Die fünf der AIDS-Hilfe NRW

Neue Gesichter sind es eigentlich nicht, denn vielen dürften Peter Struck (AIDS-Hilfe Bielefeld) und Martin Wickert bereits kennen. Seit mehreren Jahren engagieren sich beide im Landesverband der AIDS-Hilfe NRW. Seit dem Wochenende zählen beide zu den insgesamt fünf Vorstandsmitgliedern in Nordrhein-Westfahlen.

Im November 2010 wurde der Vorstand erst für zwei Jahre gewählt, doch nach dem Ausscheiden von Lena Arndt und Klaus-Peter Hackbarth auf der Mitgliederversammlung am 29. Oktober 2011, galt es zwei Positionen neu zu besetzen. Peter Struck und Martin Wickert wurden einstimmig ins Amt berufen und stellen sich fortan den neuen Aufgaben.

Der Vorstand der  AIDS-Hilfe NRW ist das Leitungsgremium des Landesverbandes und regelt alle Angelegenheiten, die nicht an andere Vereinsorgane zugewiesen sind. Zu den Aufgaben des Vorstandes zählen, in Absprache mit dem Landesgeschäftsführer, u. a. die Steuerung der verbandlichen Arbeit, die Vertretung der  AIDS-Hilfe NRW in der Öffentlichkeit und Politik, die Festlegung der Arbeitsschwerpunkte der Landesgeschäftsstelle, die Kontaktpflege zu den Mitgliedsorganisationen sowie die Aufnahme und der Ausschluss von Mitgliedern. Neben Struck und Wickert ist auch Arne Kayser (AIDS-Hilfe Bochum) Mitglied. Sie werden ergänzt durch den Landesvorsitzenden Klaus-Peter Schäfer und seinen Stellvertreter Olaf Lonczewski. Zur Führung der laufenden Geschäfte hat der Vorstand satzungsgemäß den Landesgeschäftsführer Patrik Maas und den stellvertretenden Geschäftsführer Reinhard Klenke berufen.

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(Bild: Martin Wickert, Peter Struck, Olaf Lonczewski, Arne Kayser, Klaus-Peter Schäfer (vlnr); ©AIDS-Hilfe NRW)

Positiv zusammen leben. Aber sicher!

Marcel Dams ist einer der Botschafter zum WAT 2011

Marcel Dams ist einer der Botschafter zum WAT 2011

Die heute in Berlin vorgestellte Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2011, wirbt für mehr Toleranz und Respekt gegenüber HIV-positiven Menschen. Im Mittelpunkt stehen HIV-positive Menschen, die offen über ihre Erfahrungen mit der HIV-Infektion berichten. Mit Fragen wie “HIV-positiv und Mutter sein?” oder “HIV-positiv und Arbeiten?” stellen sie sich auf Plakaten sowie in einem Kino- und TV-Spot mutig der Öffentlichkeit. Ziel dieser europaweit einzigartigen nationalen Kampagne ist es, Stigmatisierung und Diskriminierung abzubauen und HIV/AIDS innerhalb unserer Gesellschaft zum Thema zu machen. Es ist eine gemeinsame Kampagne des Bundesministeriums für Gesundheit, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung.

“Eine wesentliche Voraussetzung für erfolgreiche Aidsprävention war und ist ein offener und diskriminierungsfreier Umgang mit HIV-infizierten und an AIDS erkrankten Menschen. Auch deshalb hat Deutschland eine der niedrigsten Neuinfektionsraten Europas. Sie wird auf rund 3.000 Neuinfektionen geschätzt “, erklärte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr anlässlich des Kampagnenstarts. “Mit der Kampagne wollen wir noch immer vorhandene Ängste abbauen. Wichtig ist, dass wir die Menschen weiterhin gut über die Infektion, Übertragungswege und Schutzmöglichkeiten informieren. Denn wer gut informiert ist, kann Gefahren realistisch einschätzen und neigt nicht dazu, Menschen wegen irrationaler Ängste auszugrenzen. Jeder und jede von uns kann etwas tun, um Diskriminierungen abzubauen und Solidarität zu zeigen. Zum Beispiel, indem man als Botschafter für diese Kampagne wirbt, die rote Schleife trägt oder sich ehrenamtlich engagiert. Nicht nur am 1. Dezember, sondern an jedem Tag im Jahr.”

