu aufgefordert, wahrhaftig und ehrlich zu leben. Das bedeutet, sich mit der eigenen Lebensform nicht verbiegen oder verbergen zu müssen.“, heißt es in einer Mitteilung. Das Europäische Forum, dem auch die Organisation HuK (Homosexuelle und Kirche) angehört, sieht in dem ausgesprochenen Berufsverbot einen klaren Verstoß gegen die Menschenrechte durch Kardinal Meisner. „Wir erwarten von der römisch-katholischen Kirche, Gewissensfreiheit und Rechtssicherheit für alle Menschen zu ermöglichen, insbesondere für diejenigen, die in ihrem Dienst stehen.“

Angesprochen auf das Berufsverbot zeigt sich David Berger im Interview mit der „taz“ überrascht gelassen. An seiner Schule wussten die meisten schon vor seinem Coming Out in der Kirche und wunderten sich, dass das so ein großes Thema wurde. „Den meisten Kollegen ist das eigentlich egal. Von Schülern und Eltern habe ich nur positive Reaktionen bekommen, das hat mich gefreut.“, sagt Berger. (Quelle: PRIDE1/td)

Schwul und Karriere? Die MILK zeigt Dir den Weg

Die soziale Vielfalt konstruktiv nutzen – Das ist genau der Tenor, mit dem sich die MILK – Deutschlands erste Karrieremesse für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender – auseinandersetzt. In Sachen Diversity Management ist in dem letzten Jahr viel gesprochen und diskutiert worden. Was ist aber wenn´s konkret wird?
(GAYS.DE berichtete)

Auf der MILK 2011 kann sich am 28. Mai sowohl Homo als auch Hetero über mehr als 50 Unternehmen informieren, die ihre Mitarbeiter schätzen und anerkennen. Mit dem Bl8ick fürs Wesentliche im Hinblick auf die effiziente Nutzung der Ressourcen aller Mitarbeiter schauen eben diese auf eine gemeinschaftliche Zukunft und individuelle Förderung – fern ab von sexueller Identität und Klischees.

„Namhafte Unternehmen wie IBM, Deutsche Bank, Google, Allianz, Deutsche Post – und fortschrittliche öffentliche Institutionen, die an Vielfalt und den damit verbundenen Erfolg glauben – sind nur ein Teil der MILK 2011.“, so Stuart B. Cameron. Denn die MILK bietet nebenher noch eine Networking-Börse, bei der Studierende und Berufstätige mit Gleichgesinnten in Kontakt treten können.

Am Vortag der Messe, also am 27. Mai, findet der große MILK Diversity Kongress statt. Hier werden Vorträge sowie interessante Workshops von hochkarätigen Keynote-Speakern angeboten, die sich intensiv mit LGBT-Diversity beschäftigen.

Gemeinsam mit MILK verlost GAYS.DE insgesamt 10 Freikarten für den Messetag am 28. Mai 2011 in Berlin. Wer eines der begehrten Tickets ergattern möchte, der muss nur einen kurzen Kommentar hier in den GAYS.DE News oder auf der GAYS.DE Fanseite bei Facebook hinterlassen. Wir drücken die Daumen!

AIDS-Hilfe NRW begrüßt neuen Landesgeschäftsführer

Patrik Maas, AIDS-Hilfe NRW

Patrik Maas wird ab 1. Juli neuer Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW. Maas tritt somit die direkte Nachfolge von Dirk Meyer an, der nach 18 Jahren Einsatz und Engagement zur Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung wechselt. (GAYS.DE informierte)

„Der Landesvorstand freut sich sehr, mit Patrik Maas einen erfahrenen und profilierten Nachfolger von Dirk Meyer gefunden zu haben, der mit den Strukturen der AIDS-Hilfe NRW und denen von Politik und Verwaltung bestens vertraut ist“, erklärte Landesvorsitzender Klaus-Peter Schäfer heute in Köln.

