Schwarz-Gelb missachtet das Bundesverfassungsgericht und diskriminiert Lebenspartnerschaften

Lesben und Schwule sollen auch weiterhin im Einkommenssteuerrecht nicht mit heterosexuellen gleichgestellt werden. Das ergab die Antwort der schwarz-gelben Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften. Für Ansgar Dittmar, den Vorsitzenden des Arbeitskreises Lesben und Schwule in der SPD, bedeutet dies eine klare Missachtung des Bundesverfassungsgerichts.

„Alle warmen Worte nutzen nichts: Immer wenn es ernst wird und Schwarz-Gelb die Chance hat, wirklich etwas für die Gleichstellung und Anerkennung für homosexuelle Paare zu tun, zeigt die Regierung ihr wahres Gesicht und manifestiert ihre diskriminierende Haltung gegenüber der eingetragenen Lebenspartnerschaft.“, so Dittmar.

2009 hat das Bundesverfassungsgericht eindeutig klargestellt, dass der Gesetzgeber Gleiches auch gleich zu behandeln habe und hat explizit für das Erbschaftsrecht die vollständige Gleichstellung gefordert. Die vollständige Gleichstellung muss in allen Bereichen schnell und umfassend umgesetzt werden. Dies gilt für das Steuerrecht genauso wie für das Adoptionsrecht. Es gibt keinen Grund, warum die eingetragene Lebenspartnerschaft gegenüber der Ehe in irgendeiner Form weiter benachteiligt werden sollte, so Dittmar weiter.

CDU/CSU und FDP begründen ihre ablehnende Haltung damit, dass „das Ehegattensplitting und die Förderung der Ehe insbesondere im Hinblick auf ihre bleibende Bedeutung als typische Grundlage der Familie mit Kindern“ richtig sei. „Die Bundesregierung verkennt damit nicht nur die tatsächliche Realität der zahlreichen Regenbogenfamilien lesbischer und schwuler Paare in diesem Land, sondern diskriminiert mit dieser Begründung gleich doppelt. Mit der von Schwarz-Gelb gewollten Diskriminierung im Adoptionsrecht rechtfertigt die Regierung die Diskriminierung im Einkommenssteuerrecht.“, so Ansgar Dittmar.

Besonders enttäuscht zeigt sich der Schwuso-Vorsitzende von der FDP. Sie würde „die Wähler mit ihren Sonntagsreden über Gleichstellung hinters Licht führen“. Die Regierung habe bisher „nichts von ihren Wahlversprechen umgesetzt. Auf den CSDs hieß es „Versprochen gehalten“. Vielmehr muss es heißen „Versprochen gebrochen“. Aber für liberale Gleichberechtigungspolitik ist zwischen Hotel und Lobby wohl kein Platz. (Quelle: PRIDE1.de/ml)

Rosa, die neue Farbe der Freizeitgestaltung

Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich mich zu Wort melden möchte. Allem voran wünsche ich Euch da draußen ein schönes Wochenende und vielleicht – wer weiß das schon immer so genau – ist ja dieses We auch mal jemand dabei, für den es sich lohnt Frühstück zu machen^^.

Aber lassen wir das einfach so im Raum stehen…

Worüber ich heute eigentlich schreiben möchte ist meine Lieblingsfarbe. Welche? Tzzz, rosa selbstverständlich. Warum? Na ganz einfach: Meine zarte, geschmeidige Haut hat einen satten rosafarbenen Teint, ich leben wie Prinzessin Lilly Fee und die angesagtesten Schwuppen-Events sind auch rosa. Da steht morgen der Rosa Tag im Heide-Park an und auch zum Müncher Oktoberfest sind die rosa Tage vertreten. Quasi jedes Hetero-Happening hat heut zu Tage nen eigenen Rosa Tag um die queere Community anzulocken. Man(n) hat eben erkannt, dass die Jungs nicht nur gut aussehen, sondern auch noch gut feiern können. Die neue Zielgruppe der gutverdienenden Schwuppen ist da. Juchhei.