“Der Umgang mit Betroffenen ist in Deutschland auch heute noch längst nicht immer ‚normal’. Zwar hat sich seit Beginn der Aidsaufklärung ein gesellschaftliches Klima gegen Stigmatisierung und Diskriminierung etabliert. Aber immer noch erfahren von HIV betroffene Menschen in ihrem Alltag Diskriminierung und sprechen aus Angst davor nicht über ihre Infektion”, betonte
Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. “Mit unserer Kampagne wollen wir Offenheit und Solidarität in der Gesellschaft fördern und Betroffenen Mut machen, ihre Infektion zu thematisieren. Ganz herzlich danke ich daher unseren Botschafterinnen und Botschaftern, die eindrucksvoll von ihren alltäglichen Erfahrungen berichten und so dazu beitragen, dass die Menschen in Deutschland verantwortungsvoll mit dem Thema HIV/AIDS umgehen.”

Derzeit leben in Deutschland nach Schätzungen des RKI rund 70.000 Menschen mit HIV und AIDS. Carsten Schatz, Vorstandsmitglied der Deutschen AIDS-Hilfe erläuterte: “Experten schätzen, dass zwei Drittel der HIV-Infizierten in Deutschland arbeiten. Aber auch heute noch trauen sich viele von ihnen nicht, sich zu outen. Am Arbeitsplatz ist die Angst Betroffener vor Mobbing oder dem Karriereknick besonders groß. Unternehmensleitlinien für den Umgang mit HIV-Positiven wären ein Schlüssel zum respektvollen Umgang miteinander und ein Beitrag zur wirksamen Prävention von Diskriminierung und Stigmatisierung.”

Die Kampagne “Positiv zusammen leben. Aber sicher!” berichtet auf 25.000 Plakaten, in Flyern und auf Postkarten über die Erfahrungen der 12 Botschafterinnen und Botschafter im Familien- und Freundeskreis sowie im Arbeitsleben, über HIV und die Behandlung, über Ausgrenzung, aber auch über Solidarität und Unterstützung. Alle Interessierten sind eingeladen, auf dem Kampagnenportal ihre Meinung zu sagen, mitzudiskutieren und sich über HIV/AIDS zu informieren.

Mehr über das Marcel und sein Leben erfahren.

Red Night – Die Hamburger AIDS-Gala

Ein Abend ganz im Sinne des Engagements – Ein Abend an dem für den guten Zweck gesammelt wird. Die Hamburger AIDS-Gala, die Red Night, findet in diesem Jahr am 4.Dezember 2011 in den Fliegenden Bauten in Hamburg statt.

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts infizieren sich jährlich immer noch bis zu 3.000 Menschen mit dem Hi-Virus. Allein im Jahr 2010 sind laut Zahlen des Instituts mehr als 500 Menschen an den Folgen einer Infektion verstorben. Für neue Präventionskampagnen der AIDS-Hilfe Hamburg verantstalten Hamburg Pride Marketing, ds Management Wulf Mey gemeinsam mit den Fliegenden Bauten die Red Bight.

Mit einem Programm aus Musik, Comedy und Artistik wird die Red Night in den Fliegenden Bauten ihre Premiere feiern. Künstler wie Die Geschwister Pfister, Alexander Klaws, Wolfgang Trepper, Love Newkirk, Käthe Lachmann und der Tenor Markus Richter werden zugunsten der AIDS-Hilfe Hamburg e.V. auftreten. Dabei verzichten alle Künstler wie auch Moderator Reinold Beckmann auf ihre Gagen. Ein Sektempfang, leckeres Fingerfood und eine Tombola mit tollen Preisen tragen dazu bei, die Red Night zu einem besonderen Erlebnis werden zu lassen. Seid dabei!

