EU zwingt Homophobie in die Knie

Ermahnungen und fortwährender Protest einiger Menschenrechts- und LGBT-Institutionen und nicht zuletzt die Aufforderung des EU-Parlaments haben dazu geführt, dass in Litauen die Diskriminierung von Homosexuellen vorerst gestoppt – zumindest aber eingedämpft ist. Die Regierung des Landes konnte sich darauf verständigen, dass „Werbung für Homosexuelle“ nicht mehr unter Strafe gestellt wird. Dies galt bis dato als Straftat, da Jugendliche „ans andere Ufer“ geleitet würden. (GAYS.DE berichtete)

Das litauische Parlament hat aber nicht nur dieses Gesetz gekippt, sondern auch eine bedeutende Erweiterung beschließen können. So gilt ab sofort, dass Diskriminierung generell verboten ist. Im Detail heißt dass, dass Werbung in Funk und Fernsehen nicht mehr die menschliche Würde antasten darf und diskriminierende Äußerungen und/oder Andeutungen komplett untersagt sind. Das neue Mediengesetz Litauens beinhaltet zudem den ausdrücklichen Passus, dass Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung einer Person untersagt ist.

Im Ursprünglichen Gesetz vom November 2010 hieß es noch, dass öffentliche Werbung für Homosexuelle unter eine Mindestgeldstrafe von 2.900 € zu stellen ist. Als Argumentationsgrundlage diente der Schutz der Kinder und Jugend, die von eben solcher Werbung „verleitet“ werden könnten.
Litauen zählt zu den homofeindlichsten Staaten in Europa. Verbote von Christopher Street Days, Demonstrationen zu Menschenrecht- und Persönlichkeitsrecht oder die Anerkennung von gleichgeschlechtlichen Paaren – in Litauen gelten Homosexuell als „böse Bürger“.

Beiträge zur Lage in Litauen in den GAYS.DE News

Hamburg erwartet 300.000 Besucher zum 31. CSD!

Unter dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ feiern Homo-, Bi- und Transsexuelle vom 30. Juli bis 7. August 2011 den 31. Christopher Street Day (CSD) in Hamburg. Höhepunkte sind das CSD-Straßenfest an der Alster sowie die große CSD-Parade, die am Samstag, den 6. August ab 12 Uhr durch die Hamburger Innenstadt zieht. Eine festliche Eröffnungsgala, zahlreiche Infoveranstaltungen und verschiedene Partys runden das Programm ab. Schirmherr des CSD ist in diesem Jahr Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz.

Der Hamburger CSD steht in diesem Jahr ganz im Zeichen des Coming-outs. Mit dem Motto „Trau Dich! Zeig Dich! Out ist in.“ sollen sowohl jüngere als auch ältere Besucher angesprochen und dazu motiviert werden, sich zu ihrer sexuellen Identität zu bekennen. „Viele haben Angst davor, sich in der Öffentlichkeit zu outen“, sagt Lars Peters, Erster Vorsitzender des organisierenden Vereins Hamburg Pride. „Wir sehen es als unsere Aufgabe an, den Betroffenen Mut zu machen, sie zu stärken und ihnen zu zeigen, dass sie mit ihren Ängsten und Problemen nicht alleine sind.“

Im Gegensatz zu einigen europäischen Ländern werden Homo-, Bi- und Transsexuelle in Deutschland noch immer in verschiedenen Bereichen benachteiligt. Der 31. CSD fordert deshalb die volle rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften, eine Öffnung des Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare sowie die Ergänzung des Grundgesetzartikels 3 um das Merkmal „Sexuelle Identität“. Auch eine Reform des Transsexuellengesetzes sowie eine Entschädigung aller nach 1945 wegen homosexueller Handlungen verurteilter Menschen gehören zum Forderungskatalog.

Mit zahlreichen Fußgruppen, PKWs und Trucks zieht am Samstag, den 6. August die CSD-Parade durch die Hamburger Innenstadt. Um 12 Uhr startet die Demonstration in der Langen Reihe und zieht in die Mönckebergstraße, wo gegen 13:45 Uhr eine politische Kundgebung stattfindet. Anschließend geht es über die Lombardsbrücke zum Jungfernstieg, wo die Parade gegen 15:30 Uhr endet.  Bereits am Freitag, den 5. August öffnet das CSD-Straßenfest auf dem Jungfernstieg und dem Ballindamm seine Tore. Bis einschließlich Sonntag sorgen zahlreiche Infostände, Gastronomiebetriebe und Musikinseln für ein buntes Treiben. Bands, Künstler, Politiker und führende Szenevertreter werden auf der Talk- und Musikbühne gegenüber der Europa-Passage erwartet. Das CSD-Straßenfest ist an allen Veranstaltungstagen bis 22/24 Uhr geöffnet.