Wie auch immer, uns ja eigentlich egal. Wir gehen hin und feiern. Wir geben gern Geld aus, denn wir können es^^. Und auch wenn so mancher vor ein paar Jahren noch nicht wahr haben wollte, dass Schwule auch direkt neben ihm feiern können, heute ist es eben so. Und WIR haben da kein Problem mit.

Schade eigentlich, dass der Rosa Tag im Heide-Park den Saisonabschluss der CSDs verkündet. Auch wenn der Tag in sich seit mittlerweile fünf Jahren ein Happening für sich ist, ein wenig traurig bin ich schon. Der Sommer ist vorbei. Keine knapp bekleideten Jungs und Männer mehr auf der Straße, denen ich hintergrunzen kann. Keine Sonnenterrasse und eisgekühle Hopfengetränke mehr im Freien.

Hoffen wir also, das der Party-Herbst hält was er verspricht und wir jede Menge Spaß haben werden. In diesem Sinne nochmal ein schönes We Euch allen und bis morgen…

Euer Pups

Kommentar: Es gibt UNS nicht?!

Manchmal fragen wir uns, ob es Autoren gibt, die tatsächlich glauben was sie schreiben. Beim Stöbern im Netz sind wir, dank Alexander, auf folgenden Artikel gestoßen, der uns mal wieder zum Schmunzeln anregt, denn wirklich ernst können wir die Zeilen von kreuz.net nicht nehmen.

Bereits in der Headline wird darüber informiert, dass es keine Homosexualität gibt. Ne ist klar, dann sind wir also nicht existent. Ok. Finden wir uns also damit ab, dass wir uns alle nur einbilden homosexuell zu sein. Denn vertrauen wir den Worten des Autors sind wir lediglich Sodomisten. Wieder was dazu gelernt – und das vollkommen umsonst, denn allein die Aussage an sich ist falsch. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Oder haben wir da einen Denkfehler? Florian Johansen von kreuz.net wird uns sicher weiterhelfen.

Im weiteren Beitrag lässt er sich über die „Homo-Perverse[n]“ aus, die „rektale Unzucht“ betreiben. Ob er sich jemals die Frage gestellt hat, dass diese eine sexuelle Praktik sowohl in Homo- als auch in Heterokreisen verbreitet ist? Wir denken nicht. Der engstirnige Horizont des Autors bündelt alle Vorurteile und zeigt mal wieder, dass unsere Gesellschaft eben doch noch nicht verstanden hat, das alles was nicht hetero ist, nicht pervers, sondern existent ist.

Schon des Öfteren haben wir uns gefragt, wer liest eigentlich so manchen *******sinn, der im Netz publiziert wird. Die Kommentare unter den fraglichen Artikeln sind teilweise erschreckend und erschütternd. Aber allem Anschein nach, gibt es immer noch Menschen, die auf die Worte von semiprofessionellen Autoren vertrauen und diese einfach – meist ohne den eigenen Denkapparat in Gang zu setzen – als wahre Aussage verstehen.

liebe Grüße Euer Pups

Oslo. Sex, City und Co!?!

Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich mich zu Wort melde. Lange hab ich nichts von mir hören lassen – aber keine Angst, ich bin wieder da ;-) )

Und es gibt auch wieder einiges zu berichten, zu schmunzeln und zu diskutieren – denn passiert ist in den letzten Tagen und Wochen ja so einiges. Sei es in Sachen Politik, im Kampf um die Menschenrechte und Rechte der Schwulen und Lesben weltweit oder in Sachen Klatsch und Tratsch. Aber wir werden sehen wohin mich meine Gedanken gleich treiben und was mir alles so durch den Kopf strömt… Lasst euch überraschen, ich mach´s ja auch;-))

Fangen wir mit dem Highlight vom bevorstehenden Wochenende an und blicken nach Oslo. Die teuerste Stadt der Welt ist Austragungsort des Eurovision Song Contest 2010 und mit Lena Meyer-Landrut sind die deutschen Hoffnungen wieder einmal hoch. Zahlreiche Partys finden statt und nicht nur die Schwulen und Glitzergirls der Szene werden mit Fähnchen vor den Bildschirmen und Leinwänden ausharren und Lena die Daumen drücken.