Tickets sind ab sofort unter www.fliegende-bauten.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Alle Infos zur Red Night oder bei Facebook.

 

Wild Germany: Bugchasing

Er sucht nach Opfern ritueller Gewalt, die seit ihrer Kindheit in satanistischen Zirkeln gequält werden. Er Spricht mit islamistischen Rappern, die in ihren Texten ihren Hass verdeutlichen. Und er sucht nach Männern, die sich willentlich mit dem HI-Virus infizieren wollen…

Manuel Möglich ist ZDFneo-Reporter und zeigt in sechs Folgen, was in Deutschland so alles passiert aber bisher selten Beachtung fand. Manuel ist mitten im Geschehen, immer live dabei. Er geht schrägen Gerüchten auf die Spur und deckt so einige (bisher unbekannte) Phänomene auf.
Aufgefallen sind uns seine Reportagen beim Deutschen Fernsehpreis 2011. Als Nominierter in der Kategorie „Beste Reportage“ ist sein Beitrag zum Thema Bugchasing aufgefallen, den wir Euch nicht vorenthalten möchten.

Dabei möchten wir darauf verweisen, dass wir mit diesem Beitrag weder Personengruppen diskriminieren noch vorführen wollen. Wir möchten lediglich objektiv berichten und deutlich machen, dass das HI-Virus allgegenwärtig ist. Wer sich allerdings wie den Gefahren aussetzt – dahingehend können wir nur an Euer eigenen Gewissen appellieren.

Auf der Suche nach Bugchasern, also Männer die sich wissentlich mit dem HI-Virus infizieren wollen, zieht es Manuel zu Recherchezwecken zum Robert-Koch-Institut. Er trifft sich mit HIV-Positiven und spricht das Thema Bugchasing offen an. Bei Claude, einem Infizierten, erfährt er, dass regelmäßige Sexpartys veranstaltet werden – Verhütung spielt dabei allerdings keine Rolle. Auch bei Tobias und René aus Leipzig ist der Umgang mit dem Virus anders. Beide sind positiv, beide haben ungeschützten Verkehr, beide haben schon andere mit deren Einverständnis infiziert. Bugchasing – eine Art Russisch Roulette. Zumindest für den der noch nicht infiziert ist.

AIDS gehört zu einen der weltweit verbreitetesten Krankheiten.  Sie ist gefährlich und wir möchten die Arbeit der AIDS-Hilfen und Institutionen auch weiterhin unterstützen. Aufklärung und Prävention können dazu beitragen, dass Neuinfektionen vermieden werden. Allein daher möchten wir Euch die Folge zu „Bugchasing“ nicht vorenthalten:

Laut UNAIDS haben sich innerhalb der letzten 30 Jahre der Pandemie rund 60 Millionen Menschen weltweit mit dem HI-Virus infiziert, 25 Millionen sind bereits an der Immunschwächekrankheit gestorben. Nach aktuellen Informationen des Robert-Koch-Instituts sind derzeit rund 70.000 Menschen in Deutschland infiziert. Allein im Jahr 2010 sollen mehr als 3000 Deutsche neu mit dem HI-Virus infiziert haben.

Dr. Ulrich Marcus (RKI) antwortet:
Infiziertenzahl – Infektionsgefahr – Behandlung – Bugchasing
Zu den anderen fünf Reportagen von Manuel Möglich.

Syphilis – Neue Volkskrankheit in der Schweiz?

Die Syphilis ist eine durch Infektion hervorgerufenen Geschlechtskrankheit. Die von einem Bakterium (Treponema pallidum) ausgelöste übertragbare Infektion wird besonders bei engem Körperkontakt, am häufigsten jedoch beim Geschlechtsverkehr weitergegeben. In Deutschland ist die meldepflichtige Erkrankung seit 1997 – vor allem im homosexuellen Milieu – wieder zunehmend verbreitet.