Offiziell eröffnet wird der Hamburger CSD bereits am 30. Juli mit der PRIDE NIGHT, der festlichen Gala in den „Fliegenden Bauten“. Stars des Abends sind unter anderem Travestieikone Elke Winter und TV-Moderatorin Kim Fisher. Beginn ist um 19:30 Uhr. Im Anschluss steigt in den „Fliegenden Bauten“ ab 23 Uhr die offizielle CSD-Opening-Party, die erstmals in Kooperation mit der größten Hamburger Szenepartyreihe Pink INC stattfindet. Bis zum 7. August stehen mehr als  100 Veranstaltungen auf dem Programm, darunter Lesungen, Diskussionen, Partys und ein Open-Air-Kinoabend im Schanzenpark. Zentraler Veranstaltungsort der Pride Week ist das CVJM-Haus an der Alster, das vom 31. Juli bis 4. August als „Pride House“ täglich ab 17 Uhr geöffnet hat.

Der erste Hamburger ELECTRO PRIDE startet am Freitag, den 5. August um 23 Uhr im Uebel&Gefährlich. Headliner ist das international gefeierte DJ-Duo M.A.N.D.Y. (Get Physical Music, Berlin). Aber auch nach der Parade darf noch einmal bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Im Edelfettwerk beginnt am Samstag, den 6. August um 22 Uhr der PRIDE DANCE, die größte CSD-Abschlussparty der Stadt. Auf drei Floors, zwei Chillout-Lounges und einer Outdoor-Area sorgen insgesamt acht DJs für eine lange Nacht. Unter anderem dabei: Ben Manson (Walkgroup/La Demence, Brüssel), Frau Hoppe (Wunderbar) und DJ Berry E. (Pop The Floor).

Alle CSD Termine aus Deutschland und Europa findet Ihr auch im GAYS.DE CSD & Pride Guide. Zudem alle Bilder der GAYS.DE Reporter sowie von ausgewählten Veranstaltungen.

Positionspapier gegen Homophobie und Rassismus in der Metropolenregion Berlin

Auf der Mitgliederversammlung des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) in der vergangenen Woche wurde ein Positionspapier mit dem Titel „Für Freiheit und Selbstbestimmung – gegen Homophobie und Rassismus in der Metropolenregion Berlin“ verabschiedet. Das Positionspapier beschreibt Leitbilder und Strategien für ein respektvolles Zusammenleben in Berlin als einer Metropole der Vielfalt.

Auf neun Seiten wird das Erreichte an Akzeptanz gewürdigt, werden die bestehenden Problemlagen im Bereich Homophobie und Rassismus analysiert und Strategien für Respekt entwickelt. Die Schlüssel dafür sieht der LSVD Berlin-Brandenburg in Bildung, Nichtdiskriminierung, Dialog und aktiver Respektförderung.

„Das Positionspapier macht deutlich, dass es hinsichtlich der Menschenwürde, der freien Entfaltung der Persönlichkeit und des Gleichheitsgrundsatzes im demokratischen Staat keine Relativierung geben darf – weder aus religiösen noch aus anderen Gründen.“, heißt es in einer Erklärung. Der LSVD fordert daher von allen gesellschaftlichen Kräften ein klares Bekenntnis gegen Rassismus, Homophobie und Theorien der Ungleichwertigkeit von Menschen.

Regierungen, Parlamente und Verwaltung werden angehalten, sämtliche Maßnahmen zur Förderung des Zusammenlebens darauf auszurichten, individuelle Freiheitsrechte zu stärken. Der Staat wird in diesem Zusammenhang auch auf eigene Versäumnisse hingewiesen. (queeelle:  PRIDE1/td)