Die kleine 18-jährige schlägt sich bisher ganz wacker in der norwegischen Metropole und kann schon vor dem eigentlichen Finale mit Begeisterung und Unterstützung aus Europa rechnen. Die Journalisten haben sie bereits ins Herz geschlossen.  Ob es morgen Abend heißt: „Germany, 12 Points“ werden wir erfahren.

Aber diese Woche hat noch ein schwules Highlight mehr zu bieten: Sex and the City 2 ist angelaufen und dürfte nicht nur bei den Manolo- und Louisfans für einen wochenendlichen Kinobesuch sorgen. Kreischende, aufgestylte und Prosecco trinkende Mädels – und dazwischen ein, zwei, drei… viele … Jungs und Männer. Wer möchte auch nicht am Leben der vier Großstadtgören teilhaben. Luxus, Ausgehen und jede Menge attraktive Jungs, die immer wieder ein Hingucker sind. Und auch mit dem Leben der vier, können sich einige Jungs bestimmt identifizieren – zumindest wenn Wunsch und Wille zusammen kommen. ;-)

Aber sind wir doch einfach einmal ehrlich: Wer träumt nicht davon, den Tag mit einem Smantha-Boy zu verbringen oder von Mr. Big überrascht zu werden – ein bisschen Glitzer, Glitzer und Tagtraum steckt doch in jedem von uns;-))

Apropos uns – Die Gerüchteküche brodelt auch schon wieder. Zwar kocht man nur auf kleiner Flamme, aber immerhin. Da heißt es doch, dass Mister „gerührt und nicht geschüttelt“ sich nun doch in den eigenen Reihen umschaut. Medienberichten zufolge wurde 007-Darsteller Daniel Craig in L.A. mit einem Mann gesehen. Beide sollen sich innig geküsst und anschließend gemeinsam zu Abend gegessen haben. Gerücht hin oder her – wenn´s stimmt, dann gratulier ich zum Neuen, wenn nicht, dann stell ich mich einfach mal mit an ;-) )

So Kinders, das war´s dann auch schon wieder von mir. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und ein paar Sonnenstrahlen.

Wir lesen uns… Euer Pups.

Frühling lässt sein blaues Band …

…wieder flattern durch die Lüfte. Und so weiter und so fort…

Grund genug für mich, meinen Senf zum Geschehen der letzten Tage dazu zugeben. Richtig erraten, ich bins – Euer Pups. Heute mal in etwas anderer Form und gleich zu Beginn mit einem kleinen Aufruf, einer Bitte, einem Wunsch:

Da die ersten Sonnenstrahlen unser durchfrorenen Körper aus dem Winterschlaf kitzeln und unsere Gemüter wohlwollend erheitern, ist mir in den Sinn gekommen, diesen Moment mit euch zu teilen. Aber nicht dass ich am Ende allein dastehe. NEIN! Ihr sollt natürlich auch teilhaben. Also auf in die Sonne, ins Grüne, ins nächste Straßencafé oder für ganz mutige: Ab an den See. Ich möchte eure ersten Aktionen in der herrlichen Frühlingssonne sehen. Macht ein Foto von euch, euren Freunden, eurer Familie – Wem auch immer – und teilt es mit uns in der GAYS.DE Facebook-Gruppe. Lasst uns gemeinsam den Frühling willkommen heißen und die Sonne auf eine lange Verweildauer in diesem Jahr einschwören. Ich freue mich auf eure Bilder!

