Schwules Reisen – Gaymeinsam unterwegs

Ob Schneehasen oder Sonnenanbeter: Schwule Männer vereisen gern, aber ungern allein. Als neue Zielgruppe wurden sie in den letzten Jahren erkannt und beworben. Neben dem – schon fast altbewährten – Spartacus Traveler mit seinen Reisereportagen, finden reiseinteressierte Gays im neuen Gay & Travel Magalog „Weltweit unterwegs“ von TUI Leisure Travel (TLT) vielfältige Urlaubsangebote rund um den Globus.

Der Titel erscheint bereits zum vierten Mal in Kooperation mit Publigayte, dem Verbund der schwulen Metropolenmagazine in Deutschland, mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren. Auf 52 Seiten werden abwechslungsreiche Rundreisen, Badereiseziele in Verbindung mit kulturellen Highlights sowie die beliebtesten Reiseklassiker für schwule Männer vorgestellt. Erstmalig im Portfolio sind „schwule Winterevents“ in Sölden, Arosa, Whistler und Aspen.

Auch dieses Mal geben erfahrene Touristiker aus First Reisebüros, Hapag-Lloyd Reisebüros und TUI Reisecentern persönliche Empfehlungen. So entführt Michael Packmohr vom First Reisebüro in Köln seine Leser an die heißesten Viertel Rios, Udo Dittmann vom Hapag-Lloyd Reisebüro in Leonberg taucht in das Flammenmeer des Indian Summer im Osten der USA und André Albetzki vom First Reisebüro in Braunschweig empfiehlt die trendigsten Ecken Balis. Bei den schwulen Ski-Events der Nordhalbkugel kennt sich unter anderem Oliver Schipper vom First Reisebüro in Hannover-Misburg aus. Abgerundet wird die bunte Palette mit Klassikern der Schwulenreisen wie Gran Canaria, Mykonos und San Francisco.

Erhältlich ist der Magalog Gay & Travel kostenlos in allen First Reisebüros, Hapag-Lloyd Reisebüros und TUI Reisecentern. Außerdem liegt er der Oktoberausgabe der Metropolenmagazine des Publigayte-Verlages bei, zum Beispiel dem Magazin Hinnerk in Hamburg.

Die Herbst-/Winterausgabe vom aktuellen Spartacus Traveler ist übrigens ab 29. September erhältlich. Auf insgesamt 76 Seiten berichtet das deutschsprachige schwule Reisemagazin aus Aspen, Tel Aviv, West Hollywood und Buenos Aires. Dazu gibt es Tipps und News rund um Reisen sowie ein Blick hinter die Kulissen eines Fluges von Frankfurt nach New York. (Foto: Carstino Delmonte/ Touristikpresse.net)

Wieder Vorfall in Cruising-Zone

Auch wenn der folgende Artikel nicht wirklich erfreuliche Nachrichten enthält, möchten wir ihn Euch nicht vorenthalten. Bereits vor gut einem Monat haben wir über die Vorfälle in Süddeutschland berichtet, bei denen zwei Männer Opfer eines Tötungsdeliktes geworden sind. (zum Beitrag)

Bereits Anfang der Woche ist es zu einem neuen Zwischenfall in Kerpen bei Köln gekommen. Ein bisher noch unbekannter Mann im Alter zwischen 25 und 30 Jahren ist in der Nähe eines Cruising-Gebiets tot aufgefunden worden. Polizeiangaben zufolge war der Mann nur mit einem schwarzen T-Shirt bekleidet und wurde durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet. Weitere Schussverletzungen wurden im Oberkörper festgestellt.

Momentan ermittelt die Kripo in alle Richtungen. Ein Zusammenhang mit den beiden Tötungsdelikten aus dem Kreis Böblingen und dem Kreis Groß-Gerau kann derzeit nicht ausgeschlossen werden. Die bundesweite Fahndung nach dem Täter läuft.

Als Community für schwule und bisexuelle Männer, möchten wir diejenigen unter Euch bitten, die sich auf eben besagten Plätzen vergnügen, besonders achtsam zu sein. Denkt bitte immer an Eure eigene Sicherheit und lasst Euch nicht zu sexuellen Handlungen drängen, die Ihr selbst nicht wollt.

Weltausstellung in der neuen schwulen Welt

Am Wochenende startet die bisher größte Weltausstellung aller Zeiten in Shanghai – Die Expo 2010. Auf den insgesamt 5,3 Quadratkilometern präsentieren sich mehr als 240 Länder und internationale Organisationen vom 1. Mai bis 31. Oktober 2010 entlang des Huangpu-Flusses. Die Veranstalter rechnen mit mehr als 70 Millionen Besuchern – neue Dimensionen im Land der Mitte.