Kompassnadel für Hannelore Kraft

Im Rahmen des ColognePride ist es mittlerweile eine feste Tradition am Samstagnachmittag zusammen zukommen, wenn das Schwule Netzwerk NRW und die AIDS-Hilfe NRW zum CSD Empfang ins Gürzenich laden. Gleich zu Beginn des Empfangs gratulierte Klaus-Peter Schäfer, Landesvorsitzender der AIDS-Hilfe NRW, dem Partnerverband Schwules Netzwerk NRW zum 20-jährigen Bestehen und lobte dessen Professionalität und Basisverbundenheit in der aktiven Minderheiten- und Akzeptanzpolitik zugunsten schwuler und schwul-lesbischer Projekte. „Die AIDS-Hilfe NRW ist stolz, mit einem solch lebendigen und kompetenten Partner in der HIV- und Aidsprävention zusammenarbeiten zu können.“ Angeregt vom Motto des ColognePride 2011 „Liebe ist …!“ sprach er sich auch für einen offenen Dialog mit tabubesetzten Modellen mann-männlicher und käuflicher Liebe aus. „Weder ein Kondomzwang noch andere ordnungspolitischen Maßnahmen sind wirksame Mittel der Prävention. Nur Lebensstilakzeptanz und eigenverantwortliches Handeln führen zum Erfolg“, so Schäfer.

Das Schwules Netzwerk NRW zeichnet Ministerpräsident Hannelore Kraft für ihr besonderes prominentes Engagement bei der Förderung der gesellschaftlichen Akzeptanz der schwulen und lesbischen Minderheit, mit der Kompassnadel 2011 aus. In ihrer Regierungserklärung ging Hannelore Kraft selbstverständlich auf die Belange der schwulen und lesbischen Minderheit ein. Als Ministerpräsidentin einer rot-grünen Landesregierung verankerte sie schwul-lesbische Themen als Querschnittsaufgabe in allen Bereichen politischen Handelns. Der gerade entstehende Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie bringt Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Ministerien sowie den Schwulen-, Lesben- und Transsexuellenorganisationen an einen Tisch, um notwendige Maßnahmen für die Gleichstellung und Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt auf den Weg zu bringen.

Eine zweite Kompassnadel 2011 für besonderes, langjähriges ehrenamtliches Engagement in schwulen Zusammenhängen ging an Ansgar Cziba, Vorstandsmitglied der Schwulen Initiative Siegen (SIS). Maßgeblich hat er zur Sichtbarkeit von Lesben und Schwulen in Siegen und Umgebung beigetragen, indem er dort ein Begegnungszentrum für Lesben und Schwule, eine hauptamtlich geführte Beratungsstelle und ein jährliches Straßenfest zum CSD mit auf den Weg gebracht hat. (PI)

Bilder: ©GAYS.DE: (1) Tatjana Taft und Volker Beck; (2) Blick in den Saal nach dem Empfang; (3) Anna Luca, Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Tatjana Taft (vlnr)

Eurovision Song Contest aus dem Krisengebiet?

Wenn der Eurovision Song Contest vom 22. bis zum 26. Mai 2012 in Baku stattfindet, könnte sich das Land im Krieg befinden. Denn nur wenige Wochen nachdem Ell und Nikki des Contest in Düsseldorf für Aserbaidschan gewonnen hatten, droht Präsident Alijev dem Nachbarland Armenien. Wie der Onlinedienst „The European Circle“ berichtet, geht es in dem Konflikt um die Herausgabe von Gebieten in der Region Berg-Karabach, die Armenien seit 17 Jahren besetzt hält.

Notfalls wolle man das Gebiet mit Gewalt befreien, sagte Alijev bei einer Militärparade zum “Tag der Streitkräfte“ am 26.Juni. Nach der Besetzung durch armenische Milizen, flohen rund 700.000 Menschen aus der Region. Sie leben bis heute in Flüchtlingslagern in Aserbaidschan. Das besetzte Gebiet nimmt in seiner Fläche etwa 20% des Landes ein. Aserbaidschan investiert erhebliche Summen seiner Staatsfinanzen in den Rüstungshaushalt, allein im Jahr 2011 sind es 2,7 Mrd. Euro. (Quelle: PRIDE1.de/kt)

Medienpreis der Deutschen AIDS-Stiftung verliehen

Die Deutsche AIDS-Stiftung hat am Mittwoch ihren Medienpreis 2009/2010 für vier journalistische und künstlerische Beiträge sowie ein Schülerprojekt zum Thema HIV/AIDS verliehen. Die Preisträger erhielten im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses in Hannover (GAYS.DE berichtete) ihre Urkunden, die ihnen Welt-AIDS-Tags-Botschafterin Christiane Paul zusammen mit Thomas Fischer für den Sponsor Boehringer Ingelheim und der niedersächsischen Sozialministerin Aygül Özkan überreichte. Der Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert, der Sonderpreis für Schülerarbeiten mit 3.000 Euro.