Aber der Frühling hat ja auch noch weit mehr zu bieten als Sonne und die ersten Blumen. Irgendwie kommen einem ja auch immer wieder diese Gefühle in den Weg. Man weiß nicht was es ist und wer genau daran Schuld hat, aber mal kribbelt es, mal nicht – Das Chaos kann beginnen;-). Das scheint wohl auch bei unserem DSDS-Schnuckel  Manuel Hoffmann der Fall zu sein. Ob schwul, bi- oder heterosexuell – nichts Genaues weiß man nicht. Findungsphase würde unser eins sagen, die Tageszeitung mit den vier Buchstaben nennt es Problem und spricht von der totalen Sex-Verwirrung. Aus eine Mücke einen Elefanten gemacht oder wie ich sagen würde aus nem Würstchen ne Jagdwurst. Das es eigentlich mal wieder keinen Interessiert, welche sexuelle Orientierung die DSDS-Kandidaten haben ist dabei vollkommen nebensächlich. Aber vielleicht ist das auch alles nur reine PR, um sich selbst ins Rampenlicht zu katapultieren. Man weiß es nicht, was man aber sicher weiß ist, dass die Wirkung nach außen auch falsch verstanden werden kann. Bestes Beispiel ist unser lieber Guido. Unfähigkeit und undiplomatisches Verhalten wirft man ihm vor – gekontert wird mit der sexuellen Orientierung. Die eigene Homosexualität vor das eigene politische und außenwirksame Handeln zu stellen ist eben nicht die feine englische Art. Aber mit Englisch hat es unser Außenminister ja eh nicht so ;-) .

Wie auch immer, auch in dieser Woche ist wieder allerhand passiert. Wenn ich jetzt alles kommentiere, komm ich nicht mehr in die Sonne und ihr nicht mehr zum stöbern in unserem Blog. Daher setz ich jetzt nen Punkt und wünsch euch viel Spaß beim Durchforsten der anderen Einträge.

Einen sonniges, warmes und erholsames Wochenende euch allen!

Euer Pups

Verkehrte Welt?!

Pups kommentiert zum Wochenende:

Was habe ich in der vergangenen Woche alles erlebt! Mein kleines zartes Sein. Meine Seele, die sich in Zurückhaltung wiegt. Die Bilder in meinem Kopf – Einfach alles ein Kapitel für sich. Wenig Schlaf, viel Arbeit und dennoch hat man es geschafft die Freizeit zu genießen. Sagen wir eher, Ich habe die Nacht zum Tag gemacht und mich rund um die Uhr wohl gefühlt. Als wäre ich ein Teil von Alice im Wunderland, zwischen Hutmacher und Grinsekatze unterwegs – wobei mein eigener Zustand eher auf die weiße König hindeutete. *lautlach und drüber nachdenk* – *STIMMT!*

Naja, der heutige Beitrag meiner Wenigkeit wird eben mal etwas anders, aber das macht ja auch nichts, denn ihr habt wieder was zu lesen, könnt ein verhaltenes Grinsen aufsetzen und euch vielleicht an der ein oder anderen Stelle wieder entdecken. Man weiß es nicht – ihr schon ;-) .

Wie auch immer. Die vergangene Woche war anders als die anderen. Merkwürdig. Aufregend. Im Moment würd ich sagen wollen: „…viele bunte Smarties…“ – upps ich habs gesagt.

Weltpolitisch gesehen ist die Welt immer noch die gleich, auch wenn sich schon wieder der Mund über unseren Vizekanzler zerrissen wird. In Amerika der eigene Sinneswandel mit den Interessen der Wähler kollidiert und in der Türkei jetzt Frauen einmal ihre Meinung sagen. Meckern können Politiker komischer Weise immer, aber handelt auch mal einer so, dass erfolgreiche, zukunftsorientierte und vor allem sinnvolle Ergebnisse erzielt werden? Nein! Oder täusch ich mich da etwa?

