Im zweiten Teil des Community Reports der Europäischen Internetbefragung schwuler und bisexueller Männer (EMIS) – GAYS.DE berichtete – wird bestätigt, dass das Safer-Sex-Verhalten der homo- und bisexuellen Männer in Deutschland stabil ist. Verhütung wird also doch ernst genommen.
Eines der wichtigsten Ergebnisse des zweiten Community-Reports: Mehr als drei Viertel der Befragten gaben an, dass sie in den letzten zwölf Monaten hinsichtlich einer HIV-Infektion keinerlei Risiko eingegangen seien. Ein Viertel gab an sich offen dem Übertragungsrisiko – also ungeschütztem Sexualverkehr mit einem Partner, dessen Testergebnis nicht bekannt oder von dem eigenen abwich – ausgesetzt zu haben. Im Vergleich zu Befragungen der vergangenen Jahre ist das eine enorme Steigerung des Bewusstseins. Lediglich 20 Prozent gaben bisher an gelegentlich, 10 Prozent immerhin häufige Risikokontakte wahrgenommen zu haben.
Weniger erfreulich sind die Ergebnisse hinsichtlich anderer sexuell übertragbaren Krankheiten. Laut der EMIS-Umfrage lassen sich die Deutschen Männer zu selten untersuchen. Zudem beklagen diejenigen, die sich von ihrem Arzt durchchecken lassen, dass die Untersuchungen oftmals unzureichend sind. 28 % der Befragten gaben an, dass sie innerhalb der letzten 12 Monate einen sogenannten STI-Check haben machen lassen. Jeder fünfte von ihnen wurde dabei auch an Penis und Anus untersucht. Ein simpler Bluttest war meist die einzige medizinische Untersuchungsmethode. Somit ist eine Syphilis zwar diagnostizierbar, Feigwarzen, analer Tripper und Chlamydien sind allerdings nicht nachweisbar.










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