Auch in der Schweiz steigen die Infektionszahlen wieder. Besonders bei Männern, die Sex mit Männern haben sind die Symptome am häufigsten vertreten. Wie Ullrich Würdemann von ondamaris berichtet, startet die AIDS-Hilfe Schweiz nun mit gratis Testaktionen im Oktober.

„Die Syphilis ist wieder auf dem Vormarsch. 975 neue Infektionen wurden dem Bundesamt für Gesundheit letztes Jahr gemeldet. Die Hälfte davon wurde bei Männern, die Sex mit Männern haben, diagnostiziert. Eine Syphilis ist heute mit Antibiotika zwar leicht behandelbar. Doch harmlos ist sie nicht. So erhöht eine Infektion mit Syphilis das Risiko einer HIV-Infektion um das fünf- bis zehnfache. Deshalb führt die Aids-Hilfe Schweiz in größeren Schweizer Städten im Oktober Testwochen für schwule Männer durch.“, so Würdemann in seinem Blog.

Die Kampagne, die am 1. Oktober mit Flyern, Plakaten sowie mit dem Verteilen für Gutscheine für die Test-Aktion startet, richtet sich besonders an die Gruppe der schwulen und bisexuellen Männer, die auf die Gefahren einer Infektion aufmerksam gemacht werden sollen. Ziel ist es, die wechselnden sexuellen Kontakte ins Bewusstsein zu rufen und zu regelmäßigen Tests zu motivieren. Auf einer Homepage sind alle teilnehmenden Test-Stellen verzeichnet.

Ein Leben mit HIV hat Zukunft, wenn es die Gesellschaft zulässt!

Die AIDS-Hilfe NRW forderte heute anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz, Menschen mit HIV am Arbeitsplatz ohne Vorurteile zu begegnen und sie als gleichwertige Kolleginnen und Kollegen zu akzeptieren. „HIV-positive Menschen erbringen die gleiche Leistung wie andere chronisch Erkrankte auch“, erklärte Vorstandsmitglied Olaf Lonczewski. “Wir fordern keinen Sonderstatus, sondern eine Gleichstellung mit allen anderen Beschäftigten.“ Daher sei es unerlässlich, dass Firmen sich über den aktuellen Wissensstand zu HIV informieren und die Vermittlung dieses Wissens an die Belegschaf fördern.

„Menschen mit HIV sind leistungsfähige Angestellte, sofern sie ohne Angst vor Diskriminierung und Stigmatisierung ihrer Arbeit nachgehen können“, sagte Lonczewski. Ein Arbeitsverhältnis bedeute in jedem Fall die aktive Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und trage zur positiven Beeinflussung des Infektionsverlaufs bei. „Allerdings verstößt jeder Zwang zur Offenlegung und jeder von Arbeitgeberseite angeordnete HIV-Test gegen die informationelle Selbstbestimmung“, stellte Lonczewski klar. Die Entscheidung, ihre HIV-Infektion öffentlich zu machen oder für sich zu behalten, müsse allein bei den Angestellten liegen.

Das Thema Arbeit sei inzwischen zu einem Kernpunkt für ein „normales Leben“ mit HIV geworden. Tagesstruktur, soziale Kontakte und nicht zuletzt die finanzielle Ausstattung hätten unmittelbare Auswirkungen darauf. Allerdings seien nicht wenige Menschen mit HIV aufgrund ihrer unterbrochenen Berufsbiografie von den arbeitsmarktpolitischen Reformen der Bundesregierung betroffen. „Ministerin von der Leyen muss die Kürzungen im Bereich der Beschäftigungsprojekte zurücknehmen, damit diese integrativen Maßnahmen nicht abgeschafft werden“, forderte Olaf Lonczewski.