Neu ist auch, dass sich China zur Expo so offen wie noch nie präsentiert. So wurden die Einreisebestimmungen für Menschen mit HIV geändert (GAYS.DE berichtete). Auch beim Thema Homosexualität zeigt man sich weltoffener – zumindest versucht man es. Das lang gepflegte Tabu scheint zu bröckeln, ob nur im Hinblick auf die Weltausstellung oder generell bleibt abzuwarten.

Shanghai gilt schon länger als neue Metropole des schwulen Lebens in China. Es gibt Bars, Clubs und mittlerweile gar Sportvereine und Gruppen, die sich auf die Schwulen- und Lesbenszene der Metropole konzentrieren. Shanghai mausert sich zur offenen Stadt – anders als der Rest des Landes. Homosexualität gilt noch immer als Schande. Besonders deswegen, weil sich gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht fortpflanzen können. Die Fortführung der Ahnenreihe jedoch eine der höchsten Pflichten in der chinesischen Kultur ist. Kein Wunder, dass Homosexualität bis ins Jahr 2001 noch als Geisteskrankheit galt. Auch die bis dahin immer wieder durchgeführten Polizeikontrollen von Clubs und Bars gehört zunehmend der Vergangenheit an. Die Kontrollen sind zurückgegangen und die Szene hat zumindest die Möglichkeit sich zu etablieren. Der familiäre und soziale Druck der Gesellschaft scheint noch nicht vollständig gebannt – das Leben in der Millionenmetropole aber toleranter zu werden.

Jamaika fiert ersten CSD friedlich

Während sich Deutschland auf den ersten Christopher Street Day (CSD) der Saison in Lörrach freut, wurde auf Jamaika bereits gefeiert und demonstriert. Dort fand in dieser Woche der CSD überhaupt in der Geschichte Jamaikas statt. Nach Medienberichten haben rund 100 Personen an der Demo-Parade teilgenommen.

Angeführt wurde der CSD von der offen lesbischen Pfarrerin Nancy L. Wilson. Mit der Demo forderten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehr Toleranz und Akzeptanz für Lesben und Schwule und HIV-Positive.

Die Polizei schütze die Veranstaltung – zu Zwischenfällen ist es glücklicherweise nicht gekommen.

Der erste CSD in Jamaika ist keine Selbstverständlichkeit: Homophobie ist im Land weit verbreitet und das Auswärtige Amt hat im vergangenen Jahr sogar eine Reisewarnung für Homosexuelle herausgegeben. (Quelle: PRIDE1.de/ml)

GAYS.DE lädt zur Sonnensause für Schnellentschlossene!

Das deutsche Wetter enttäuscht uns immer wieder – Regen statt Sonne, kalt statt warm oder aber auch weiß statt bunt. Das es auch anders geht, dass möchten wir euch beweisen: Sommer, Sonne, Strand und Meer – das ist unser Motto für 2010. Und da zu einem Motto auch immer ein gut durchdachter Plan gehört, möchten wir euch einweihen:

Gemeinsam mit allen GAYS.DE Usern möchten wir den Sommer unseres Lebens erleben! Das ist nicht nur eine leere Versprechung, sondern eine Tatsache! Musikalisch könnte man(n) jetzt im Hintergrund „Pack die Badehose ein, nimm dein kleines…“ laufen lassen, dann wäre man schon mal ganz vorn dabei…;-)

Nun aber die Fakten: GAYS.DE lädt zur Sonnensause für Schnellentschlossene! Los geht es heute um 15:30 an einem Platz deiner Wahl. Liegestuhl aufstellen, Handtuch ausbreiten und den superfrischen Cocktail daneben platzieren. Ach ja Badehose an – Sonnencreme nicht vergessen – und den MP3-Player bereitgelen. 3 – 2 – 1 … Es geht los: Sommer, Sonne, Strand und Meer – einfach alles einmal einbilden und kurzentschlossen dem Alltag entfliehen und dem Wetter trotzen!

P.S.: Für alle eingesandten Beweisbilder gibt’s ein Mega-Oster-Überraschungspaket!

Schwule und Lesben – Die Touristen von morgen?

Ein kann man von vornherein sagen: Schwule und Lesben sind definitiv nicht die Touristen von morgen. Sie sind urlaubshungrige, ausgehfreudige und kulturinteressierte Menschen wie jeder andere auch und das gar von heute. Immer mehr Reiseveranstalter, Hotels und Regionen selbst entdecken die „neue Zielgruppe“ für sich. Dabei ist die Zielgruppe an sich nicht neu, die Marketingexperten haben lediglich erkannt, dass spezielle Angebote und Konzepte an die Frau oder den Mann gebracht werden können.