Nun ja, von Frühlingsgefühlen kann man irgendwie auch noch nicht wirklich sprechen. Der Schnee kommt und geht wie er will. In Spanien frieren die sich wenigstens genauso den Ar*** ab, wie wir hier! Aber warum sollte das Wetter auch machen, was wir wollen. Die Meisten wissen ja selber nicht was sie wollen…  Bestes Beispiel unser lieber Theo, der einmal „HÜ!“ und einmal „HOT!“ sagt. Am Ende aber eigentlich gar nichts zu vermelden hatte. Keine Ahnung was das soll, Hauptsache er konnte seinen Senf dazugeben. (Anmerkung: Nun sitzt er im eigenen Senffaß – „Ich bin gespannt wir das Würstchen da wieder rauskommt!“)

Aber nun noch eine traurige Meldung zum Schluss: Meine neue Lieblingsserie. Meine Vorfreude auf den Montag, den Mittwoch und den Freitag ist dahin. Vorbei. Schluss. Aus. Fine. Ende im Gelände. Die vorerst letzte Folge von „Doc Love“ ist heute erschienen. Nun heißt es abwarten. Tee trinken und alle Folgen in der Dauerschleife schauen ;-) Und wenn ich dann mitsprechen kann, dann sehen wir und hier – auf GAYS.DE! Ein schönes Wochenende euch da draußen!

Wilde Kerle – „Denn gelernt ist eben gelernt…“

Pups kommentiert zum Wochenende

Nein ich möchte nicht über einen gewissen Kinder- und Jugendfilm sprechen ;-) . Heute möchte ich meine neue Lieblings-Webserie einmal in den Mittelpunkt meines Wochenendkommentars stellen. Die Rede ist natürlich von „Doc Love“ – meiner neuen Sucht im WorldWideWeb…

Zynisch, gepaart mit sehr sarkastischen und dennoch realitätsnahen Einblicken, präsentiert sich Doc Love alias Tom in seiner neuen gleichnamigen Dramady. Sein Leben als Psycho-Schwuppe spielt sich zwischen Praxisalltag und seinem Youngstar Michi ab.  Und auf eine schon mehr als komische Art und Weise sind Privatleben und berufliche Erkenntnisse meist eng miteinander verbunden. Die Mischung aus „Dharma & Greg“, „Sex and the City“ und „Will & Grace“ mit ein paar Spritzern „Berlin, Berlin“ und ein wenig Wahrheit machen „Doc Love“ zudem was es ist – Eine sehenswerte Serie. Die wilden Kerle – Titel der heute erschienenen 9. Folge – treiben ihr Unwesen zwar immer nur fünf Minuten, dafür aber immer wieder mit neuem Witz und neuer Selbsterkenntnis.

Und wenn wir schon einmal dabei sind uns selbst zu erkennen, dann sollten wir das vielleicht auch mal dem lieben DFB beibringen. Das Medieninteresse an den Vorwürfen der sexuellen Belästigung im Fall Amarell reißt nicht ab. Die Spekulationen gehen weiter und der DFB drängt sich immer weiter ins Abseits. Was ist eigentlich aus den angepriesenen Kampagnen und Wortmeldungen von Seiten der Fußball-Bosse geworden. Wollte man sich nicht eigentlich für einen offenen Umgang mit dem Thema Homosexualität im Fußball einsetzen? Bisher scheint dies allerdings weniger der Fall zu sein. War am Anfang noch die Rede von Unterstützung und Beistand für Spieler und homosexuelle Fangruppen, so handelt man jetzt eher gegenteilig. Der DFB trägt derzeit zumindest nicht dazu bei, dass Homophobie im Fußball eingedämmt werden kann. Oder zählen Schiedsrichter nicht zum Spiel? Diese Haltung stimmt mich fraglich.