Patrik Maas, neuer Landesgeschäftsführer der AIDS-Hilfe NRW, äußerte sich zwar zufrieden über die Wahrnehmung der Aidshilfearbeit durch die Landespolitik, allerdings seien über ein Leben mit HIV noch Mythen und Unwahrheiten im Umlauf, die jeder Grundlage entbehren. „Die Notwendigkeit einer effektiven Prävention steht außer Frage. Doch der nach wie vor gültige Umschlusserlass, nach dem Inhaftierte mit HIV bei Zusammenlegung mit anderen Gefangenen ihre Infektion offenlegen müssen, zeigt, wie viel Aufklärung auch in der Politik noch zu leisten ist“, sagte Maas.

Die Mitgliedsorganisationen der AIDS-Hilfe NRW hatten im Jahr 2010 insgesamt rund 345 000 primärpräventive Kontakte, nach wie vor mehr als die Hälfte davon zu Jugendlichen unter 21 Jahren und knapp ein Viertel zu Menschen mit Migrationshintergrund. Insgesamt erreichten sie mit ihren Angeboten der Prävention, Beratung und Betreuung etwa 374 000 Menschen.

In Nordrhein-Westfalen leben zurzeit etwa 14 000 HIV-positive Menschen, bundesweit sind es etwa 70 000. 2010 wurden in NRW 680 neue HIV-Diagnosen gemeldet, der Anteil der Männern, die Sex mit Männern haben (MSM), liegt hier bei 72%. Etwa 160 Menschen mit HIV und Aids in NRW sind 2010 infolge ihrer Infektion gestorben.

Blutspendeverbot homosexueller Männer bricht EU-Recht

Schwule Männer dürfen nach Ansicht des EU-Kommissars für Gesundheit, John Dalli, nicht generell von der Blutspende ausgeschlossen werden. Der generelle Ausschluss schwuler und bisexueller Männer sei mit dem EU-Recht nicht vereinbar.

Barbara Höll, Sprecherin für Lesben- und Schwulenpolitik der Bundestagsfraktion DIE LINKE fordert den deutschen Gesetzgeber auf, die Diskriminierung schwuler Männer durch das Blutspendeverbot zu beenden: „Die Blutspende muss konsequenten Sicherheitsbestimmungen unterliegen, damit es nicht zu unbeabsichtigten Krankheitsübertragungen kommt. Doch der in Deutschland durch die Ärztekammer festgelegte generelle Ausschluss schwuler Männer diskriminiert und schürt Vorurteile.“, erklärt Höll. „Nicht das tatsächliche Verhalten des Blutspenders, wie häufige Sexualpartner oder riskante Sexualpraktiken, sondern seine sexuelle Identität führen zum Ausschluss von der Blutspende. Dies betrifft auch schwule Männer, die in einer langjährigen monogamen Beziehung leben.“, erklärt die Politikerin weiter. (Quelle: PRIDE1/td)

Auch GAYS.DE hatte in der Vergangenheit schon des Öfteren über die offensichtlich Diskriminierung homosexueller Männer berichtet. Nicht nur in Deutschland sind Männer die Sex mit Männern haben als Spender ausgeschlossen. Grund dafür ist die Kategorisierung von schwulen und bisexuellen Männern als Risikogruppe. Ebenso wie Prostituierte, Drogenkonsumenten und Gefängnisinsassen zählen sie zu potentiellen Nichtspendern. Dabei haben weniger als ein Prozent der betroffenen Männer eine HI-Infektion.
Der Verein ‚Schwules Blut‘ engagiert sich dafür, dass Schwule nicht mehr kategorisch als Risikogruppe von der Blutspende ausgeschlossen werden.

Mediziner: Sexuell übertragbare Krankheiten besser untersuchen

Der Bochumer HIV-Forscher Norbert Brockmeyer hat eine Ausweitung der Untersuchung sexuell übertragbarer Krankheiten gefordert. Gegenüber dem Ärzteblatt sagte er, dass die alleinige Fokussierung auf HIV und Syphilis zu einseitig sei.