Maas war bis 1999 vier Jahre Geschäftsführer des Schwulen Netzwerks NRW. Nach einer Tätigkeit als Finanzvorstand der Queer AG wechselte er 2003 zur Deutschen AIDS-Stiftung, wo er bis heute die Leitung der Finanzen und Verwaltung innehat. 1999 bis 2007 war er Mitglied im Landesvorstand des Paritätischen NRW, aktuell ist er Vorstandsmitglied des Schwulen Netzwerks NRW und des Sozialwerks für Lesben und Schwule in Köln.

Patrik Maas erklärte am Wochenende, dass er sich auf eine vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit den Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW, dem Landesvorstand, den Kolleginnen und Kollegen der Landesgeschäftsstelle und den vielen Kooperationspartnerinnen und -partnern sehr freut. „Die Erfahrungen aus 25 Jahren erfolgreicher und selbsthilfeorientierter Verbandsarbeit sowie die Weiterentwicklung der Aidshilfearbeit in Nordrhein-Westfalen werden Leitlinien meiner Tätigkeit als Landesgeschäftsführer sein“, sagte Maas.

safe oder bare?

Pornostudios in Los Angeles könnten bald durch ein neues Gesetz dazu verpflichtet werden, Kondome in ihren Filmproduktionen zu verwenden. Kommt das Gesetz durch, könnte das eine Signalwirkung auf die gesamte Branche haben. Das meldet der Spiegel in seiner Onlineausgabe. Auslöser der Diskussion um die Kondom-Pflicht, ist ein HIV-positiv getesteter Darsteller.

In einer Abstimmung sprachen sich die Stadtverordneten von Los Angeles bereits einstimmig für einen entsprechenden Gesetzentwurf aus. Die Stadt sieht sich unter Zugzwang, nachdem eine von den Studios finanzierte Klinik zur Überwachung der Gesundheit der Darsteller schließen musste. “Wir können unsere Köpfe nicht länger in den Sand stecken”, sagte Stadtrat Bill Rosendahl in einem Interview. Die Porno-Studios befürchten jedoch enorme Umsatzeinbußen. “Das System hat seit Jahren funktioniert. Wenn wir gesehen haben, dass die Leute krank wurden, haben wir die Benutzung von Kondomen angeordnet.“, sagte der Filmproduzent Steven Hirsch. (Quelle: PRIDE1.de/kt)

Das Risiko einer Infektion ist bei Darstellern pornografischer Werke nicht ausgeschlossen. Auch wenn laut Angaben der Produktionsfirmen regelmäßige Gesundheitskontrollen und HIV-Test vorgeschrieben sind, ist eine 100 %ige Sicherheit wohl nicht garantiert. Zumindest nicht wenn es um ungeschützten Sexualverkehr keht.

Wie denkt Ihr über ungeschützen Geschlechtsverkehr? Ist es wirklich das Risiko einer Infektion wert oder geht Ihr lieber auf Nummer sicher. Safe oder bare – Eure Meinung ist gefragt.

25. TEDDY AWARD – ein Höhepunkt der Gay-Events

Filme aus allen Sektionen der Internationalen Filmfestspiele Berlin – nahezu alle Welturaufführungen oder internationale Premieren – konkurrieren auch dieses Jahr um die TEDDY AWARDS. Zur festlichen Gala am 18. Februar 2011 in der Haupthalle des Flughafen Tempelhof, werden mehr als 3000 Gästen aus Kunst, Kultur, Wirtschaft und Politik erwartet. Verliehen werden die TEDDY AWARDS, durch eine internationale Jury, unter dem Vorsitz des amerikanischen Independent Filmverleihers, Marcus Hu.

Der SPECIAL TEDDY geht 2011 an den südafrikanischen Entertainer und HIV/AIDS Aktivist Pieter-Dirk Uys für sein außergewöhnliches Engagement bei der AIDS-Aufklärung in südafrikanischen Schulen und sein Bühnen Alter Ego Evita Bezuidenhout, der „berühmtesten weißen Frau Afrikas“, wie sie von Nelson Mandela genannt wurde.

Neben Schirmherr Klaus Wowereit werden Stars und Sternchen wie die legendäre Grande Dame des deutschen Nightclubbings – Romy Haag, das TEDDY AWARD-Urgestein Ades Zabel und Jochen Kowalski die Gala zu einem Höhepunkt der Gay-Events im Jahr 2011 aufsteigen lassen. Direkt im Anschluss an die Preisverleihung steigt die heißeste Party der Berlinale, der die live Performances der Kopenhagener Fagget Fairys und Italiens männliche Antwort auf Beth Dito, HARD TON, die absolute Jubiläumswürze verleihen.