Ausgezeichnet wurden die Fernsehdokumentation „Ich bleibe immer positiv! Starke Frauen mit HIV“ von Annette Heinrich, gesendet in der ZDF-Reihe 37 Grad am 26.10.2010 – den Preis teilen sich die Autorin Annette Heinrich und der Kameramann Philip Flämig, die Reportage „Der alte Mann und das Virus“ von Viola Volland, veröffentlicht in der Stuttgarter Zeitung am 1. Dezember 2009, die Publikation „ARTWORK. Die Umstellungssprechstunde“ von Siegfried Schwarze, die regelmäßig als Beilage zur Publikation „Projekt Information“ erscheint sowie das Straßenbahnprojekt „AIDS braucht positive Gesichter“ der Selbsthilfegruppe der Braunschweiger AIDS-Hilfe, gestartet am 31. Oktober 2009. Erstmals hatte die Stiftung auch den Sonderpreis für Schülerarbeiten „HIV/Aids – Weißt Du Bescheid?“ ausgelobt. Ihn erhalten ein Oberstufenseminar und die Theatergruppe der Mittelstufe am Carl-Orff-Gymnasium in Unterschleißheim. Sie realisierten im Jahr 2010 gemeinsam Aktionen zum Thema „HIV in Südafrika“ und das Theaterprojekt  „Rainbow Nation – HIV in Südafrika“.

Seit 1987 verleiht die Deutsche AIDS-Stiftung ihren Medienpreis für herausragende Beiträge zum Thema HIV/AIDS. Bisher hat sie mehr als 70  Medienschaffende ausgezeichnet. Die Deutsche AIDS-Stiftung mit Sitz in Bonn hilft bundesweit Frauen, Männern und Kindern mit HIV und AIDS in individuellen finanziellen Notlagen. Sie unterstützt außerdem Projekte für betroffene Menschen in Deutschland und ausgewählte internationale Projekte im südlichen Afrika. (Foto: DÖAK2011; Andreas Keudel)

Bauer sucht Mann

Philipp sucht Frau ähhhm Mann

Seit 2005 begeistert die RTL-Sendung „Bauer sucht Frau“ Millionen. Wenn Inka Bause zum Scheunenfest lädt stellen sich je zwei Frauen einem Kandidaten persönlich vor. Die unzähligen Zuschriften im Vorfeld, wurden bis dato argwöhnisch von den (Jung-)Bauern gesichtet und die jeweilige Staffel kann starten.

In Auflage sieben, der wohl beliebtesten Kuppelshow der Deutschen, zeigt RTL nun, dass auch die gleichgeschlechtliche Liebe ins Sendeformat passt. In der kommenden Staffel (Start 13. Juni 2011) wird allem Anschein nach ein junger homosexueller Mann namens Philipp seine neue Liebe suchen. Wie sein Traumtyp allerdings aussehen wird, das verrät Inka Bause erst zum Scheunenfest im Sommer. Lediglich Philipp weiß jetzt schon, was bzw. wen er sich wünscht.

Der 27-jährige sucht einen Partner, der mit beiden Beinen im Leben steht und weiß was er will. Tierliebe und bestimmt keine Dramaqueen deuten wir, denn Philip liebt seinen Job und seine Dogge mindestens genauso wie seinen zukünftigen Traum-Bauern.

Wer sich selbst von Philipp ein Bild machen möchte, der sollte Pfingstmontag „Bauer sucht Frau – Die neuen Bauern“ anschauen. Anschließend könnt Ihr Euch dann bei Philipp oder einem anderen Lieblingsbauern „bewerben“. Mit ein bisschen Glück seid ihr dann einer von zwei Auserwählten für das Scheunenfest im Sommer und vielleicht auch zum Probewohnen auf Philipps Hof eingeladen…

„Neben der Vorstellung der neuen Bauern gibt es an Pfingstmontag auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten: Vor knapp zwei Jahren lernten sich Milchbauer Josef (50) und Narumol (46) bei der fünften Staffel von „Bauer sucht Frau“ kennen und lieben. Nach der romantischen Bauernhochzeit im Sommer 2010 ist die Liebe der beiden nun perfekt: Das Paar erwartet sein erstes gemeinsames Baby, Narumol ist im siebten Monat schwanger.“, wie RTL mitteilte. (Bild: ©RTL, Bauer sucht Frau 2011)