Bereits vergangene Woche haben wir über das Outing der ITB – der Internationalen Tourismus Messe in Berlin – berichtet. Nach einem jahrelangen Kampf vereinzelter Reiseveranstalter, gab es in diesem Jahr erstmals einen eigenen GAY & Lesbian Travel-Bereich auf der Messe. Zielgruppendenken eben.

Auch die Stadt Frankfurt hat Homosexuelle als die neue Zielgruppe für sich entdeckt. In dem im  März erschienenen „Frankfurt City Guide – Für Schwule und Lesben“ werden neben den allbekannten Sehenswürdigkeiten auch die wichtigsten Ausflugsziele für die queere Community vorgestellt. Ob spezielle Veranstaltungen, Ausgeh-Tips oder gayfriendly Übernachtungsmöglichkeiten, auf 20 Seiten findet man alles für ein gelungenes Wochenende in der Mainmetropole.

Wer sich über andere Städte und Länder informieren möchte, der ist mit dem SPARTACUS International Gay Guide gut beraten. Mehr als 1200 Seiten stark, listet das „Infobuch“ des Bruno Gmünder Verlags mehr als 22.000 Szene-Adressen weltweit. Auch der Reiseriese TUI hat sich mit seinem Magalog für schwule Männer an die „neue“ Zielgruppe herangetraut. In der Broschüre werden neben Hotelinformationen auch Expertentipps zu den einzelnen Urlaubsgebieten und deren Szene vorgestellt.

Schwuler Urlaub – Sommer, Sonne, Strand und mehr…

Schwule und Lesben stehen schon länger im Fokus der Unternehmen. Die Zielgruppe bietet einen neuen Markt – Meist kinderlos und kaufkräftig, ziehen Schwule und Lesben die Blicke und vor allem das Interesse der Marketingabteilungen der verschiedenen Branchen auf sich.

Endlich hat es auch die Internationale Tourismusbörse in Berlin (ITB) geschafft, die neue Zielgruppe für sich zu entdecken. Auf der weltweit größten und wohl für den Reisemarkt wichtigsten Fach- und Publikumsmesse präsentieren sich schwule Reiseveranstalter bereits seit Beginn der 90´er Jahre. Doch erstmals in diesem Jahr,
ist auf den 160.000 m² Ausstellungsfläche ein eigener Bereich für das Segment  „Gay & Lesbian Travel“ zu finden.  Neben dem „Spartacus Traveler“ – einem in der Szene mehr als bekannten Reisemagazin, werden auch der Großkonzern TUI, der bereits seine zweite Auflage des „Magalogs für schwule Männer“ mit einer Auflage von 205.000 Stück veröffentlich hat sowie zahlreiche kleinere Veranstalter vertreten sein.

Schwule und Lesben als neue Zielgruppe – Besonders die Lieblingsziele der Deutschen präsentieren sich sehr aufgeschlossen und kundenorientiert. So wirbt Mallorca beispielsweise mit extra Paketen für sonnenhungrige Männer, die unter Gleichgesinnten ihren Urlaub verbringen möchten. Aber auch Kreuzfahrten und Städtereisen sind im Angebot der Reiseveranstalter vertreten – Szene-Hotspots inklusive.

Wer sich an den Publikumstagen am Samstag und Sonntag selbst informieren möchte, was die Reisewelt für die schwule Zielgruppe so zu bieten hat, der wir in Halle 2.1 fündig. Geöffnet ist die ITB ab heute bis einschließlich Freitag nur für Fachbesucher. Urlaubshungrige und Neugierige können sich am Wochenende – 13. und 14. März 2010 in der Zeit von 10:00 bis 18:00 Uhr – von den bunten Urlaubswelten in den 26 Messehallen verzaubern lassen.

Welches Lieblingsziel habt ihr in 2010? Lasst es und wissen und schreibt einen Kommentar …

Die Magie liegt in deinen Händen…

Gewinne 2 VIP Tickest zur EuroSki Pride 2010

„Could It Be Magic?“ – so lautet das diesjährige Motto der EuroSki Pride 2010 in Saalbach/Österreich.

Deine schwule Community ist bereits auf der Suche nach dem Motto für 2011: Lass deiner Phantasie freien Lauf und sende deinen Motto-Vorschlag für das Mega-Schnee-Event ein. Unter allen Einsendungen verlost GAYS.DE zwei exklusive 7-Tage-VIP-Tickets zur EuroSki Pride 2010. Du und deine Begleitung erhaltet Eintritt zu allen Veranstaltungen vom 20. bis 27. März. Zusätzlich könnt ihr alle Künstler und Backstage-Bereiche besuchen. Außerdem könnt ihr eines von zwei  Überraschungspaketen gewinnen.