Euer Pups

Hinter den Kulissen wird es schmutzig…

Pups kommentiert zum Wochenende:

Kein anderes Thema hat in der deutschen Medienlandschaft in der vergangenen Woche so viel Aufsehen erregt, wie der Fall Amerell. Auch wenn die Jungs der orangenen Seiten noch nicht darüber berichtet haben, mitbekommen haben wir es wohl alle: Michael Kempter soll von seinem langjährigen „Freund“ Manfred Amerell sexuell belästigt worden sein. Wie auch immer die Wahrheit ausschaut, die Medien spekulieren was das Zeug hält und keiner weiß eigentlich genau was da abging und was nicht. Warum eigentlich? Ist es denn so schwer einfach mal die Wahrheit zu sagen oder gar zu seinen Taten oder gar Gefühlen zu stehen? Anscheinend nicht! Der DFB scheint eine „Top-Secret-Akte“ angelegt zu haben, in die noch nicht einmal die Betroffenen selbst Einblick erhalten. Theo Zwanziger verweigert jede Stellungnahme und Amerell und Kempter schieben sich gegenseitig den Dreck unter die Fußmatte.

Aber was ist passiert? Da kommt der junge – und nicht unattraktive – Michael daher und wirft seinem langjährigen Freund, Schiedsrichtersprecher Manfred Amerell den „Tatbestand“ der sexuellen Belästigung vor. Eben dieser setzt sich zu Wehr und zieht alle für ihn notwendigen Register, um die Vorwürfe – von mehr kann man derzeit ja nicht sprechen – von sich zu weisen. Ein ewiges hin und her in den Medien, angebliche Beweis-Sms-en und eine schon fragwürdige Abwehrhaltung sind die Folge. Nun steht Aussage gegen Aussage – Annäherung gegen Zurückhaltung. Was dran ist, wissen die beiden letztlich nur selbst, oder war jemand Drittes im entscheidenden Moment dabei? Wäre ja eine neue Theorie im Fall Amerell-Kempter.

Wie auch immer. Sicherlich ist es in der Macho-Welt Fußball nicht einfach sich als schwul zu outen. Der Druck der Öffentlichkeit, sei es der immer noch anhaltenden Intoleranz der Fans oder gar die Reaktion von Kollegen und Funktionären, ist enorm. Was aber, wenn wirklich eine Person der Fußballriege bi- oder homosexuelle Kontakte bevorzugt? An der Person selbst oder an den sportlichen Leistungen wird sich sicher nichts ändern, denn die sind je nach Tagesform auch jetzt nicht immer top – und dabei ist egal, ob jemand hetero- oder homosexuell ist. Davon können wir doch alle ein Lied singen…

Um es mal in meinen Worten zu sagen: Ich finde, es ist einfach eine Schweinerei auf dies Art und Weise das Thema in die Presse zu bringen. Die kleine Schlammschlacht zwischen den beiden Jungs geht uns nichts an. Und noch viel weniger, dass was zwischen ihnen gelaufen ist oder eben auch nicht. Was einzig und allein interessieren sollte ist, dass – wenn an all den Spekulationen etwas Wahres dran ist – beide ein Recht auf die freie Entfaltung ihrer Person haben. Und wenn es eben nicht mit dem besten Freund klappt, dann ist das ein Rückschlag für den Moment, aber eben nicht fürs Leben. Das sich aber der DFB als Barriere dazwischen klemmt und die ganze Diskussion im Grunde genommen nur weiter in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit dräng, ist eindeutig der falsche Weg. Oder wie war doch noch das Vorhaben, den deutschen Fußball zu enthomophobiesieren Herr Dr. Theo Zwanziger?

Homosexualität – Ein Schrei nach Aufmerksamkeit

Pups kommentiert zum Wochenende:

Es ist mal wieder an der Zeit, dass ich meinen Senf zum Besten gebe. Daher hab ich mir gedacht, ich unterhalte euch mal wieder ein wenig.