„Mit Ausnahme von HIV und Syphilis erlaubt die derzeitige Datenlage zu sexuell übertragbaren Infektionen keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Infektionsrate“, sagte Brockmeyer, der als Mediziner an der Ruhr-Universität Bochum tätig ist. Die Bereitschaft, sich auf weitere sexuell übertragbare Krankheiten (STI) untersuchen zu lassen, sei immer noch mit einer hohen Hemmschwelle verbunden.
“Wir dürfen uns nicht nur auf HIV/AIDS fokussieren, sondern sollten alle STI und die Förderung der sexuellen Gesundheit insgesamt in den Blick nehmen“, so Brockmeyer weiter. (Quelle: PRIDE1/nb)

Gedenken an Queen-Frontmann Freddie Mercury

Er war einer der größten Entertainer der Musikgeschichte und einer, der „seiner Krankheit zum Opfer gefallen ist.“ Freddie Mercury verstarb am 24. November 1991 an seiner HI-Infektion. Das AIDS-Virus hatte die Macht über seine Person erringen können – sein Vermächtnis lebt jedoch weiter.
Zu Ehren des Queen-Sängers hat Google einen animierten Doodle zum 65. Geburtstag von Freddie Mercury online und überall auf der Welt werden Freddie-Fans ihren persönlichen „Freddie For A Day“ leben. Gemeinsam wollen sie Geld für Aids-Hilfe des Mercury Phoenix Trust sammeln.

Mercury wurde am 5. September 1946 in Sansibar geboren. Als Farrokh Bulsara besuchte er die Schule und wurde schnell als „Freddie“ bekannt. Seinen Spitznamen behielt er auch nach der Bandgründung von Queen und setze sein „Mercury“ dahinter. Zu seiner Homosexualität bekannte sich Mercury bereits in den 70ér Jahren. Nach seiner Infektion mit dem HI-Virus 1987, folgten noch zwei weitere Queen-Albem, bis die Bandmitglieder 1991 die traurige Nachricht verkünden mussten.

Bundesverdienstkreuz für Rosenstolz

„Wir sind am Leben“ verkündeten Rosenstolz in den vergangenen Wochen. Geplant war, dass AnNa und Peter wieder langsam anfangen wollen. Doch die neue Single schlägt ein wie eine Bombe und nun das: Rosenstolz erhielt das Bundesverdienstkreuz!

Am gestrigen Mittwoch überreichte Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit im Auftrag des Bundespräsidenten Christian Wulff das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an AnNa R. und Peter Plate. Das Duo erhielt die höchste deutsche Auszeichnung für das einmalige Engagement im Kampf gegen HIV und Aids.

Mit Beginn der musikalischen Karriere von Rosenstolz begann auch das Engagement in Sachen HIV und Aids. Auf ihren Konzerten rufen AnNa und Peter regelmäßig zu Spenden für die Deutsche AIDS-Stiftung auf. Zudem treten beide – ohne Gage – auf zahlreichen Benefiz-Veranstaltungen auf. Wowereit würdigte in seiner Rede die unermüdliche Anteilnahme und bezeichnete beide als soziales Vorbild in der heutigen Gesellschaft. AnNa und Peter nahmen den Preis stellvertretend für alle in Deutschland aktiven Ehrenamtler an und betonten, dass sie sich auch weiterhin im Kampf gegen HIV und Aids engagieren werden.

Mit „Wir sind am Leben“ landeten die beiden eine erfolgreiche Videopremiere. Ihr Comeback hat bereits die große Fangemeinde mobilisiert – alle freuen sich, dass die beiden wieder da sind. Die neue Single erscheint am 9. September, das Album am 23.09.2011. Hier schon mal ein kleiner Einblick:


Rosenstolz — Wir sind am Leben – MyVideo