Mitmachen kann jeder, der bis 13. März 2010 seinen Vorschlag an press@euroskipride.com sendet. Deine Idee geht um die Welt – Denn dein Vorschlag löst den aktuellen Slogan: „Could It Be Magic?“ ab und wird das Aushängeschild der Kampagnen und Veranstaltungen zur EuroSki Pride 2011.

Die EuroSki Pride 2010 lädt Homosexuelle aus der ganzen Welt vom 20. bis 27. März 2010 nach  Saalbach/Österreich ein. Zahlreiche Veranstaltungen auf den Pisten sowie einmalige Partys und Events i gesamten Skiresort, lassen die Herzen von Ski- und Nichtski-Fahrern höher schlagen. (GAYS.DE berichtete)
Das Tagesticket gibt es bereits für 18,00 Euro, das 7-Tages-Ticket für nur 99,00 Euro – Ein Teil der Einnhamen kommt der „Children With AIDS“-Stiftung von George Michael zu Gute. Zur Ticketbestellung…

(Fotos: EuroSki Pride/Bluetomato Productions)

USA: Einreiseverbot für HIV-Infizierte aufgehoben

iStock_000004513750SmallNach 22 Jahren ist es endlich soweit: Das für die USA bislang gültige Einreiseverbot für HIV-Infizierte ist Geschichte. Mit dem heutigen 4. Januar, hat das seit fast einem viertel Jahrhundert existierende Verbot seine Gültigkeit verspielt. Barack Obama kündigte bereits im Oktober 2009 an, dass sich ab Januar für HIV-Infizierte die Einreisebestimmungen ändern werden.

Sein Ziel war und ist es, die Vorurteile gegenüber Betroffenen abzubauen. Die Angst vor der Krankheit ist größer, als das Wissen über Verbreitung und Verlauf. “Im Kampf gegen die weltweite Aids-Pandemie sind wir weltweit führend, aber wir sind noch immer einer von nur einem Dutzend Staaten, der Menschen mit HIV die Einreise verwehrt”, so Obama gegenüber den Medien im vergangenen Oktober. Mit dem heutigen Tag, können die Vereinigten Staaten von Amerika von dieser Liste gestrichen werden. Wer in die USA einreisen möchte, kann dies nun ungehindert für 60 Tage. Einzig ein in englischer Sprache verfasstes Attest vom behandelnden Arzt muss mitgeführt werden, damit die Behörden die mitgeführten Medikamente dem jeweils Einreisenden eindeutig zuordnen können.

Nach Bemühen eines US-Senators, trat das Verbot der Einreise HIV-Infizierter am 31. Mai 1987 in Kraft. Sechs Jahre später wurde es gesetzlich verankert und hatte bis zum heutigen Tag ausnahmslos Bestand. Bereits unter der Regierung George W. Bush, wurde über eine Aufhebung diskutiert. Der Bitte von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist die Regierung Obamas demnach nachgekommen.

Flamingo Languages: Sprachreisen für die GAY-Community

Flamingo_blond manReiseveranstalter, die sich auf die Gay-Community spezialisiert haben gibt es bereits einige. Aber was ist mit Themenreisen und Sprachaufenthalten? Flamingo Languages hat sich als erster Anbieter auf diesem Gebiet spezialisiert und bietet weit mehr als nur Sprachkurse mit Gleichgesinnten. Das Angebot ist umfassend und bietet Ziele auf der ganzen Welt. Ausgewählte Sprachschulen in einer ‚gayfriendly‘ Umgebung und ein umfangreicher Rundumservice von der Reservierung bis hin zur persönlichen Beratung runden das Angebot ab.

Für alle, die ihr Englisch einmal mehr auffrischen möchten, bieten die „Flamingos“ interessante Ziele in England, Kanada, den USA und Australien an. Von kleinen Szene-Hotspots bis hin zur Gay-Metropole ist für jeden Geschmack etwas im Angebot. „¿Como estas?“ wirft man sich als „Flamingo“ in Argentinien und Spanien um die Ohren. Auch hier haben sich die Veranstalter auf die Szene abgestimmt und attraktive Unterkünfte in Buenos Aires, Madrid und Barcelona im Programm.
Wer also noch ein paar Resturlaubstage über hat und auch auf anderen Sprachen nach dem Weg oder dem nächsten Date fragen möchte, der ist bei Flamingo Languages gut beraten und betreut.

Bilddatei: ©_iStockphoto_comesl-education