Egal wohin man schaut, alle zerreißen sich seit Mittwoch den Mund über unseren Außenminister und wer`s glaubt oder nicht – immer wieder wird seine Homosexualität mit ins Spiel gebracht. Schon komisch wenn über die Wirtschaft unseres Landes philosophiert und debattiert wird und die sexuelle Identität unseres Vizekanzlers dahingehend Entscheidungsträger zu sein scheint. Leicht sarkastische – um nicht zu sagen homophobe – Anmerkungen der Politiker sind da wohl eher mehr als bewusst gewählt und kein Zufall. So hörte man am politischen Aschermittwoch auf dem CSU-Treffen gar die Worte: „Es ist keine Tsunami, der auf uns zu kommt – Es ist eine Westerwelle!“ Schon arg komisch, den Herrn Westerwelle, wegen politischen Differenzen zu Feminisieren. Als ob sein Können, Wirken und Handeln einzig und allein auf seine Homosexualität zurückzuführen sind.
Welche Rolle spielt sie denn, die sexuelle Identität, Orientierung oder wie man sie auch immer nennen mag? Wer entscheidet darüber, dass die eigene Sexualität zum zentralen Thema in unserer Gesellschaft aufsteigt?! Allem Anschein nach, die Aktualität des Themas.
Denn auch im Fußball, scheint das Thema wieder einmal ein Aufmacher zu sein. Erst spricht der DFB wochenlang von neuem Engagement und Sensibilisierung. Kommt es hart auf hart – wie in den vergangenen Tagen – wird sich „tot geschwiegen“. Scheint fast so, als liegt da der Hund begraben. Homosexualität und Fußball – Nein Danke! – so scheint die Aussage vieler Anhänger des Machosports.
Wenn jeder sein so oft angepriesenes Engagement einmal ernst meinen und handeln würde, dann wäre das Thema kein Thema mehr. Man könnte sich selbst nicht mehr inszenieren, die Berichterstattung über „Mein Sein als Mauerblümchen“ gibt es nunmal nicht. Also auf den Zug aufgesprungen, drei Worte über Antidiskriminierung, Homophobie und Anerkennung in die Runde geworfen und schon ist das mediale Interesse wieder hergestellt….

Heiße Luft, mehr kommt da nicht! Und das sage ich so wie ihr es in diesem Moment gelesen habt. Egal ob Politik oder Aktionsbündnis, wirklich bewirken, geschweige denn sich ehrlich für das Thema interessieren – sobald die Reporter weg und die Kameras aus sind, gelangt alles wieder in die Schublade. Bis der nächste Lückenfüllen oder Aufmacher her muss…

Ich wünsche an dieser Stelle ein charmantes Wochenende und verabschiede mich mit rosa Grüßen ;-) Euer Pups

Berliner Homo-Denkmal: Wie geht es weiter?

Der Kommentar von PUPS zum Wochenende:

Wie der LSVD in einem aktuellen Newsletter informiert, wird das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen im Mai 2010 bereits 2 Jahre alt. Zeit für einen Wechsel des im Stein gezeigten Videos, dass seit der feierlichen Enthüllung 2008 läuft und einige intolerante Attacken über sich ergehen lassen musste.    (GAYS.DE berichtete)

Das Denkmal ist mehr als ein Ort der Erinnerung, der Begegnung und Diskussion – Es ist auch Anlaufpunkt für Demonstrationen, Kundgebungen und Proteste. Ein kultureller Veranstaltungsort unter freiem Himmel.

Der Wettbewerb zur Gestaltung eines neuen Videos läuft bereits. Derzeit sind zwei Männer zu sehen, die in einer Endlosschleife ein hohes Gut der Liebe zwischen einander demonstrieren: Den KUSS. Aber was kommt ab Mai? Vielleicht ein Frauenpärchen, dass ebenso beständig auf die gleichgeschlechtliche Liebe aufmerksam macht? Vielleicht aber auch ein kleiner provokanter Streifen, der die tägliche Situation von Lesben und Schwulen im Alltag widerspiegelt. Wichtig ist vor allem, das was passiert und das Projekt nicht in Vergessenheit gerät, denn Diskriminierung und Intoleranz sind immer noch allgegenwärtig.

Wer sich an der Aktion beteiligen möchte, ist am 5. März 2010 herzlichst zu einer vom LSVD initiierten Diskussionsveranstaltung am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, Cora-Berliner-Str. 1, 10117 Berlin eingeladen.