Gay Festival in Estlands Hauptstadt

In Estland werden Homosexuelle gerne öffentlich diffamiert. Nicht nur die Medien verstärken mit ihrer Berichterstattung Homophobie, sondern auch in der Politik gibt es homophobe Tendenzen. Das soll sich jetzt ändern, denn vom 6. bis zum 11. Juni findet in der Hauptstadt Tallin die Solidaritäts- und Kulturwoche statt. Das berichtet die Webseite baltische-rundschau.eu. (GAYS.DE berichtete aus Estland)
Während dieser Zeit können Ausstellungen und Filmvorführungen besichtigt werden, die sich mit homosexuellen Themen befassen. Höhepunkt wird zum Ende der Woche ein Openair-Konzert sein mit Künstlern, die sich für ein tolerantes Miteinander in der Gesellschaft einsetzen.

Bereits in den Jahren 2004 bis 2007 gab es ähnliche Festivals in der estländischen Hauptstadt, die allerdings mehr mit einer Parade aufmerksam machen wollten. Das Festival wird zusammen mit dem Baltic Pride organisiert, der bereits in den Jahren zuvor in Riga und Vilnius statt fand. (Quelle: PRIDE1.de/hg)

Countdown zum Eurovision Song Contest: Das erste Halbfinale steht an

Ganz Düsseldorf ist seit ein paar Wochen im Ausnahmezustand und bundesweit bekommen die Fans des Eurovision Song Contests schon feuchte Hände, wenn es am Samstag um die Wurst geht. Der Countdown zu dem Medienereignis in Europa hat da schon längst begonnen.

Erst gestern hatte die Deutsche Delegation zum Partyabend geladen und ordentlich auf den Putz gehauen und schon geht es weiter. Die ersten 19 Kandidaten treten heute ab 21:00 Uhr gegeneinander an und kämpfen um ihren Platz im Finale am Samstag. Im ersten Halbfinale, zu sehen übrigens bei EinsLive Festival und Pro7, tritt eine bunte Mischung aus ganz Europa an. Von Armenien bis hoch nach Island ist von Volklore-Pop bis zur nervösen Live-Band alles vertreten. Eine gute Chanc auf den letzten Platz hat dagegen die kleine Mittelmeerinsel Malta. Der Song ist schon etwas gewöhnungsbedürftig.

Wer letztendlich am Samstag auf der großen Eurovision-Bühne stehen wird, das entscheiden heute die 19 Teilnehmerländer des zweiten Halbfinales sowie Spanien und Großbritannien. Deutschland darf dann am Donnerstag seine Stimme für die „Gegner“ abgeben. Neben Deutschland stehen bereits Frankreich, Spanien Italien und Großbritannien als Finalteilnehmer fest.

Mehr dann morgen …

Alle Eurovision-Finalpartys findet ihr übrigens hier.

Sevenload löscht schwul-lesbische Videoprojekte

Das social Network sevenload löschte alle Videos und Fotobeiträge, die im Rahmen von sozialen Jugendprojekten erstellt worden. Obwohl sämtliche Rechte an den Beiträgen, die zu Präventionszwecken im Kampf gegen Hassgewalt, zur HIV/AIDS-Prävention, gegen Homophobie und zur Unterstützung von hilfebedürftigen Kindern von Jugendlichen erstellt wurden, bei dem Berliner Verein Aufklärung e.V. liegen, löschte sevenload ohne eine genaue Prüfung alle Beiträge.

Auf Nachfrage von Michael Ermisch, Vorstandsvorsitzender von Aufklärung e.V., erklärt sevenload, dass die Rechte der Beiträge nicht bei dem Verein lägen. Daraufhin legte der Verein alle Rechte der Beiträge dar und erklärte, dass somit nicht gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen wurde und forderte das Network auf, die Daten wieder herzustellen. sevenload reagierte darauf allerdings nicht.
„Durch diese Aktion von sevenload wurde eine 2,5-jährige Projektarbeit von Jugendlichen im Alter von 6 bis 27 Jahren zerstört. Zwar ist der Verein im Besitz der Originalaufnahmen und Dateien, doch ist durch die ungerechtfertigte Handlung von sevenload dem Verein ein finanzieller Schaden entstanden.“, erklärt Ermisch abschließend. (Quelle: PRIDE1/pm/td)