Der deutsch-französische TV Sender ARTE überträgt die Aufzeichnung der Gala des TEDDY AWARD, bereits zum 6. Mal in Folge, europaweit am 20. Februar 2011. Aus Anlass des 25. Jubiläums veranstaltet ARTE eine Themenwoche zum TEDDY AWARD, die in einem abschließenden Themenabend unter dem Motto „Willkommen, bienvenue, welcome to queer Berlin“ am 20. Februar ihren Höhepunkt finden wird.

Mehr zum Thema TEDDY AWARD auch im GAYS.DE Blog.

GAYPEOPLE gesucht

Schwul und an Party und Lifestyle interessiert, das ist die Zielgruppe von GAYPEOPLE. Das Magazin für Niedersachsen und Bremen erscheint monatlich und ist in allen Szenelokalen kostenlos erhältlich.

Zum Jahresbeginn 2011 startet das Printmagazin mit einem besonderen Special: GAYPEOPLE sucht den Cover-Boy 2011. Sich einmal fühlen wie ein begehrtes Modell und auf der Titelseite von mehreren Tausend Exemplaren abgelichtet werden – GAYPEOPLE machts möglich. Neben dem exklusiven Titel erwartet Dich ein Profi-Fotoshoot und ein luxeriöses Styling.
Mitmachen kann jeder, der sich per Mail bewirbt. Einfach ein Statement abgeben, warum Du als Cover-Boy abgebildet werden solltest und ein aussagekräftiges Portrait- sowie Ganzkörperbild mit Deinen Personenangaben der Bewerber-Mail anhängen.
Die Aktion läuft bis 15. Februar 2011.

Sollen sich Profis outen oder nicht?

Immer wieder berichten wir über das Thema Homosexualität im Profisport. Insbesondere im Fußball werden nahezu wöchentlich Spekulationen laut, dass Spieler sogenannte Schein-Ehen arrangieren um ihre eigentliche sexuelle Orientierung geheim zu halten.

Hauptursache dafür dürfte die Meinung der Fans sein. „Schwuchtel“ und „Schwule Sau“ sind immer noch die am meisten genutzten Schimpfworte in den Stadien, die Akzeptanz von Schwulen und Lesben laut aktuellen Studien verschwindend gering. Der öffentliche Druck gerade im Profisport ist demnach zu groß, um die eigene Situation im Licht der Öffentlichkeit problemlos zu leben.

Diese Meinung vertritt auch Nationaltorhüterin Ursula Holl. Selbst in einer offen homosexuellen Beziehung lebend, rät sie ‚Mitstreitern‘ jedoch von einem Outing ab. „Ich würde keinem Fußballer raten, sich zu outen. Je mehr du von deinem Privatleben bekannt gibst, desto verletzlicher bist du. Und der Fan im Stadion kann sehr, sehr grausam sein. Diese öffentlichen Anfeindungen wären nur schwer auszuhalten”, gab die Torfrau vom FCR Duisburg der Bild-Zeitung zu verstehen.

Von Seiten des DFB sind seit den vergangenen Jahren zahlreiche Aktionen zu „Homosexualität und Fußball“ initiiert wurden und auch DFB-Boss Zwanziger steht hinter seinen Jungs. Er sichert Unterstützung und ‚Rückendeckung‘ zu, kann aber auch verstehen, dass Spieler den Schritt nicht gehen möchten um sich selbst zu schützen.
Holl selbst steht zu ihrer Partnerin. Ihr öffentliches Leben ist nicht im Mittelpunkt des medialen Interesses einzig ihre sportlichen Leistungen zählen. Anders sei dies jedoch in der Männerwelt und das wird auch noch eine Weile anhalten, so Holl. In Deutschland hat sich bislang noch kein aktiver Spieler zu seiner Homosexualität bekannt. Einzig Michael Urban steht nach seiner Karriere offen zu seiner sexuellen Orientierung.